Das Referendariat in Hamburg dauert insgesamt 24 Monate. Es ist ein klassischer 5-Stufen-Plan nach dem Hamburgischen Juristenausbildungsgesetz (HmbJAG).
Der Ablauf sieht so aus:
- Strafrechtsstation (3 Monate): Du startest entweder bei der Staatsanwaltschaft oder bei einem Strafgericht. Hier lernst du, wie man Anklagen schreibt oder Urteile entwirft.
- Zivilrechtsstation (3 Monate): Danach geht’s zum Amts- oder Landgericht in Zivilsachen. Relationstechnik ist hier das Zauberwort.
- Verwaltungsstation (3 Monate): Hier landest du bei einer Behörde (z. B. Senatskanzlei, Umweltbehörde oder Bezirksamt). Alternativ kannst du auch an die Verwaltungshochschule in Speyer gehen. In dieser Station hast du als einzige einen offiziellen Studientag pro Woche.
- Rechtsanwaltsstation (9 Monate): Der längste Block. Du suchst dir eine Kanzlei, die dich ausbildet. Du kannst diese Station auch splitten oder drei Monate davon bei einem Notar oder in einem Unternehmen verbringen.
- Wahlstationen (2 x 3 Monate): Zum Schluss darfst du zwei Mal drei Monate dort verbringen, wo es dir am besten gefällt, um deinen Schwerpunkt zu vertiefen.
Die Reihenfolge der ersten beiden Stationen und der letzten Wahlstation ist fix. Die Verwaltungsstation darf außerdem nicht unmittelbar vor den schriftlichen Klausuren im 21. Monat liegen. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt offiziell 40 Stunden, wobei die Präsenzpflicht in den Stationen in der Regel bei 28,5 Stunden liegt. Den Rest der Zeit brauchst du für die Vor- und Nachbereitung und natürlich für die Examensvorbereitung. Seit 2023 gibt es in Hamburg übrigens auch die Möglichkeit, das Referendariat in Teilzeit zu absolvieren, wenn du z. B. Kinder betreust oder Angehörige pflegst. Das verlängert die Gesamtdauer dann entsprechend.




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