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REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 35/2026
Donnerstag, der 27.08.2026
     

Alle Artikel der Kategorie "Nach dem Referendariat"

Richterinnen und Richter für den OLG-Bezirk Hamm gesucht!

In der aktuellen Ausgabe der NJW hat das Oberlandesgericht Hamm eine Stellenanzeige geschaltet, mit der Richterinnen und Richter gesucht werden. Das ist sehr ungewöhnlich, da die Oberlandesgerichte normalerweise ausreichend Initiativbewerbungen erhalten und daher Stellen nicht ausdrücklich ausschreiben. In jedem Fall spricht das dafür, dass sich eine Bewerbung in Hamm zurzeit wirklich lohnt!

Gesucht werden die neuen Proberichter insbesondere für „Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland“. Voraussetzung für eine Bewerbung ist mindestens ein Prädikatsexamen. Das zweite Examen muss mit mindestens 8 Punkten bestanden worden sein.

Unser Tipp für alle, die Richter oder Staatsanwalt werden wollen:

DAS „INSIDER-DOSSIER“ – RICHTER / STAATSANWALT WERDEN

Möchte man als Richter oder Staatsanwalt arbeiten, muss man sich auf die Bewerbung und das folgende Vorstellungsgespräch beim Gericht bzw. Justizministerium optimal vorbereiten.

EXKLUSIV NUR AUF JURISTENKOFFER.DE!

» Informationen zu den tatsächlichen Einstellungsvoraussetzungen vieler Bundesländer,
» nützliche Hinweise zum Bewerbungsverfahren sowie insbesondere
» detaillierte Protokolle von Juristen, die bereits ein solches Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.

Sichere Dir jetzt das Insider-Dossier und erreiche so das Ziel, Richter bzw. Staatsanwalt zu werden! Alle Infos zum Insider-Dossier findest Du auf dieser Seite.

3.623 Euro als RA-Einsteiger

Auf Spiegel-Online ist ein Artikel zum „Lohnspiegel“ der Hans-Böckler-Stiftung abrufbar, in dem die Zahlen für die Berufseinsteiger aufbereitet sind. Danach verdient ein Rechtsanwalt in seinem ersten Jahr als Berufseinsteiger durchschnittlich 3.623 €. Das entspricht einem Jahres-Brutto von 43.476 €.

Lohnspiegel.de

Gerade bei den Zahlen für die Rechtsanwälte wird man aber in besonderer Weise berücksichtigen müssen, dass es sich dabei um Durchschnittszahlen handelt. Denn während das Einstiegsgehalt in den Großkanzleien deutlich darüber liegen wird, erhält man in kleinen Kanzleien außerhalb der Ballungsgebiete als Berufseinsteiger mit Sicherheit deutlich weniger als die genannten 43.000 Euro.

Unterschiede zwischen West und Ost bzw. Männern und Frauen

Zudem gibt es erhebliche Unterschiede bei den Gehältern im Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland: So soll das Einstiegsgehalt als RA in Westdeutschland bei gut 3.900 € liegen, während Einsteiger in eine Kanzlei im Osten lediglich 3.345 € verdienen.

Schließlich spielt es für das Einstiegsgehalt weiterhin eine Rolle, ob man Mann oder Frau ist: Während die Rechtsanwältinnen sich durchschnittlich mit 3.383 € begnügen müssen, erhalten Rechtsanwälte für dieselbe Tätigkeit im Schnitt 3.864 €.

Studie zum Gehaltsvergleich

Die gesamte Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung zu den Gehältern der verschiedenen Branchen ist auf der Seite www.lohnspiegel.de abrufbar!

„Das Insider-Dossier: Karriere in der Großkanzlei“

Für diejenigen, die sich vorstellen können, nach dem Referendariat bei einer Großkanzlei zu arbeiten, ist möglicherweise das Buch von Caspar Behme und Nicolas Nohlen „Das Insider-Dossier: Karriere in der Großkanzlei“ interessant. Das Buch soll „Berufseinsteigern den entscheidenden Wissensvorsprung im Hinblick auf eine zielorientierte Karriereplanung, eine erfolgreiche Bewerbung sowie einen gelungenen Einstieg in der Großkanzlei“ geben.

