RefNews

Das Blog zum Rechtsreferendariat

KOMMENTARE MIETEN STATT KAUFEN
  • RefNews - Der Blog von und für Rechtsreferendare


REFERENDARIATNEWS
REFNEWS
  Ausgabe 34/2017
Dienstag, der 22.08.2017
     

Thüringen sucht händeringend Rechtsreferendare
von

Seit einem guten Jahr sind Rechtsreferendare in Thüringen in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis angestellt, und sind daher keine Beamte auf Widerruf mehr. So war Thüringen das letzte Land, das hierauf umgestellt hat. Von dem eh schon reduzierten Gehalt werden aber auch noch Rentenversicherungsbeiträge abgezogen, was in allen anderen Ländern nicht der Fall ist. Viele suchen sich aufgrund dessen einen Nebenverdienst. Für Referendare sind das natürlich keine guten Gründe, ihren Vorbereitungsdienst in Thüringen zu absolvieren.  »»» 

Ländervergleich zu Ausgaben für Richter und Staatsanwälte
von

Der DAV beschäftigte sich kürzlich mit der Höhe der Investition der einzelnen Bundesländer in die Justiz. Das erschreckende dabei: kein einziges Bundesland gibt auch nur 5% seines Haushaltsbudgets für die Justiz aus! Gemeint sind hier Sach- und Personalkosten für Richter und Staatsanwälte, wie strafrechtliche Ermittlungen oder Gerichtsverhandlungen. Dabei ist diese Berufsgruppe für den Staat noch verhältnismäßig günstig.

Die vom DAV veröffentlichte Statistik schlüsselt den Anteil am Gesamthaushalt 2016 der einzelnen Länder auf.  »»» 

OVG-Urteil: Gewisse Wahrscheinlichkeit der Täuschung bei mündlicher Prüfung
von

Das OVG Rheinland-Pfalz hat mit Urteil vom 03.02.2012 (Az.: 10 A 11083/11)  entschieden, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer Täuschungshandlung nicht ausreicht, um die Aufhebung der Bewertung der mündlichen Prüfung und die Wiederholung der Prüfung anzuordnen. Geklagt hatte eine Rechtsreferendarin, deren Prüfungsleistung in der mündlichen Prüfung zum 2.Staatsexamen durch das Landesprüfungsamt vollständig aufgehoben wurde.  »»» 

von Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW
Das Referat 416 "Rechtsfragen der Forschungs- und Technologiepolitik, Zentrale Vergabestelle, Beratung in Vertrags- und Verfahrensfragen" ist mit den rechtlichen Aspekten der Forschungs- und Technologiepolitik befasst. Hier sind zunächst Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem staatlichen Zuwendungsrecht, z.B. mit der Rückforderung von Fördermitteln, zu nennen. Zudem ist das Referat zuständig für Vergabeverfahren des Hauses sowie Vergaberecht an den Hochschulen, Erstellung und Prüfung privatrechtlicher Verträge und Erstellung von Rechtsgutachten im Bereich des Forschungsrechts (z.B. Gewerblicher Rechtsschutz). Das Referat ist auch befasst mit Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Beteiligung an Forschungseinrichtungen (z.B. Stiftungs-, Gesellschafts- und EU-Beihilfenrecht).
Zulassung von Bürgern aus EU-Staaten zum Rechtsreferendariat

Per Email erhielten wir die Anfrage einer Referendarin, deren fränzösischer Freund nun zum deutschen Referendariat zugelassen werden wollte. Zu der Frage, ob und wie das möglich ist, antworteten wir ihr, dass sich ihr Freund anerkennen lassen muss, dass sein französischer Abschluss dem ersten Staatsexamen gleichwertig ist. Anschließend kann er sich dann wie jeder andere auch um einen Referendariatsplatz bewerben.  »»» 

Regelungen der Länder zum “Gnadenversuch”

Leider müssen sich manche Referendare nach zweimaligem Durchfallen darüber informieren, unter welchen Voraussetzungen ein dritter Versuch im 2. Examen möglich ist. Die gute Nachricht: Ein solcher “Gnadenversuch” ist in allen Ländern vorgesehen. Allerdings unterscheiden sich die Regelungen inhaltlich voneinander. Zum Teil muss man z.B. in der ersten Wiederholungsprüfung einen bestimmten Schnitt erreicht haben, um einen Antrag stellen zu können.  »»» 

Wo sind junge Juristen glücklicher – in der Großstadt oder auf dem Land?
von

Ende Mai 2017 wurde eine neue azur-Associate-Umfrage veröffentlicht, in der sich herausstellte, dass junge Juristen außerhalb von großen Anwaltsmetropolen glücklicher sind. Beleuchtet wurden verschiedene Gesichtspunkte wie die Work-Life-Balance, Aufstiegschancen, Zufriedenheit mit den eigenen Arbeitgebern, Gehalt und durchschnittliche Wochenstunden.

In der Metropole wird durchschnittlich 54,50 Stunden in der Woche mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 41,65 Euro gearbeitet. In der Regionalkanzlei sind es im Durchschnitt 51,00 Wochenstunden bei einem Durchschnittsstundenlohn von 32,93 Euro (Quelle: azur-Associateumfrage 2016).  »»» 

Deine Meinung zählt

Wie schätzt Du das Essen Deiner Gerichtskantine ein?

