Über die Pflichtstationen hinaus bietet die bayerische Justiz zahlreiche freiwillige Zusatzqualifikationen an, um die Berufschancen der Referendare zu erhöhen. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist oft kostenfrei oder wird bezuschusst.
Wichtige Angebote umfassen:
- Workshop zum Verhandlungsmanagement: Ein zweitägiges Training nach dem „Münchener Modell“, das praktische Verhandlungsfertigkeiten vermittelt. Es ist Voraussetzung für den Mediationskurs.
- Ausbildung zum Wirtschaftsmediator: Ein mehrtägiges Seminar (meist 5-6 Tage) zur Streitschlichtung.
- Rhetorik- und Argumentationsseminare: Kurse zur juristischen Rhetorik, die auch auf den Sitzungsdienst bei der Staatsanwaltschaft vorbereiten.
- Seminar „Moderne Betriebswirtschaft“ und „Handelsbilanzen“: In Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) werden betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vermittelt.
- Legal Tech und Digitalisierung: Online-Seminare zu Künstlicher Intelligenz, E-Akte und digitalen Arbeitsformen in der Rechtspraxis.
- Fremdsprachenausbildung: Zuschüsse zu fachspezifischen Fremdsprachenkursen (insb. Englisch) an bayerischen Universitäten.
- Juristen im Nationalsozialismus: Eine Fortbildungsveranstaltung im Memorium Nürnberger Prozesse zur Sensibilisierung für rechtsstaatliche Gefahren.
- Datenbankzugang: Referendare erhalten kostenfreien Zugang zur Datenbank beck-online.Bayern.Rechtsreferendariat.
- PC-Kurse: Speziell auf juristische Textverarbeitung zugeschnittene Kurse.
Auslagen für diese Veranstaltungen können teilweise wie bei Dienstreisen nach dem Bayerischen Reisekostengesetz (BayRKG) erstattet werden, sofern sie als förderungswürdig anerkannt sind.




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