Die kontinuierliche Vorbereitung auf das Examen wird durch ein breites Spektrum an freiwilligen und verpflichtenden Übungsmöglichkeiten unterstützt. Die Klausurenkurse werden von den vier Landgerichten Kiel, Lübeck, Flensburg und Itzehoe angeboten und stehen grundsätzlich allen Referendaren des OLG-Bezirks offen.
In den verschiedenen Bezirken gelten unterschiedliche Modalitäten:
- Itzehoe: Klausuren werden montags ausgegeben; Abgabe ist online oder in Papierform möglich. Die Besprechung erfolgt meist drei Wochen später per Videokonferenz.
- Kiel: Der Kurs findet freitags statt, wahlweise vor Ort oder online über das IQUL-Portal. Eine Teilnahme für Referendare fremder Bezirke ist hier aus Kapazitätsgründen eingeschränkt.
- Flensburg: Ebenfalls freitags; die Anmeldung erfolgt über die IT-Stelle des Landgerichts.
- Lübeck: Hier gibt es einen „großen“ Kurs für Fortgeschrittene und einen „kleinen“ Kurs für Einsteiger. Letzterer konzentriert sich auf StA- und Zivilurteilsklausuren und beinhaltet eine Anwesenheitspflicht bei den Besprechungen.
Seit April 2024 werden Klausuren verstärkt elektronisch über das IQUL-Portal bearbeitet, was die Bedingungen des eExamens simuliert. Die Bearbeitungszeit beträgt einheitlich von 8:30 bis 13:30 Uhr. In den Pflicht-Arbeitsgemeinschaften besteht zudem nach § 34 Abs. 3 JAVO die Pflicht, die dort angebotenen Klausuren anzufertigen und abzuliefern.
Zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung dienen spezielle Aktenvortragskurse. In Kiel wird beispielsweise eine AG für den Schwerpunkt im öffentlichen Recht angeboten. In anderen Bezirken finden solche Kurse oft auf Nachfrage statt. Ziel ist es, die freie Rede und die Strukturierung eines Falls unter Zeitdruck (90 Minuten Vorbereitung) zu trainieren. Die Teilnahme an diesen freiwilligen Kursen wird dringend empfohlen, da der Aktenvortrag einen signifikanten Teil der mündlichen Note ausmacht.




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