So, mittlerweile bin ich seit 10 Arbeitstagen Rechtsreferendarin und die Einführungsarbeitsgemeinschaft ist mit dem heutigen Tage vorbei. Gemäß Ausbildungsplan kann von mir jetzt also erwartet werden, dass ich einen Überblick über die Funktionen und Arbeitsweisen der Ausbildungsstellen habe, die Grundsätze des Zivilprozessrechts beherrsche und weiß, wie ein Verfahren abläuft. Außerdem soll ich jetzt bescheid wissen über die Gutachtentechnik, den Aufbau von Entscheidungen sowie die verschiedenen Verfahrensarten.
Vorfreudig, aber doch auch etwas verunsichert hatte ich dem ersten Tag des Referendariats entgegen gesehen - was genau wird passieren am 1. Tag? Wie sind wohl die Mitreferendare und die Ausbilder? Und nicht zuletzt, was soll ich anziehen?
Doch schon war es soweit - nachdem ich direkt nach Ankunft am Hauptbahnhof diverse Schönfeldertaschen erspähte, musste ich mich den Menschenströmen zum Mathildenplatz nur anschließen.
Es ist soweit, die erste Station ist zu Ende. Die ersten 5 Monate Referendariat sind nun vorbei.
Die letzte Woche in der Zivilgerichtsstation
In der letzten Woche bei meinem Ausbilder habe ich ja noch einmal einen Vortrag vor der Kammer gehalten und der Vortrag lief wirklich sehr gut. Ich habe mir dieses Mal mehr oder weniger nur Stichpunkte aufgeschrieben.
von Rechtsanwaltskanzlei Treptow – Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft · Stationsangebot
Wir sind die Rechtsanwaltskanzlei Treptow in Berlin. Unsere Rechtsanwälte arbeiten als selbstständige Einzelanwälte in einer Bürogemeinschaft zusammen.
...und damit meine ich nicht die erhoffte Punktzahl in Klausuren (dann müsste der Spruch ja wenn auch "aller guten Dinge sind 4" heißen ;-)), sondern dass ich endlich wieder etwas Zündstoff habe um einen neuen Beitrag zu posten.
Denn es gibt drei thematisch-interessant-neue Ereignisse die seit meinem letzten Beitrag passiert sind. :-)
Noch ungefähr ein Monat und ich bekomme die Zeugnisse (eins vom AG-Leiter und eins vom Ausbilder: man erhält somit immer 2 Zeugnisse pro Station) aus der ersten Pflichtstation und die Station ist dann auch zu Ende. Ich würde euch insgesamt ja gerne mit weiteren spannenden Neuigkeiten aus dem Referendariatsalltag versorgen, allerdings passiert momentan wirklich nicht viel worüber es sich groß zu berichten lohnt, darum hier nur ein paar kleine Worte. ;-)
! Warnung ! Der nachfolgende Beitrag wird in seinem Mitteilungsgehalt wohl einmalig sein, da ich wirklich NUR positives zu berichten habe. Die Überanzahl an positiven Meldungen könnte bei dem ein oder anderen Leser zu einem Mitgefühl der Freude führen!
Lesern mit aktuell schlechter Laune, die sich diese nicht „vermiesen“ lassen wollen, wird daher vom Lesen dieses Beitrages dringend abgeraten! ;-)
…I’m melting away, on this sunny day. *sing* :-D Gut gekühlt sitze ich in meinem “Bunker” und wollte euch mal wieder auf den neusten Stand der Dinge bringen. Was ist in den letzten 2 Wochen passiert?
Im Referendariat was die Zivilstation angeht eigentlich nicht so viel. Ich hatte vor kurzem auch eine Urlaubswoche, so dass ich erstmal einige Tage nicht zum Gericht musste und auch keine Arbeit in Form von Akten zu Hause liegen hatte.
Letztes Wochenende war ja das DFB-Pokalfinalspiel und die Fußball-Saison 2011/12 ist nun zu Ende. Bis zum Referendariats-Finale dauert es bei mir zwar noch etwas, aber zur Halbzeitpause der ersten Pflichtstation kann diese Woche schon abgepfiffen werden. :-)
Urlaubsanträge habe ich auch schon eingereicht und die Bestätigung, dass alles wie beantragt in Ordnung geht, 2 Tage später auch per E-mail erhalten.
Heute mal ein Hinweis auf ein examensrelevantes Urteil, das der BGH am 13.03.2012 verkündet hat. Der Leitsatz lautet:
"Ein Gericht darf die Beweisaufnahme zu einem bestrittenen erheblichen Vorbringen einer Partei nicht deshalb ablehnen, weil es zu ihrem früheren Vortrag in Widerspruch stehe. Eine etwaige Widersprüchlichkeit des Parteivortrags ist vielmehr im Rahmen der Beweiswürdigung zu berücksichtigen."
Ok, so richtig neu macht der Mai zwar nichts (abgesehen vom Wetter ;-) )...und was das Referendariat angeht, so ist sogar das Gegenteil der Fall, denn langsam aber sicher hat sich eine gewisse Referendariats-Alltagsroutine eingestellt...aber etwas alt-neues kommt dennoch wieder: Meine (Anfangs-)Motivation. Nachdem diese die letzten 2-3 Wochen etwas verloren gegangen ist kommt sie langsam wieder hervorgekrochen (vielleicht liegt das am auch guten Wetter ;-) ).
...seit ich das letzte mal geschrieben habe. Momentan bin ich leider ziemlich im Stress. Bis Ende der Woche müssen noch 2 Akten bearbeitet sein und die erste Klausur schreiben wir demnächst auch schon. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung wie das funktionieren soll, denn ich habe das Gefühl noch gar nichts zu können (aber meinen Referendarskollegen aus der Arbeitsgemeinschaft geht es da wohl auch nicht sonderlich anders).
*Sie ist weg, weg...und ich bin wieder allein, allein...*. :-D Die Bearbeitungszeit für die Proberelationshausarbeit ist nun auch vorbei. Wir hatten eine Woche Zeit. Effektiv habe ich 3 Tage (die aber dafür auch fast vollständig von morgens bis abends) an der Hausarbeit gesessen (nachdem ich zuvor gehört habe in "2-3 Tagen …