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  Ausgabe 43/2018
Dienstag, der 23.10.2018
     

 / Niedersachsen / Wahlstation

Die Qual der Wahl mit der Wahlstation

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Dies wird nun mal ein kleiner Aufruf an euch, meine mehr oder weniger fleißigen Leser (und solche die vielleicht wen kennen, der wen kennt, der hier oder dort war 😉 ): So langsam möchte und muss ich mich mal entscheiden, wo meine Wahlstation Ende 2013 absolviert werden soll, insbesondere wenn ich die Station wirklich im Ausland verbringen möchte, denn das ganze bedarf dann ja doch einiger Planung und Organisation, die ich ungern auf dem letzten Drücker und in der dann doch eher heißen Vor-Examensphase noch erledigen möchte… ich bin daher sehr daran interessiert, so langsam auch die letzte Station im Referendariat „fest“ zu verplanen. :-)

Mein momentaner grober Gedanke ist, dass ich für die Wahlstation gerne ins englischsprachige Ausland gehen möchte. Dies kann sich aber natürlich noch ändern, insbesondere wenn ich wirklich weiter unter Zugzwang gerate und es nicht gebacken kriege mich noch für eine Auslandsstation zu bewerben oder mir irgendwie nichts wirklich gefällt bzw. anders gesagt: ich mich nicht entscheiden kann oder mich kein Ausbilder möchte. 😀 Vielleicht erfahre ich auch bald von einer derart phänomenalen Station im Inland, die mich sooo sehr interessiert und zu der ich un-be-dingt möchte und das Thema “Ausland” ist dann gegessen. Ich war auch bereits mehrfach – auch schon für längere Zeit als nur für einen Kurzurlaub 😉 – im Ausland…es gibt insofern für mich nicht das “nutze die Chance, damit du es mal gemacht hast und wenigstens einmal was anderes gesehen hast”-Argument für eine Wahlstation im Ausland. Ich bin jedoch sehr aufgeschlossen und neben der juristischen Arbeitsweise andernorts auch immer offen und interessiert für neues (andere Länder, Kulturen, Menschen…eben das ganze drumherum :-) ) und prinzipiell finde ich daher den Gedanken, nach dem schriftlichen Examen die darauffolgenden 3 Monate erneut im Ausland zu verbringen, sehr nett. :-) Die Wahlstation ist bei mir zwar 4 Monate lang, ich würde sie jedoch nur 3 Monate im Ausland verbringen und den 4. Monat schon wieder zurückkehren wollen (und für den 4. Monat somit auch komplett Urlaub einreichen). Hintergrund ist, dass ich dann noch genügend Zeit für die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung hätte und ich auch gerne „vor Ort“ sein möchte wenn die Ergebnisse aus den schriftlichen Prüfungen kommen.

Im Ausland würde es mich natürlich sehr freuen eine Station zu finden, die auch vergütet wird (jaja, das liebe Referendarsgehalt…) oder z.B. eine Unterkunft gestellt wird. Das wird an sich wohl eher selten der Fall sein. Gefunden habe ich dazu bisher eigentlich nur Erfahrungsberichte von Referendaren, die ihre Wahlstation im Ausland an einem Standort einer Großkanzlei absolviert haben und dort entsprechend eine Vergütung erhielten. Es gibt zwar unzählig viele Erfahrungsberichte von Referendaren, die bei Kanzleien/Unternehmen vor Ort ihre Station verbracht haben. Ob die Station allerdings vergütet/eine Unterkunft gestellt wurde o.ä.: dazu findet sich so gut wie nie eine Information in den Berichten. Ich gehe selbst auch davon aus, dass dies die absolute Ausnahme sein wird und die Referendare aus diesem Grund es auch nicht erwähnt haben [wer schreibt schon in seinen Erfahrungsbericht „ich bekam übrigens keine Vergütung“…man würde es ja eher hervorheben, wenn es eine gab 😀 ], aber wer weiß…!

Ich denke es versteht sich auch von selbst und ich muss darum hier auch nicht lang und breit darauf eingehen, dass es mir primär nicht um den finanziellen Aspekt geht. Denn natürlich muss mir die Station auch zusagen und ich hoffe daher zuallererst auf einen netten Ausbilder und eine interessante Station. Aber gerade weil man kaum Infos über vergütete Stationen im Ausland findet und hier ja (hoffentlich?) doch der ein oder andere mitliest, könnte es ja sein, dass sich sogar 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen: netter Ausbilder/interessante Station UND eine kleine Vergütung, um ein wenig “Schadensbegrenzung” (Reise-/Wohnkosten etc) betreiben zu können. :-) Wer mir also eine derartige interessante/nette zivilrechtliche Station im englischsprachigen Ausland empfehlen kann, die idealerweise sogar vergütet wird: immer her damit. :-)

Wo ich gerade aus dem Fenster gucke fällt mir auf: da die Station bei mir „schon“ in einem Jahr sein wird und mir gerade die Zähne bibbern wenn ich daran denke, dass ich gleich aus dem Haus gehen muss: sollte sich die Station „zufälligerweise“ in einem eher wärmeren Gebiet, wie z.B. (Süd-)Afrika oder auch Südamerika (sofern ich da vorwiegend mit Englisch- und eher rudimentären Spanischkenntnissen überhaupt irgendwie weiterkommen würde) befinden: es wäre nicht das Schlechteste und ich wäre „exotischen“ Orten auch nicht abgeneigt (nicht nur auf das Klima bezogen, sondern auch vom Interesse her…es müssen nicht unbedingt spektakuläre Metropolen sein, klein aber fein und “mal etwas anderes” wäre durchaus eine reizvolle Option). :-)

Wer mir also Tipps und Infos diesbezüglich geben kann: emily[at]refblog.de

Mein Dank sei Dir gewiss und wenn es mit der Station dann letzten Endes auch klappt, wirst du zusätzlich noch ein virtuelles Dankeschön in meinem Refblog erhalten (könnte es ein schöneres Vorweihnachtsgeschenk geben?! 😉 ).

Bibbernde Grüße,

Emily*

Der Artikel wurde am 30. Oktober 2012 von veröffentlicht. Emily war Referendarin in Niedersachsen. Sie macht zur Zeit einen LL.M. in Südafrika und berichtet hierüber in den RefNews.