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  • RefNews - Der Blog von und für Rechtsreferendare


REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 43/2026
Freitag, der 23.10.2026
     

NRW plant Aufstockung der Referendariatsplätze 2026 – Rückkehr zum Niveau von 2023

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Nach der Diskussion um drastische Kürzungen der juristischen Vorbereitungsplätze in Nordrhein‑Westfalen (NRW) setzt das Justizministerium 2026 auf einen Kurswechsel. Im Sommer 2024 war die Zahl der zugelassenen Rechtsreferendare aus Kostengründen gesenkt worden, was zu einem Sturm der Entrüstung von Verbänden und Opposition führte. Die Landesregierung reagiert nun auf diese Kritik und plant laut einem Bericht von jurios.de, für das Jahr 2026 wieder mehr Kapazitäten in den juristischen Vorbereitungsdienst einzuplanen. Konkrete Zahlen sollen sich am Jahr 2023 orientieren, als rund 3.200 Referendarinnen und Referendare eingestellt wurden.  »»» 

Informationen rund um „Richter auf Probe“

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Symbolbild JustizDu spielst mit dem Gedanken, dich als Richter oder Staatsanwalt zu bewerben? Dann stellt sich die Frage, wo der beste Arbeitsplatz für dich wäre. Bleibst du in dem Bundesland, in dem du dein Referendariat absolviert hast? Oder gehst du in dein Heimatbundesland zurück? Wo erfüllst du überhaupt die Mindestanforderungen und was wird wo von dir erwartet? Um diese Fragen zu klären, müsstest du dich durch die Seiten der Oberlandesgerichte und Justizministerien aller Bundesländer klicken, was sehr zeitintensiv wäre.  »»» 

Die Arbeitszeit eines Rechtsanwalts – Work-Life-Balance

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Laut der 2016 erschienenen Studie „Anwaltstätigkeit der Gegenwart“ des Soldan Instituts betrug die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eines Rechtsanwalts damals 51,1 Stunden, das waren rund 10 Stunden mehr als die eines durchschnittlichen deutschen Vollzeitbeschäftigten. Befragt wurden 1.593 Anwälte, von denen jeder Dritte 50 bis 60 Stunden, fast jeder Fünfte sogar noch mehr arbeitete. Rund 30 % gönnten sich an nur einem Wochentag eine Pause.

Hinsichtlich des Umsatzes war nach der Studie eine wöchentliche Arbeitszeit zwischen 50 und 59 Stunden am effektivsten. So wurde ein Umsatz von 96 € pro Stunde erreicht (Stand 2016). Prof. Dr. Matthias Kilian, Direktor des Soldan Instituts, stellte 2017 in einem LTO-Bericht fest, dass der Umsatz pro Arbeitsstunde nicht kontinuierlich linear ansteigt. Der Umsatz pro Arbeitsstunde nahm ab 59 Stunden wieder ab, sodass sich ein höherer zeitlicher Arbeitsaufwand nur noch begrenzt lohnte.  »»» 

Rechtsreferendar:innen für die Verwaltungs- oder Wahlstation im Rahmen des juristischen Vorbereitungsdienstes (m/w/d)

von Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
[Daürausschreibung] Referendariat Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung – kurz BASE – bietet Rechtsreferendar:innen die Möglichkeit, im Rahmen des juristischen Vorbereitungsdienstes eine mindestens dreimonatige Verwaltungs- oder Wahlstation am Standort Berlin abzuleisten und dabei Einblicke in die Tätigkeit einer Bundesoberbehörde auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit und Entsorgung zu erhalten. Als Aufsichtsbehörde und Trägerin der Öffentlichkeitsbeteiligung im Standortauswahlverfahren für ein sicheres Atommüll-Endlager beschäftigen wir uns mit dem derzeit größten Umweltprojekt Deutschlands. Daneben gehören Fragen der nuklearen Sicherheit in anderen Aufsichts- und Genehmigungsverfahren zu unserer täglichen Arbeit. Wir sind eine Aufsichts- und Genehmigungsbehörde des Bundes für Themen rund um die nukleare Sicherheit. Eine unserer Aufgaben ist es, die Endlagersuche in Deutschland zu beaufsichtigen und dafür die Öffentlichkeitsbeteiligung zu organisieren. Wir bieten vielfältige und abwechslungsreiche Jobmöglichkeiten und bringen gemeinsam interdisziplinäre Themen voran.

Erscheinungstermine von Skripten, Gesetzen und Kommentaren

Symbolbild ReferendarbuchladenWer sich darüber informieren möchte, ob und wann die Neuauflage eines Referendarskripts, eines Kommentars oder einer Ergänzungslieferung für eine Gesetzessammlung angekündigt ist, kann sich darüber auf einer Übersichtsseite im Referendarbuchladen informieren. Die Liste ist nach Skripten, Kommentaren und Loseblattsammlungen gegliedert und wird laufend aktualisiert. So waren im Oktober 2026 etwa die 86. Auflage des Grüneberg (BGB) für Dezember 2026 und die 48. Auflage des Thomas/Putzo (ZPO) für April 2027 angekündigt.

Der Referendarbuchladen ist der Buchshop für Rechtsreferendare. Dort findest Du die Referendarliteratur übersichtlich nach Stationen sortiert. Zudem gibt es auf der Seite viele Rezensionen und Literaturempfehlungen für die einzelnen Stationen, um die Suche und Auswahl der „richtigen“ Literatur zu erleichtern.

Neuauflage und Examen

Welche Kommentare und Auflagen in den Examensklausuren zugelassen sind, legen die Prüfungsämter in ihren Hilfsmittelbekanntmachungen fest – in Bayern etwa in der Hilfsmittelbekanntmachung für die Zweite Juristische Staatsprüfung. Bevor Du kurz vor dem Examen eine Neuauflage kaufst, lohnt sich daher ein Blick, ab wann sie in Deinem Land verwendet werden darf. Gerade wenn eine Neuauflage bevorsteht, kann es außerdem sinnvoll sein, die Examenskommentare für den Prüfungszeitraum zu mieten statt zu kaufen, zum Beispiel beim Juristenkoffer. [RefN]

Gibt es in der Schweiz eigentlich ein Referendariat?

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SchweizGerade, wenn man vor dem Examen steht, fragt man sich: Muss das denn wirklich alles sein? Ich hab doch schon das erste Examen, das sollte reichen, warum all der Stress, warum dieses wahnsinnig umfangreiche 2. Examen?

Und schon drängt sich die Frage auf, wie eigentlich unsere (teilweise) deutschsprachigen Nachbarn die Juristenausbildung geregelt haben! Und siehe da: Das hört sich doch schon etwas entspannter an als die deutsche.  »»» 

Deutsch-Französische Juristenvereinigung

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Symbolbild Deutsch-Französische JuristenvereinigungAn dieser Stelle möchten wir Dir die Deutsch-Französische Juristenvereinigung (DFJ) vorstellen. Die DFJ ist bestrebt, die beruflichen und persönlichen Beziehungen zwischen deutschen und französischen Juristen zu fördern. Dies betrifft natürlich auch die Ausbildung der angehenden Juristen. Wer also eine Station in Frankreich verbringen möchte, findet in der DFJ einen Ansprechpartner für die verschiedensten Bereiche und eine vielseitige Informationsquelle.  »»» 

Zulassung von Bürgern aus EU-Staaten zum Rechtsreferendariat

Symbolbild zur Zulassung von EU-Bürgern zum RechtsreferendariatPer E-Mail erhielten wir die Anfrage einer Referendarin, deren französischer Freund zum deutschen Referendariat zugelassen werden wollte. Zu der Frage, ob und wie das möglich ist, antworteten wir ihr, dass ihr Freund feststellen lassen muss, dass sein französischer Abschluss dem ersten Staatsexamen gleichwertig ist. Anschließend kann er sich dann wie jeder andere auch um einen Referendariatsplatz bewerben.  »»» 

Wahlstation in Sydney – ein Erfahrungsbericht

SydneyWahlstation in Sydney – ein Erfahrungsbericht von Marius Rakers aus dem Jahr 2019.

Hinweis der Redaktion: Die Station fand von Januar bis März 2019 statt. Die persönlichen Erfahrungen haben wir unverändert gelassen; praktische Angaben zu Visum, Nahverkehr, Mobilfunk und Mieten geben den Stand von 2019 wieder, soweit sie nicht ausdrücklich aktualisiert sind. Aktuelle Hinweise findet ihr im Kasten am Ende des Berichts.

