RefNews

Das Blog zum Rechtsreferendariat

KOMMENTARE MIETEN STATT KAUFEN
  • RefNews - Der Blog von und für Rechtsreferendare


REFERENDARIATNEWS
REFNEWS
  Ausgabe 43/2018
Dienstag, der 23.10.2018
     

Alle Artikel der Kategorie "Nach dem Referendariat"
Das Referendariat als Nachwuchsgewinnung für den Staatsdienst

In den letzten Monaten wurde bereits oft und viel darüber berichtet, dass einige Bundesländer vor einer großen Pensionierungswelle von Richtern und Staatsanwälten stehen werden. Diese Länder stehen vor der großen Herausforderung, sich bereits jetzt darum zu kümmern, geeignete Nachwuchsjuristen auszubilden. Im besten Falle schaffen es die Länder das Rechtsreferendariat derart attraktiv zu gestalten, dass viele gute Juristen sich dazu entscheiden, in dem jeweiligen Bundesland ihren juristischen Vorbereitungsdienst abzuleisten. Zudem können während des Vorbereitungsdienstes Angebote geschaffen werden, die den angehenden Volljuristen den Beruf des Richters bzw. Staatsanwalts schmackhaft machen.

Die Legal Tribune Online ist genau dieser Frage nachgegangen: Was tun die Bundesländer jetzt, um dem demnächst auftretenden Nachwuchsmangel in der Justiz entgegen zu wirken. Und wenn Du Dich über die aktuellen Einstellungsvoraussetzungen als Richter bzw. Staatsanwalt informieren möchtest, empfehlen wir Dir darüber hinaus Dich auf unseren Infoseiten zur Einstellung in den Staatsdienst zu informieren.

Trotz Beleidigung des Ausbilders: Juristin erhält nach 4 Jahren Zulassung

Über diesen Fall hatten wir bereits zwei Mal (hier und hier) in den RefNews berichtet: Eine Referendarin fühlte sich durch ihren Ausbilder in der Strafrechtsstation ungerecht behandelt und beleidigte diesen im Rahmen einer E-Mail: “Sie sind ein provinzieller Staatsanwalt, der nie aus dem Kaff rausgekommen ist, in dem er versauert. Ihr Weltbild entspricht dem des typischen deutschen Staatsbürgers von 1940. Als Sie mich vor sich hatten, sind Sie vor Neid fast erblasst. Ich konnte Ihren Hass geradezu sinnlich wahrnehmen. Am liebsten hätten Sie mich vergast, aber das ist ja heute out. Also taten Sie das einzige, wozu Ihnen Ihre begrenzte Position die Möglichkeit gibt: Sie stellten mir ein wirres Zeugnis aus, das an jeder Realität vorbeigeht.”  »»» 

Weibliche Berufseinsteiger verdienen in Kanzleien mehr als Männer
von

2017 – Laut einer azur-Associate-Umfrage ist das Gehalt der weiblichen Berufseinsteiger im ersten Berufsjahr höher als das der Männer. Und das sind mit durchschnittlich 101.000€ ganze 8% mehr! Das betrifft alle Kanzleien, also nicht nur Groß-, sondern auch kleine und mittlere Kanzleien. Obwohl auf das gesamte Berufsleben gesehen das Gehalt der Frauen immer noch hinter dem der Männer steht, sind sie sehr zufrieden damit.  »»» 

von Hapag-Lloyd AG
Praxis gefällig? Dann gehen Sie bei Hapag-Lloyd an Bord und sichern Sie sich beste Aussichten. Ob Sie sich für die operativen Bereiche einer internationalen Reederei interessieren, ob Sie in der Welt der Bits und Bytes zu Hause sind oder ob es Ihnen die Wirtschaftswissenschaften angetan haben: Wir bieten Ihnen verschiedene Möglichkeiten, Ihr Studium um praktische Erfahrungen zu ergänzen. Mit ca. 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Lande und zu Wasser haben wir die vielfältigsten Talente an Bord. Gemeinsam setzen wir alles daran, Güter aller Art von A nach B zu bringen. Wie wir dabei täglich höchste Standards hinsichtlich Zuverlässigkeit, Service, Produktivität und Umweltschutz erfüllen? Indem wir ein globales Team bilden, das durch Leidenschaft und modernste IT verbunden ist – und alles und jeden in den sicheren Hafen bringt.
Wird Resturlaub vergütet?
von

