Ich weiß nicht so recht, ob ich mich über meine erste "richtige" Sitzungsleitung in der Zivilstation freuen soll. Mein Richter legte mir letzte Woche eine Akte mit einem Lächeln vor und meinte, diese könne ich ja mal verhandeln. Es handelt sich um einen Verkehrsunfall - ohne Zeugen - und es geht auch nur um einen Restbetrag, den die Versicherung des Beklagten nicht regulieren wollte. Eigentlich ein idealer Fall, um mal den Umgang mit dem Parteibetrieb und dem Diktiergerät zu üben. Außerdem sitzt der Richter auch an meiner Seite, falls ich mal nicht weiter weiß oder ein Anwalt versucht, mich als Referendar abzufrühstücken... Oder natürlich dann, wenn ich rechtlich etwas nicht darf - z.B. Beschlüsse treffen.
So nun war es endlich so weit: Ich komme zum Richter. Mein 1. Eindruck ist, dass ich mit meinem Richter ziemlich Glück hatte. Auf den 1. Blick kam er mir direkt sympathisch rüber. Einziger Nachteil: Seine Sitzungen liegen direkt nach der AG. Aber wenigstens muss ich so nicht nochmal extra ans Gericht kommen. Heute gab es auch meine 1. Akte, die allerdings nur benotet wird, wenn sie gut ist. Also dann mal schauen, was ich mit den 153 Seiten hinbekomme.
Als Referendar in der Zivilstation hat man zumindest einen Tag pro Woche Sitzung. Sofern der jeweilige Ausbildungsrichter aber 2 Sitzungstage in der Woche hat, kann es auch sein, dass man dementsprechend 2-mal pro Woche Sitzung hat. Das hat dann den Vorteil, dass man viel erlebt, weil Sitzungen oft kurzweilig und unterhaltsam …
von COHAUSZ & FLORACK Patent- und Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB · Stationsangebot
Wir sind eine Partnerschaftsgesellschaft mit repräsentativem Sitz im Herzen von Düsseldorf aus Patent- und Rechtsanwälten, die in allen Gebieten des gewerblichen Rechtsschutzes, des Wettbewerbsrechts, des Urheberrechts und der angrenzenden Rechtsgebiete national und international tätig ist. Neben einem interessanten und vielseitigen Aufgabengebiet bieten wir ein angenehmes …
Auf vielen Seiten im Internet kann man sich über den Ablauf der ersten Zeit im Referendariat informieren. Daher dachte ich, dass ich über meine Referendarzeit auch mal etwas schreiben könnte. Zum 1.5. hab ich also am LG Kaiserslautern angefangen und vorher stellte sich schon mein 1. Problem: Was soll ich am 1. Tag anziehen …
Der Vortrag stellt im mündlichen Assessorexamen die "Visitenkarte" des Rechtsreferendars dar. Neben dem Ausbildungsrichter und der privaten AG spielt der Vortrag deshalb auch in der wöchentlichen Zivilrechts-AG eine bedeutsame Rolle (er wird benotet und fließt damit in die "B-Note" der dienstlichen Beurteilung ein):
Nun ist es also soweit - die erste "eigene" Zivilakte liegt zum Bearbeiten bereit. Es geht um einen Fall aus dem Kaufrecht. Angefertigt werden soll ein relatonsmäßiges Gutachten und ein PKH-Beschluss.
Am Anfang des Referendariats stand bei mir - wie allgemein üblich - der zivilrechtliche Einführungslehrgang. In meinem heutigen Beitrag versuche ich zu beschreiben, was einen "frisch gebackenen" Referendar dort erwartet.
Für viele Referendare spielt die Höhe der Beihilfe eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Dienststelle. Im Bezirk des OLG Hamm - NRW - wird im ersten Monat der Ausbildung ein Abschlag in Höhe von 750 € gezahlt. Die übrige Beihilfe wird zusammen mit der Lohnabrechnung erst Ende des 2. Ausbildungsmonats gezahlt. Dies ist …
Bis morgen Mittag kann man bei Ebay die Erstauflage des Palandt aus dem Jahre 1939 ersteigern - Startgebot: 998 Euro! Bislang hat "überraschender Weise" noch niemand ein Gebot abgegeben. Mal sehen, ob sich das noch ändert.
Deutlich günstiger - und für die Referendarausbildung bei Gericht zu gebrauchen - gibt es die Vorauflage des BGB-Kommentars bei uns im Shop...
Die "normale" praktische Ausbildung beim Richter in der Zivilrechtsstation läuft ziemlich entspannt ab. Je nach Absprache trifft man sich 1-2 Mal die Woche im Büro des Richters und bespricht die bearbeiteten Akten bzw. die Dezernatsarbeit. Anschließend bereitet man sich auf den wöchentlichen Sitzungstag vor und nimmt schließlich aktuelle Akten zur Bearbeitung wieder mit nach Hause.
Das Zwangsvollstreckungsrecht ist eines der Rechtsgebiete, die im Referendariat deutlich wichtiger sind und detaillierter besprochen werden als im Studium - so mancher Referendar beschäftigt sich mit diesem Rechtsgebiet im Referendariat auch zum ersten mal überhaupt. In jedem Fall ist es sinnvoll auf dem Laufenden zu bleiben, was Änderungen im Zwangsvollstreckungsrecht angeht.
Da bin ich gefühlt erst gestern ins Referendariat gestartet, und schon ist die erste Station Ende diesen Monats vorbei! Es ist Zeit, ein kurzes Fazit zu ziehen zur Ausbildung in der AG und am Gericht sowie allgemein zum Referendariat: