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REFERENDARIATNEWS
REFNEWS
  Ausgabe 33/2026
Donnerstag, der 13.08.2026
     

 / Vor dem Referendariat

NRW plant deutlich mehr Referendariatsstellen für 2026

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Nordrhein-Westfalen will im Jahr 2026 wieder deutlich mehr Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare einstellen. Wie rechtundpolitik.com berichtet, plant das Justizministerium mehr als 1.700 Neueinstellungen im juristischen Vorbereitungsdienst. Das wären rund 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach einer haushaltsbedingt zurückhaltenderen Phase soll das Land damit wieder ungefähr das Einstellungsniveau von 2023 erreichen. Für viele Examenskandidatinnen und Examenskandidaten kommt diese Nachricht zu einem wichtigen Zeitpunkt.

Für angehende Referendarinnen und Referendare ist das vor allem deshalb relevant, weil Nordrhein-Westfalen weiterhin zu den großen Ausbildungsstandorten gehört und die Zahl der verfügbaren Plätze unmittelbare Auswirkungen auf Wartezeiten, Planungssicherheit und Ortswünsche haben kann. Das Ministerium begründet die Ausweitung mit dem Bedarf an gut ausgebildetem juristischem Nachwuchs für Gerichte und Staatsanwaltschaften. Trotz angespannter Haushaltslage sollen die Ausbildungskapazitäten wieder stabiler wachsen.

Nach den Kürzungen ab Juli 2024 markiert die Ankündigung eine spürbare Kurskorrektur. Justizminister Benjamin Limbach stellt die höheren Einstellungszahlen in den Zusammenhang eines leistungsfähigen Rechtsstaats, der langfristig ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte brauche. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet die Planung zumindest ein Signal, dass das Land den Vorbereitungsdienst wieder stärker öffnet und die Gesamtzahl der Referendarinnen und Referendare schrittweise erhöhen möchte.

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Am Verfahren selbst soll sich nach den Angaben nichts Grundlegendes ändern: In den Oberlandesgerichtsbezirken Düsseldorf, Hamm und Köln wird grundsätzlich weiterhin monatlich eingestellt. Die Zuweisung erfolgt nach Eingang der Bewerbungen. Wer Nordrhein-Westfalen für das Referendariat in Betracht zieht, sollte daher die Bewerbungsfristen und die Praxis des jeweils zuständigen Oberlandesgerichts genau im Blick behalten. Gerade bei mehreren möglichen Ausbildungsorten kann die höhere Zahl an Stellen die strategische Planung erleichtern.

Der Artikel wurde am 1. Juni 2026 von veröffentlicht. Marcus war Referendar am LG Dortmund in Nordrhein-Westfalen.