Zwar wurde bereits über das Erscheinen des Buchs im Netz berichtet (so zB hier bei jurabilis), viele Rezensionen findet man im Netz bislang nicht. Bei Amazon gibt es insgesamt vier Kundenrezensionen, alle haben das Buch mit 5 von 5 Sternen bewertet. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich die Bewertungen ernst nehmen sollte, wenn Bekannte der Autoren diese abgeben:

[…] Die Autoren, die ich noch aus dem Studium kenne, […]

Eine differenzierte Rezension findet man dann aber noch im buc.blog.  Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass die Autoren nicht unbedingt neutral über die Kanzleien berichten:

Gleichzeitig haben sie sich von diesen Anwälten gut zwei Drittel ihres Buchs schreiben lassen und ihnen Anzeigen im Buch verkauft – schlaue Sache.

Die letzten knapp einhundert Seiten sind mit Image-Anzeigen der achtzehn beteiligten Unternehmen gefüllt.

Insgesamt fällt das Fazit aber dann doch auch hier recht positiv aus:

Wer noch nie einen solchen Laden von innen gesehen hat und ernsthaft mit dem Gedanken einer solchen Karriere spielt, dem kann das Buch hier weiterhelfen. Denn es wird tatsächlich sehr plastisch geschildert, was die da eigentlich den ganzen Tag machen. […]

Wer es […] mit Freshlinks, Noerrlutz und McOvery wirklich ernst meint, wird vielleicht einen Blick hineinwerfen wollen.

Vielleicht werde ich mir demnächst dieses Buch auch mal zulegen und hier dann meine eigene Bewertung dazu abgeben. Bei Amazon gibts das Werk gebraucht schon ab 17 Euro (Neupreis: 24,95 Euro).

Referendare w/m/d | wissenschaftliche Mitarbeiter w/m/d Bau- und Immobilienrecht

von HEUKING
Einbindung in nationale und internationale Mandate und ein sympathisch-kollegiales Umfeld – Grund genug, sich für HEUKING zu entscheiden. Wir sind eine der großen, auf Wirtschaftsberatung spezialisierten Sozietäten in Deutschland. Etwa 450 Rechtsanwälte, Steürberater und Notare vertreten die Interessen nationaler und internationaler Mandanten. Unsere Fachkompetenz schließt alle Facetten des Wirtschaftsrechts ein, die wir branchenübergreifend und mit hoher Spezialisierung im Markt einsetzen.

Richtereinstellung – Licht und Schatten

Wir haben mal wieder für Euch die Internetseiten der Justizministerien und Oberlandesgerichte durchstöbert und unsere Infoseiten zu den Richter-Einstellungsvoraussetzungen aktualisiert. Man will es kaum glauben, aber mit Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es noch zwei Länder, die weiterhin online keine Infos dazu anbieten, ob man Chancen hat, als Richter auf Probe eingestellt zu werden und wie ggf eine Bewerbung zu erfolgen hat. Da werden wir dann demnächst eine neue Anfrage per Email starten.

Ansonsten ist diesmal die Entwicklung uneinheitlich: Positives gibt es aus NRW und Niedersachsen zu berichten, (etwas) schlechter sieht es zur Zeit in Bayern und Sachsen aus…

Niedersachsen

Die Infos zur ordentlichen Gerichtsbarkeit haben sich zwar nicht geändert. Trotz der Haushaltssperre werden aber offenbar Ersatzeinstellungen vorgenommen, und das sogar in der Verwaltungsgerichtsbarkeit! So sind seit kurzem auf der Seite des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts konkrete Stellen für Richter auf Probe ausgeschrieben:

In der niedersächsischen Verwaltungsgerichtsbarkeit können ab sofort 7 Richterinnen und Richter auf Probe eingestellt werden.

