Es ist endlich so weit. Nächste Woche habe ich meine mündliche Prüfung im Justizministerium Düsseldorf mit einem Aktenvortrag im Zivilrecht - juhu, kein Arbeitsrecht. Die Ladung kam im normalen Brief ca. 3 Wochen vorm Termin. Wie bei der Klausurenladung muss man ein Emfpangsbekenntnis unterschreiben und zurücksenden. Protokolle kann man auf der Seite protokolle-assessorexamen.de bestellen.
Auf unserer Partnerseite Juraexamen.info - der Online-Zeitschrift für Jurastudium, Staatsexamen und Referendariat - sind erste Berichte zu den Sachverhalten der Zivilrechtsklausuren in diesem Monat veröffentlicht worden.
Das LJPA scheint das "Pferderecht" fürs 2. Examen entdeckt zu haben. Zumindest in NRW hatten beide bisherigen Zivilrechtsklausuren etwas mit Pferden zu tun.
Zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung an bietet es das LJPA an, die mündliche Prüfung anderer Kandidaten anzuschauen und so einen Eindruck vom Ablauf zu erlangen. Dazu reicht es, eine Email an das LJPA zu senden. Die Zulassung zum gewünschten Termin erfolgt dann auch schnell.
Vergangenen Donnerstag war ich dann im Justizministerium, in dem die mündliche Prüfung stattfand.
Du bist juristische*r Referendar*in und möchtest deine Verwaltungs- bzw. Wahlstation im Personalbereich absolvieren? Dann haben wir für dich ein spannendes Themenfeld zu bieten: Bei uns im NDR sind ca. 5.000 Mitarbeitende und Freelancer in mehr als 40 verschiedenen Berufen in Redaktionen, Produktion und Verwaltung tätig, damit täglich rund um die Uhr journalistische Inhalte …
Im Januar hatten wir hier im RefBlog darüber berichtet, was im Jahr 2011 als S2-Klausur in NRW lief. Grundsätzlich möglich sind Revision oder Strafurteil, wobei die meisten Referendare sich eher eine Revisionsklausur wünschen. Wir haben darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren vor allem in den Monaten März, Juli und Sepetmber ein Urteil zu schreiben war.
Interessantes haben wir zum schriftlichen Examen in Niedersachsen gefunden: Zukünftig werden vor dem Einlass in den Klausurraum Kontrollen durchgeführt und die Referendare mit einem Metalldetektor kontrolliert!
"Diese Maßnahme dient der Aufdeckung von Täuschungsversuchen mittels digitaler Geräte und damit der Wahrung der Chancengleichheit aller Prüflinge" - so die Mitteilung des Justizminsteriums.
Letzte Woche sind die Notenmitteilungen für den Klausurendurchgang November 2011 verschickt worden. Das Landgericht Paderborn, dem ich zugewiesen bin, hat es sich auch nicht nehmen lassen, an just diesem Tag eine ganztägige Infoveranstaltung anzusetzen. Man kann sich vorstellen, dass wir Referendare des Monats November etwas auf glühenden Kohlen saßen, während bei meinen Kollegen und mir langsam die Briefe reinkamen.
So könnte das Motto der letzten Woche für mich gewesen sein. Nachdem ich Montag völlig erschöpft von meiner 1. AG in der Wahlstation aus Mainz zurückkam traute ich meinen Augen kaum als ich die Seite des Landesprüfungsamts im Internet betrachtete. Die Ergebnisse des schriftlichen Teils sollten Ende der 6. Woche zugehen. Nun ja für mich bedeutete dies erstmal einen kräftigen Schock.
Der Berliner Personalrat hat die Referendare im Kammergerichtsbezirk dazu befragt, ob sie für oder gegen eine Kommentierung der Gesetze sind. Derzeit dürfen nach der Hilfsmittelverordnung die Gesetze "keine inhaltlichen Zusätze, Einlagen, Randbemerkungen, Verweise auf andere Paragraphen, Textänderungen oder ähnliches enthalten. Auch Unterstreichungen und farbliche Hervorhebungen sind unzulässig."
Referendare, die demnächst ins schriftliche Examen gehen, stellen sich oft die Frage, ob sie als S2-Klausur eine Revision oder ein Strafurteil bekommen werden. Dies zeigt auch ein aktueller Thread im Jurawelt-Forum.
Wann im Jahr 2011 Revisions- oder Urteilsklausuren liefen, haben wir für euch recherchiert. Und ein Vergleich mit den vergangenen Jahren zeigt: Man kann offenbar absehen, welchen Klausurtyp man im Examen erhält!
Via Artikel auf Juraexamen.info sind wir auf eine Meldung von Beck Aktuell aufmerksam geworden. Danach soll ab 2013 im 2. Examen als neue Klausurform im Rahmen der Anwaltsklausuren bundesweit die Kautelarklausur eingeführt werden.
Das Niedersächsische Landesjustizprüfungsamt hat laut Beck inzwischen Richtlinien für das Stellen und Bewerten dieser Klausurform vorgelegt.
So bevor ich vollständig ins Delirium falle und den Sachverhalt der Klausur vergesse, haue ich ihn einmal kurz in die Tasten. Heute stand eine Anwaltsklausur aus dem Bereich des Schulrechts an. Eine ähnliche Klausur hatten wir auch in der F-AG (mein Dank gilt an dieser Stelle Herrn Meiberg). Ich wollte während der Klausur noch 5 Minuten Schreibzeitverlängerung beantragen, weil ich die Schule kannte, an der der "fiktive" Fall spielte.
Heute stand die verwaltungsrechtliche Gerichtsentscheidung auf dem Programm. Der Sachverhalt war dankbar (12 Seiten + 1 Blatt Kalender). Inhaltlich ging es nach allerlei abwegigen Rechtsmaterien in der F-AG (Wohnwagengesetz, IFG) mal um Baurecht.
Der Kläger war seit 1978 Eigentümer eines Grundstücks in Düsseldorf. Das Grundstück lag in mitten einer kleinen, fast dörflichen Siedlung.