Empfohlene Mindesttätigkeit in der Anwaltsstation
von

Viele Rechtsanwaltskammern, so zum Beispiel die RAK Koblenz, stellen auf ihren Seiten Dokumente zur Verfügung, welche die empfohlenen Mindesttätigkeiten der Referendare während der Anwaltsstation auflisten. in diesem Katalog finden sich neben Besprechungen mit Mandanten das Verfassen von Schriftsätzen und die Teilnahme an Gerichtsterminen. Die Kammern empfehlen aber außerdem (zwar fakultativ, aber immerhin) Tätigkeiten auf dem Gebiet der Büropraxis und Büroorganisation.  »»» 

Rechtsreferendarinnen mit Kopftuch in den Gerichtssaal?
von

Es ist schon lange Thema: Das Tragen von Kopftüchern im öffentlichen Dienst. 2015 sprach sich das Bundesverfassungsgericht gegen ein pauschales Kopftuchverbot für Pädagogen aus. Doch wie sieht es in der Justiz aus?

Bezirksamt Berlin-Neukölln 2015: eine Muslimin wollte einen Teil ihrer Ausbildung bei dem Rechtsamt absolvieren, ihr wurden aber strenge Auflagen bezüglich ihres Kopftuchs gemacht. Sie suchte sich letztendlich eine andere Stelle.

Augsburg 2016: eine muslimische Jurastudentin wandte sich gegen das in Bayern seit acht Jahren praktizierte Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen und bekam recht.

Hessen April 2017: das VG Frankfurt am Main räumte einer Rechtsreferendarin islamischen Glaubens das Recht ein, ihren Vorbereitungsdienst mit Kopftuch zu absolvieren.  »»» 

Blick über den Tellerrand: Der Dichterjurist
von

So vielfältige Talente wie bei den Juristen findet man in kaum einer anderen Berufsgruppe, daher wundert es kaum, dass sich für einige sogar eigene Begrifflichkeiten entwickeln. Der Kategorie “Dichterjurist” (was sich dahinter verbirgt ist klar: Dichter mit juristischer Ausbildung) gehören beispielsweise laut Wikipedia 311 Berühmtheiten an. Johann Wolfgang von Goethe kennt jeder als Dichterjuristen, aber auch Novalis, Heinrich Heine und Theodor Storm waren Juristen.  »»» 

Obduktion in der Strafrechtsstation
von

Die Strafrechtsstation ist eine der abwechslungsreichsten Stationen von allen: Polizeifahrt, JVA-Besuch, Trinktest und eben auch die Möglichkeit, bei einer Obduktion dabei zu sein, womit sich dieser Artikel beschäftigt.

Wie auch die anderen Highlights der Strafrechtsstation ist die Teilnahme an der Obduktion natürlich freiwillig und keine Pflichtveranstaltung. Zu Beginn der Station wird meist durch den AG-Leiter abgefragt, wer Interesse hat.  »»» 

Veranstaltungstipp: Die JURAcon Düsseldorf am 13. Juli 2017

EinzelgesprächeWenn ihr euch einen Überblick über den juristischen Arbeitsmarkt verschaffen, erste Karriereweichen stellen oder bereits entscheidende Kontakte zu Partnern und Personalverantwortlichen namhafter Kanzleien und anderer potentieller Arbeitgebern knüpfen möchtet, solltet ihr die Karrieremessen und Einzelgesprächs-Events unseres Kooperationspartners JURAcon auf keinen Fall verpassen!

Nächstes Karriere-Event: Die JURAcon Düsseldorf am 13. Juli 2017

Die JURAcon Düsseldorf bietet als Einzelgesprächs-Event Studierenden, Referendaren und Volljuristen die Gelegenheit, an nur einem Tag und Ort mit einer exklusiven Auswahl an  Kanzleien und Unternehmen ins Gespräch zu kommen, sich über die individuellen Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten zu informieren und so wichtige Kontakte zu potentiellen Wunsch-arbeitgebern zu knüpfen.  »»» 

Referendar führt Protokoll – Grund zur Revision?
von

Landgericht Bremen – Rechtsreferendare führten an zwei Hauptverhandlungstagen das Protokoll, nicht so wie sonst ein Urkundsbeamter der Geschäftsstelle. Sie befanden sich im strafrechtlichen Ausbildungsabschnitt, nachdem sie die Zivilstation schon absolviert hatten. Damit sie dem Protokollieren gewachsen waren, wurden sie zuvor theoretisch und praktisch eingewiesen.

Nun wandten sich die Angeklagten gegen ihre Verurteilung, da ein Verstoß gegen §§ 226 Abs. 1, 338 Nr. StPO vorliege. Denn die Hauptversammlung sei nicht in ununterbrochener Gegenwart eines Urkundsbeamten der Geschäftsstelle erfolgt.   »»» 

Deutsch-Südafrikanische Juristenvereinigung
von

Wer sich für eine Auslandsstation in Südafrika interessiert, dem seien die Seiten der Deutsch-Südafrikanischen Juristenvereinigung ans Herz gelegt: Hier finden sich aktuelle Aufstellungen über Ausbildungsstellen, Erfahrungsberichte und Infos als Linksammlung, die man für diesen Aufenthalt benötigt. Angefangen mit Einreisebestimmungen über Reiseführer bis hin zu einem Verzeichnis von Backpacker-Hotels in Südafrika bleiben kaum Fragen offen.  »»» 

Internationaler Studentenausweis für Referendare
von

Nach dem 1. Staatsexamen ist man zwar kein Student im eigentlichen Sinne – einen Studentenausweis besitzt man nicht mehr und kommt so nicht in den Genuss verschiedener Vergünstigungen an die man sich im Laufe der Jahre so gewöhnt hat.

Es gibt aber doch eine Möglichkeit, die Vorzüge weiter zu genießen: Den Internationalen Studentenausweis!  »»»