Die Wahlstation im Referendariat bietet eine hervorragende Möglichkeit, vor dem Berufseinstieg Auslandserfahrung zu sammeln. Aber gerade nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, diese drei Monate im Ausland zu verbringen, stellte sich die Frage nach dem Ort und den organisatorischen Anforderungen. In diesem Beitrag möchte ich euch eine Station in Sydney näherbringen und denen, die sich dafür entscheiden, einige Hilfestellungen geben. Für diesen Zweck beschreibe ich euch meine Station recht detailliert, von der Entschlussfassung bis zur Rückreise.  »»» 

Abbruch des Examens wegen Erkrankung: Amtsarzt

Es gibt wahrscheinlich nichts Schlimmeres, als kurz vor dem Examen oder sogar während der Klausuren krank zu werden und das Examen abbrechen zu müssen. In einem Artikel sind wir bereits auf das amtsärztliche Attest eingegangen.

Weitere interessante Hinweise zur amtsärztlichen Untersuchung enthielt ein Informationsblatt des Gemeinsamen Prüfungsamts (GPA) der Länder Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein mit Stand November 2013. Die Grundsätze daraus gelten im Kern bis heute, im Detail können die Regeln aber je nach Land abweichen.  »»» 

Sind Kosten für die weiße Krawatte als Werbungskosten ansetzbar?

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Symbolbild weiße KrawatteAls Referendar hat man chronisch wenig Geld und freut sich auf die Abgabe der Steuererklärung, da man gute Chancen hat, die Lohnsteuer wieder zu bekommen. Sofern die jährlichen Einkünfte abzüglich Pauschbeträgen etc. also unter dem Grundfreibetrag bleiben (für 2026: 12.348 €), gibt’s keine Probleme und die Überweisung vom Finanzamt darf freudig erwartet werden.

Wenn dem nun nicht so ist, zählt jeder Euro, der als Werbungskosten angesetzt werden kann.  »»» 

Stoffregen – Die zivilrechtliche Assessorklausur

Buchcover Stoffregen – Die zivilgerichtliche AssessorklausurZur Vorbereitung auf das Assessorexamen reicht die praktische Ausbildung z. B. bei Gericht und der Besuch der Arbeitsgemeinschaft nicht aus. Wie auch beim Referendarexamen kommt es auf die Übung bei den schriftlichen Klausuren an. Viele Rechtsreferendare greifen daher zu Klausurenkursen, Übungsbüchern und Skripten.

Ein verbreitetes Skript ist „Die zivilgerichtliche Assessorklausur“ von Ralf Stoffregen, das bei Alpmann Schmidt erscheint. Die Rezension beruht auf einer Vorauflage; aktuell ist die 6. Auflage 2026. Der Autor ist Richter am Amtsgericht a. D. und hat langjährige Erfahrung als Leiter von Referendararbeitsgemeinschaften und als Repetitor. Das spiegelt sich im Skript durchaus wider. Der Autor erklärt gut und lässt keine Fragen offen, die sich beim Durcharbeiten stellen. Alle Ausführungen sind verständlich, sodass das Skript eine solide Grundlage für die Examensvorbereitung in Bezug auf die juristische Arbeitsweise bietet.  »»» 

Schlecht vorbereitet ins Rechtsreferendariat!?

Symbolbild Vorbereitung auf das ReferendariatDer damalige hauptamtliche AG-Leiter beim LG Landshut, Andreas Stegbauer, äußerte 2018 im Gespräch mit der NJW die Ansicht, dass die Mehrzahl der angehenden Referendare schlecht vorbereitet in den juristischen Vorbereitungsdienst geht. Ihnen fehle eine Vorstellung davon, was sie im Referendariat erwarte. Stegbauer führte aus, dass im Referendariat der Schwerpunkt im Prozessrecht liege. Viele Referendare hätten das Zivilprozessrecht im Studium aber allenfalls in den Grundzügen behandelt. Ein weiteres Problem sah der AG-Leiter darin, dass viele Referendare erwarteten, im Vorbereitungsdienst Lücken im materiellen Recht noch schließen zu können.  »»»