Während der gesamten Zeit begleiten dich die Arbeitsgemeinschaften (AGs). Die Teilnahme daran ist Dienstpflicht – unentschuldigtes Fehlen kann Ärger und sogar Geldkürzungen bedeuten.
Es gibt zwei Arten von AGs:
- Pflicht-AGs: Diese finden parallel zu den Stationen Strafrecht, Zivilrecht, Verwaltung und Anwalt statt. Sie starten meist mit einem intensiven Einführungskurs (Blockveranstaltung von ca. 10 Tagen). Hier wird dir das Handwerkszeug für die jeweilige Station vermittelt.
- Wahlpflicht-AGs: Davon musst du während deines Referendariats mindestens eine besuchen. Du kannst sie unabhängig von deinem Wahlschwerpunkt wählen. Die Themen sind vielfältig und reichen von Familienrecht über Steuerrecht bis hin zu „Kritischer Reflexion des Rechts“ (Aufarbeitung von NS- und SED-Unrecht).
Zusätzlich gibt es spezielle Angebote wie den Strafvollzugskurs, bei dem du sogar ein paar Tage in einer JVA oder der Forensik verbringst, um mal die andere Seite des Schreibtischs zu sehen. Für die verwaltungswissenschaftliche Weiterbildung wird oft die Uni Speyer empfohlen. Hamburg bietet zudem eine Lernplattform namens „StadtWissen“ an, auf der du Online-Inhalte und Materialien für die Ausbildung findest. Wer sich für Mediation oder Verhandlungsmanagement interessiert, findet auch dazu oft Angebote, da diese Schlüsselqualifikationen gesetzlich vorgeschrieben sind.




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