Wir haben hier in den RefNews schon darüber berichtet – der Forderung eines Referendars nach Vergütung für nicht genommene Urlaubstage.
Zum Hintergrund: Ein Referendar hatte bis zum Bestehen des zweiten Examens seinen Urlaub wissentlich noch nicht vollständig genommen. Das OVG Berlin-Brandenburg sollte dann klären, ob einer Forderung einer Auszahlung nachgegeben werden soll. Das Verfahren wurde ausgesetzt, da der EuGH um Mithilfe gebeten wurde.  »»» 

Gute Stationszeugnisse ersetzen nicht das 2. Examen!

Immer wieder diskutiert wird im Netz die Bedeutung guter AG- und Stationszeugnisse. Dabei darf man zwar den Wert dieser Zeugnisse nicht überschätzen. Denn es hängt oftmals vom jeweiligen AG-Leiter / Ausbilder ab, wie gut das Zeugnis letztlich ausfällt. Dennoch haben diese Zeugnisse sicherlich ihre Bedeutung, wenn man sich später auf den ersten Job bewirbt. Der BGH musste aber tatsächlich dazu Stellung nehmen, ob gute Stationszeugnisse ausreichen, um eine Anwaltszulassung zu bekommen, wenn man endgültig durch das zweite Staatsexamen gefallen ist!  »»» 

Unterhaltsbeihilfe ist Bezugsgröße für späteres Arbeitslosengeld

Ein ehemaliger Referendar aus Sachsen-Anhalt forderte, dass bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes nicht die geringe Unterhaltsbeihilfe zugrunde gelegt wird, sondern das erzielbare Einkommen als Richter. Das Arbeitsamt berechnete das Arbeitslosengeld aber nach der im letzten Jahr der Ausbildung bezogenen Unterhaltsbeihilfe i.H.v. 900 €/Monat brutto. Die hiergegen gerichtete Klage des Referendars wies das LSG Halle allerdings ab.  »»» 

Richter auf Probe – welche Examensergebnisse sind notwendig?
von

Wir haben für Euch unsere Richterseiten auf den neusten Stand gebracht! So könnt Ihr unter juristenkoffer.de/richter alle wesentlichen Informationen zu den Einstellungsvoraussetzungen nachlesen, die aktuell je nach Bundesland gefordert werden. Aber auch Wissenswertes über die Bewerbung, das Bewerbungsverfahren und Besonderheiten in den Fachgerichtsbarkeiten haben wir Euch zusammengestellt.

Hier könnt Ihr Euch einmal einen Überblick über die Anforderungen der Examensergebnisse verschaffen, die in Berlin sogar gesenkt wurden. Fachgerichtsbarkeiten können abweichen.   »»» 

Es muss nicht immer die Anwaltskarriere sein
von

Finanzbeamter, Jurist in einem Unternehmen oder in einem Ministerium, Anwalt oder Richter – sie alle haben die gleiche Grundlage, das Jurastudium. “Dem Absolventen steht eine Vielzahl von Möglichkeiten offen”, so der Generalsekretär des Vereins Deutscher Juristentag Andreas Nadler. Denn der Großteil der Volljuristen sind zwar Anwälte, das muss aber nicht so sein. Wie wäre es mit dem Arbeiten in Rechtsabteilungen von Unternehmen und Verbänden oder einer Richter- oder Staatsanwaltstätigkeit? Oder wäre vielleicht die Lehre und Forschung oder eine Steuerberatungskanzlei interessant? Aber auch die Branche Legal Tech birgt neue Herausforderungen.  »»» 

Die Weiterbildung zum Fachanwalt

Fakt ist: Die meisten Juristen werden nach dem 2. Examen den Beruf als Rechtsanwalt bzw. Rechtsanwältin ergreifen. Auch wenn man im Studium und Referendariat zum Generalisten ausgebildet wird, ist es heute üblich, nicht als „Feld-, Wald- und Wiesenanwalt“ zu arbeiten, sondern sich mit einer Fachanwaltschaft zu spezialisieren. Man sollte sich also frühzeitig mit dieser Form der Weiterbildung intensiv beschäftigen.

