Sachsen-Anhalt stellt seine Juristenausbildung neu auf und rückt dabei auch das Referendariat stärker in den Mittelpunkt. Der Landtag hat ein neues Juristenausbildungsgesetz beschlossen, das die klassische Ausbildung zur Volljuristin und zum Volljuristen beibehält, aber an mehreren Stellen flexibler macht. Wie mj.sachsen-anhalt.de berichtet, bleiben erstes und zweites juristisches Staatsexamen weiterhin die maßgeblichen Abschlüsse für Richteramt, Staatsanwaltschaft, Anwaltschaft und weitere volljuristische Berufswege.
Für angehende Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare ist vor allem die Öffnung des Vorbereitungsdienstes interessant. Wer ein Kind tatsächlich betreut oder pflegebedürftige Angehörige versorgt, soll den juristischen Vorbereitungsdienst künftig in Teilzeit absolvieren können. Außerdem sieht das Gesetz Wahlfreiheit beim Status vor: Referendarinnen und Referendare können zwischen Verbeamtung auf Widerruf und öffentlich-rechtlichem Ausbildungsverhältnis wählen. Das kann für Bewerberinnen und Bewerber relevant werden, die familiäre Pflichten, Krankenversicherung, Beihilfe oder spätere Karriereplanung frühzeitig mitdenken müssen. »»»




Das Stationszeugnis hat eine Doppelfunktion: Es gibt Auskunft über das Erreichen des Ausbildungsziels und zeigt auf, ob der Referendar allen Anforderungen entspricht oder ob es evtl. Bereiche gibt, in denen er sich noch Fertigkeiten aneignen sollte (

Wer wir sind
Wir sind eine in Berlin-Wilmersdorf ansässige, auf das Notariat spezialisierte Kanzlei mit Schwerpunkt in der gestaltenden Rechtsberatung. Unser Fokus liegt insbesondere im Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht sowie im Erb- und Familienrecht.
Unsere Notare beraten sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen umfassend bei komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen und begleiten Transaktionen von der Strukturierung bis zur Umsetzung.
Die Arbeit im Notariat verstehen wir als Teamleistung: Hochqualifizierte Mitarbeiter unterstützen die Vorbereitung und Durchführung notarieller Vorgänge mit einem hohen Anspruch an Präzision, Effizienz und Verlässlichkeit.
Wir legen Wert auf eine sachliche, lösungsorientierte Beratung und eine persönliche Betreuung unserer Mandanten – mit dem Ziel, rechtssichere und wirtschaftlich sinnvolle Ergebnisse zu schaffen. 

Nachdem das Referendariat beendet ist, gehts für die Meisten direkt in die Bewerbungsphase. Sofern man sich beispielsweise für den öffentlichen Dienst bewirbt, wird oft die Einwilligung zur Einsichtnahme in die Personalakte aus dem Referendariat gefordert bzw. die Ausstellung einer dem entsprechenden Vollmacht. Dort befinden sich schließlich alle Stationszeugnisse und Beurteilungen sowie sonstige Infos aus der vergangenen Referendarszeit. In der Vollmacht muss man natürlich auch angeben, wo diese Akte denn nun abrufbar ist. 


In Nordrhein‑Westfalen kam es 2019 zu einem ungewöhnlichen Streit um die Bewertung von Klausuren im zweiten juristischen Staatsexamen. Ein Referendar hatte in seinen acht Klausuren die Mindestdurchschnittsnote von 3,5 Punkten nicht erreicht und wurde daraufhin im März 2020 vom Landesjustizprüfungsamt (LJPA) nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Er legte Widerspruch ein und machte insbesondere Einwendungen gegen die Bewertung der Klausur „Strafrecht 1“ geltend. Diese Arbeit war zunächst sowohl vom Erst‑ als auch vom Zweitkorrektor mit sechs Punkten (ausreichend) bewertet worden. Im sogenannten Überdenkungsverfahren prüften die Gutachter die Klausur erneut. Beide kamen zu dem Ergebnis, dass bei Berücksichtigung der Stärken und Schwächen der Bearbeitung eine Bewertung mit sieben Punkten (befriedigend) vertretbar sei. Mit der Anhebung der Note hätte der Kandidat die erforderliche Gesamtnote erreicht. 


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