Der Weg ins Referendariat beginnt mit einem ordentlichen Stapel Papier (oder Bits und Bytes). Dein Zulassungsgesuch richtest du schriftlich oder elektronisch an das Saarländische Oberlandesgericht. Wichtig: Nutze unbedingt den offiziellen Vordruck! In diesem Formular musst du nicht nur deinen Namen und deine Adresse angeben, sondern auch detailliert über deinen bisherigen Werdegang (Schule, Studium, Bundeswehr, Kinderzeiten) berichten.
Hier ist die ultimative Checkliste der Unterlagen, die du einreichen musst:
- Einen unterschriebenen, lückenlosen Lebenslauf.
- Eine beglaubigte Abschrift deines Reifezeugnisses (Abitur).
- Eine beglaubigte Abschrift deines Zeugnisses über die erste juristische Prüfung.
- Ein aktuelles Führungszeugnis (Belegart O – zur Vorlage bei einer Behörde), das zum Ende der Bewerbungsfrist nicht älter als zwei Monate sein darf.
- Erklärungen über etwaige anhängige Straf- oder Ermittlungsverfahren.
- Eine Erklärung zu deinem Gesundheitszustand.
- Eine Erklärung zur Verfassungstreue.
- Nachweise über Dienstleistungen (Wehrdienst, FSJ, Bundesfreiwilligendienst), falls vorhanden.
- Falls zutreffend: Eine Ablichtung des Schwerbehindertenausweises.
- Falls du einen Härtefall geltend machst: Eine Aufzählung der Tatsachen, die eine Nichtzulassung als außergewöhnliche Härte erscheinen lassen.
- Angaben zu deiner Staatsangehörigkeit.
- Versicherung, ob du schon mal irgendwo im Referendariat warst oder dich woanders beworben hast.
Das OLG ist da recht genau und kann im Zweifel auch die Originale sehen wollen. Du musst außerdem versichern, dass deine Angaben der Wahrheit entsprechen. Sobald deine Unterlagen vollständig sind und die Frist (15.1. oder 15.7.) abgelaufen ist, geht das Auswahlverfahren los. Wenn du ausgewählt wirst, wirst du in ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis aufgenommen und darfst dich „Rechtsreferendar“ nennen.




Juristenkoffer.de ist einer der ersten und mit weit mehr als 35.000 zufriedenen Kunden einer der größten