Informationen findet man im Internet ohne Probleme – beispielsweise auf dem Portal www.fachanwalt.de, das sich an Rechtssuchende (mit einer Suchfunktion, den passenden Fachanwalt zu finden) und an Juristen (mit Informationen zur Weiterbildung als Fachanwalt sowie vieler rechtsgebietsbezogener Infos) gleichermaßen richtet. So werden unter anderem die Unterschiede von einer Fachanwaltschaft einerseits und den Interessen- bzw. Tätigkeitsschwerpunkten eines Anwalts andererseits gut dargestellt:  »»» 

Überlastung an den Verwaltungsgerichten
von

Flüchtlinge klagen – Gerichte kommen nicht mehr hinter her. So sieht die derzeitige Situation an Deutschlands Verwaltungsgerichten aus.

Die Zahl der Asylverfahren ist drastisch gestiegen. 2015 waren es noch 50.000, 2016 100.00 und 2017 soll es sogar rund 200.000 Verfahren geben. “Die Arbeitsbelastung ist extrem hoch”, so Georg Schmidt, Gerichtspräsident der dpa. Und es klagen immer mehr Flüchtlingen gegen ablehnende Bescheide oder auf den vollen Flüchtlingsstatus.   »»» 

Unterschiede des Gehalts zwischen männlichen und weiblichen Associates
von

Es geht wieder einmal um das liebe Geld. Eine aktuelle azur-Associate-Umfrage 2016 hat nämlich herausgefunden, dass männliche Berufseinsteiger deutlich mehr verdienen als weibliche. In den ersten drei Berufsjahren ist dieser Unterschied noch am größten. Betrachtet wurde das durchschnittliche Jahresfestgehalt bei Vollzeitbeschäftigung.

erstes Berufsjahr: Unterschied von 4.000€ 

zweites Berufsjahr: Unterschied von 9.000€

drittes Berufsjahr: Unterschied von 10.000€  »»» 

Ursachen für den Rückgang von Rechtsanwälten
von

Wir berichteten ja schon einige Male über den Mangel von Volljuristen. Matthias Kilian, Direktor des Soldan Instituts, macht nun auf einen leichten Rückgang von Rechtsanwälten aufmerksam. So berichtet er, dass es Anfang 2017 0,2% weniger Anwälte als 2016 gab. Das sind 330 Anwälte weniger.

Diese Entwicklung ist laut Kilian auf einige Ursachen zurückzuführen.

a. Es gehen mehr Anwälte in den Ruhestand, als junge Volljuristen nachkommen.

b. Es gibt derzeit zwar 110.000 Jurastudenten in Deutschland, jedoch absolvieren nicht alle die zweite juristische Staatsprüfung.  »»» 

Ländervergleich zu Ausgaben für Richter und Staatsanwälte
von

Der DAV beschäftigte sich kürzlich mit der Höhe der Investition der einzelnen Bundesländer in die Justiz. Das erschreckende dabei: kein einziges Bundesland gibt auch nur 5% seines Haushaltsbudgets für die Justiz aus! Gemeint sind hier Sach- und Personalkosten für Richter und Staatsanwälte, wie strafrechtliche Ermittlungen oder Gerichtsverhandlungen. Dabei ist diese Berufsgruppe für den Staat noch verhältnismäßig günstig.

Die vom DAV veröffentlichte Statistik schlüsselt den Anteil am Gesamthaushalt 2016 der einzelnen Länder auf.  »»» 

Wo sind junge Juristen glücklicher – in der Großstadt oder auf dem Land?
von

Ende Mai 2017 wurde eine neue azur-Associate-Umfrage veröffentlicht, in der sich herausstellte, dass junge Juristen außerhalb von großen Anwaltsmetropolen glücklicher sind. Beleuchtet wurden verschiedene Gesichtspunkte wie die Work-Life-Balance, Aufstiegschancen, Zufriedenheit mit den eigenen Arbeitgebern, Gehalt und durchschnittliche Wochenstunden.

In der Metropole wird durchschnittlich 54,50 Stunden in der Woche mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 41,65 Euro gearbeitet. In der Regionalkanzlei sind es im Durchschnitt 51,00 Wochenstunden bei einem Durchschnittsstundenlohn von 32,93 Euro (Quelle: azur-Associateumfrage 2016).  »»»