Das Referendariat im Saarland dauert insgesamt zwei Jahre (24 Monate). Es ist in einen bunten Mix aus Stationen unterteilt:
- Strafrechtsstation (3 Monate): Meistens bei der Staatsanwaltschaft, wo du lernst, wie man Anklagen schreibt und sogar selbst die Anklage vor dem Strafrichter vertritt.
- Zivilrechtsstation (5 Monate): Bei einem Amts- oder Landgericht. Hier schreibst du Urteile und lernst die „Relationstechnik“.
- Verwaltungsstation (3 Monate): Bei einer Behörde deiner Wahl (Stadt, Ministerium etc.) oder auch mal beim Verwaltungsgericht.
- Rechtsanwaltsstation I (6 Monate): Die längste Zeit. Du lernst das Handwerk bei einem Anwalt deiner Wahl.
- Rechtsanwaltsstation II (4 Monate): Weitere Vertiefung beim Anwalt, oft zur Vorbereitung auf das Examen.
- Wahlstation (3 Monate): Hier kannst du dich spezialisieren – egal ob beim Notar, im Unternehmen oder sogar bei der EU.
Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, kann das Ganze auch in Teilzeit machen. Dann reduziert sich der Dienst um ein Fünftel und die Ausbildung dauert insgesamt 30 Monate. Die Unterhaltsbeihilfe wird dann entsprechend um ein Fünftel gekürzt. Während der Stationen hast du nicht nur die Arbeit am Schreibtisch des Ausbilders, sondern musst auch regelmäßig zu Arbeitsgemeinschaften (AGs), die Pflicht sind und dem praktischen Lernen dienen. Urlaub gibt es natürlich auch: 30 Tage pro Jahr, wobei du ihn nicht während der Einführungslehrgänge nehmen solltest.




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