Wahlstation in Sydney – ein Erfahrungsbericht von Marius Rakers aus dem Jahr 2019.
Hinweis der Redaktion: Die Station fand von Januar bis März 2019 statt. Die persönlichen Erfahrungen haben wir unverändert gelassen; praktische Angaben zu Visum, Nahverkehr, Mobilfunk und Mieten geben den Stand von 2019 wieder, soweit sie nicht ausdrücklich aktualisiert sind. Aktuelle Hinweise findet ihr im Kasten am Ende des Berichts.
Die Wahlstation im Referendariat bietet eine hervorragende Möglichkeit, vor dem Berufseinstieg Auslandserfahrung zu sammeln. Aber gerade nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, diese drei Monate im Ausland zu verbringen, stellte sich die Frage nach dem Ort und den organisatorischen Anforderungen. In diesem Beitrag möchte ich euch eine Station in Sydney näherbringen und denen, die sich dafür entscheiden, einige Hilfestellungen geben. Für diesen Zweck beschreibe ich euch meine Station recht detailliert, von der Entschlussfassung bis zur Rückreise. »»»



Es gibt wahrscheinlich nichts Schlimmeres, als kurz vor dem Examen oder sogar während der Klausuren krank zu werden und das Examen abbrechen zu müssen. In einem Artikel sind wir bereits auf das
Als Referendar hat man chronisch wenig Geld und freut sich auf die Abgabe der Steuererklärung, da man gute Chancen hat, die Lohnsteuer wieder zu bekommen. Sofern die jährlichen Einkünfte abzüglich Pauschbeträgen etc. also unter dem Grundfreibetrag bleiben (für 2026: 12.348 €), gibt’s keine Probleme und die Überweisung vom Finanzamt darf freudig erwartet werden.
Wir verbinden die Spezialisierung einer mittelständischen Kanzlei mit einem engagierten Team. Unsere anspruchsvollen Mandanten und vielfältigen Mandate bieten Ihnen Raum, sich persönlich weiterzüntwickeln.
Zur Vorbereitung auf das Assessorexamen reicht die praktische Ausbildung z. B. bei Gericht und der Besuch der Arbeitsgemeinschaft nicht aus. Wie auch beim Referendarexamen kommt es auf die Übung bei den schriftlichen Klausuren an. Viele Rechtsreferendare greifen daher zu Klausurenkursen, Übungsbüchern und Skripten.
Der damalige hauptamtliche AG-Leiter beim LG Landshut, Andreas Stegbauer, äußerte 2018 im Gespräch mit der NJW die Ansicht, dass die Mehrzahl der angehenden Referendare schlecht vorbereitet in den juristischen Vorbereitungsdienst geht. Ihnen fehle eine Vorstellung davon, was sie im Referendariat erwarte. Stegbauer führte aus, dass im Referendariat der Schwerpunkt im Prozessrecht liege. Viele Referendare hätten das Zivilprozessrecht im Studium aber allenfalls in den Grundzügen behandelt. Ein weiteres Problem sah der AG-Leiter darin, dass viele Referendare erwarteten, im Vorbereitungsdienst Lücken im materiellen Recht noch schließen zu können.
Die Gretchenfrage im 2. Examen: Soll man sich im Strafrecht auf eine Revisionsklausur vorbereiten oder muss man mit einer Urteilsklausur als S2-Klausur rechnen? Diese Frage stellt sich insbesondere für alle Referendare in NRW, die im schriftlichen Teil acht Aufsichtsarbeiten schreiben, davon zwei im Strafrecht.
Wie es einem als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft ergehen kann, schilderte Rechtsanwalt Rainer Pohlen (Mönchengladbach) im Jahr 2013 in einem Beitrag in seinem „strafblog“, der inzwischen nicht mehr online verfügbar ist. Gegenstand des Verfahrens war der Vorwurf der Hehlerei. Nach der Einlassung des Angeklagten sowie der Beweisaufnahme war das Vorliegen des notwendigen Vorsatzes zumindest sehr zweifelhaft. Der Richter regte daher eine Einstellung nach § 153a StPO an, der Verteidiger wäre wohl mit einer Einstellung nach § 153 StPO einverstanden gewesen. Also musste die Referendarin während der Verhandlung ins Richterzimmer und telefonieren.
Diejenigen Referendare, die gerne im Rahmen des Referendariats eine gewisse Zeit im Ausland verbringen möchten, planen diesen Aufenthalt in der Regel für die Anwalts- oder die Wahlstation ein, teils auch für die Verwaltungsstation. Was viele nicht wissen: In einigen Bundesländern – etwa in Nordrhein-Westfalen – kann man sogar Teile der Zivil- und Strafrechtsstation im Ausland verbringen!
Nach Ende des Studiums hat man eventuell die Entscheidung zu treffen, sofort eine Zusatzqualifikation wie Promotion oder LL.M. zu machen oder aber zunächst durchzustarten und sich für eine Referendarstelle zu bewerben. In diesem Beitrag geht es vor allem um die Promotion.
In den meisten Ländern ist die Strafstation – meist bei der Staatsanwaltschaft – die zweite Pflichtstation im juristischen Referendariat; Reihenfolge und Dauer regelt das jeweilige Landesrecht. In Nordrhein-Westfalen etwa dauert die Strafstation drei Monate; reichen die Ausbildungsplätze bei den Staatsanwaltschaften des Bezirks nicht aus, kann sie bei einem Strafgericht abgeleistet werden (§ 35 Abs. 2 Nr. 2 JAG NRW). Normalfall bleibt aber die Ausbildung bei einem Staatsanwalt. Dies bietet sich in der Praxis natürlich auch an, da die strafrechtlichen Klausuren im zweiten Staatsexamen zumeist auch aus der Perspektive der Staatsanwaltschaft gestellt werden.
Bereits 2009 ging ein ehemaliger Rechtsreferendar erfolgreich gegen das Verwaltungsgericht Chemnitz vor, das sich mehr als zwei Jahre Zeit ließ, um über seine Klage auf Zulassung zur 2. Wiederholungsprüfung zu entscheiden.
Das Rechtsreferendariat als eng gestaltetes Ausbildungsverhältnis ist nicht vereinbar mit einer Tätigkeit als Steuerberater, so das Finanzgericht Münster in seinem Urteil vom 20.07.2011 (7 K 77/11 StB; Revision nicht zugelassen).
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