Das Referendariat in M-V dauert insgesamt 24 Monate. Es ist ein echter Marathon durch die verschiedenen Rechtsgebiete, unterteilt in fünf Stationen:
- Zivilrechtsstation (1. – 5. Monat): Los geht’s mit einem zweiwöchigen Einführungslehrgang. Danach bist du bei einem Amts- oder Landgericht und lernst, wie man Urteile schreibt und Verhandlungen leitet. Begleitet wird das Ganze von einer wöchentlichen AG.
- Verwaltungsstation (6. – 8. Monat): Hier kannst du zu einer Behörde (z.B. Stadtverwaltung, Ministerium) oder zum Verwaltungsgericht gehen. Ein Highlight in M-V: Du kannst diese drei Monate auch an der Universität Speyer verbringen, was viele für den „Blick über den Tellerrand“ nutzen.
- Strafrechtsstation (9. – 12. Monat): In der Regel verbringst du diese Zeit bei der Staatsanwaltschaft und darfst dort oft sogar selbst die Anklage in der Sitzung vertreten. Alternativ geht es zu einem Strafrichter am Amts- oder Landgericht.
- Rechtsanwaltsstation (13. – 21. Monat): Das ist mit 9 Monaten der längste Brocken. Du suchst dir einen Anwalt (oder Notar für bis zu 3 Monate) und lernst das Handwerk der Rechtsberatung und Schriftsatzfertigung. Am Ende dieser Station (ca. im 21. Monat) schreibst du auch deine Examensklausuren.
- Wahlstation (22. – 24. Monat): Zum Abschluss darfst du dich in einem Schwerpunktbereich spezialisieren. Das kann bei Gerichten, Behörden oder auch im Ausland sein.
M-V ist sehr flexibel: Du kannst bis zu 12 Monate deines Referendariats (z.B. Anwalts- und Wahlstation) in einem anderen Bundesland oder sogar im Ausland verbringen. Nur Zivil- und Strafstation müssen zwingend im Land absolviert werden. Das gibt dir die Chance, mal richtig rauszukommen, bevor der Ernst des Lebens als Volljurist beginnt.




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