Nordrhein-Westfalen

In NRW gibt es auch eine (kleine) gute Nachricht. So hatte das Landesarbeitsgericht Köln viele Monate lang bekannt gegeben, dass wegen des Rückgangs der Eingänge in nächster Zeit keine Einstellungen mehr in die Arbeitsgerichtsbarkeit erfolgen werden. Nunmehr findet sich aber auch dort eine konkrete Ausschreibung für immerhin 3 Proberichter:

Im Bezirk des Landesarbeitsgerichts Köln sind voraussichtlich drei Stellen für

            Richterinnen/ Richter auf Probe  (R1)

zu besetzen.

Die Bewerberinnen/ Bewerber sollten beide Staatsexamen möglichst mit vollbefriedigend absolviert haben. Von Vorteil ist ein Bezug zum Arbeitsrecht in der Ausbildung oder bisherigen Berufstätigkeit.

Bayern

Eine gegenteilige Entwicklung lässt sich dagegen in Bayern ablesen. Wurden im Zusammenhang mit dem Examenstermin 2008/II noch landesweit 40 Richter und Staatsanwälte eingestellt, werden es im Zusammenhang mit dem Termin 2009/I nur noch 25 sein. Ein deutlicher Rückgang! Das geringere Angebot an Stellen verbunden mit einem wohl höheren Andrang an Bewerbern schlägt sich auch in den Einstellungsvoraussetzungen nieder: Waren bislang „nur“ 8,0 Punkte im zweiten Examen für eine Bewerbung erforderlich, sind es jetzt 8,5 Punkte.

Sachsen

Richtig schlecht sieht es offenbar in Sachsen aus. Dort werden schon keine konkreten Infos mehr zu den Voraussetzungen einer Bewerbung genannt. Es findet sich dagegen der folgende (eindeutige) Hinweis:

Auf Grund der Stellensituation können bis auf weiteres keine Einstellungen in den höheren Justizdienst erfolgen.

Unser Tipp für alle, die Richter oder Staatsanwalt werden wollen:

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Stellenbörse am 24. November 2009 im DAV-Haus in Berlin

Nachdem unsere letzten Veranstaltungshinweise doch recht kurzfristig waren, möchten wir Euch schon heute auf eine Stellenbörse im DAV-Haus in Berlin hinweisen. Diese Verantsaltung ist die ideale Möglichkeit, Anwälte für die Anwalts- oder Wahlstation kennenzulernen oder Kontakte zu Kanzleien aus Berlin und Umgebung für den späteren Jobeinstieg zu knüpfen!

Die Praktikums- und Stellenbörse wird bereits zum 10. Mal vom DAV, dem Berliner Anwaltsverein, dem Forum Junge Anwaltschaft Berlin, den rechtswissenschaftlichen Fakultäten der beiden Berliner Universitäten sowie dem Personalrat der Referendare Berlin ausgerichtet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist sowohl für die ausstellenden Kanzleien als auch für die Besucher kostenlos.

Auf der Seite des Anwaltvereins gibt es die offizielle Ankündigung der Stellenbörse:

10. Praktikums- und Stationsstellenbörse im DAV-Haus Berlin

Am Dienstag, dem 24. November 2009, 18.00 Uhr wird die 10. Praktikums- und Stationsstellenbörse im DAV-Haus, Littenstraße 11, 10179 Berlin stattfinden.

Der DAV bietet Ihnen gemeinsam mit dem Berliner Anwaltsverein, dem Forum Junge Anwaltschaft Berlin, den rechtswissenschaftlichen Fakultäten der beiden Berliner Universitäten sowie dem Personalrat der Referendare Berlin die Gelegenheit, mit Kanzleien aus Berlin und Umgebung ins Gespräch zu kommen und sich den Anwältinnen und Anwälten vorzustellen.

Studierende und Referendare werden gebeten, sich telefonisch unter +49 30 7 26 15 21 88 oder per Mail buchholz [at] anwaltverein.de anzumelden, damit für sie entsprechende Namensschilder vorbereitet werden können. Wer bei seinen anwaltlichen Gesprächspartnern einen bleibenden Eindruck hinterlassen möchte, wird gebeten, Bewerbungsunterlagen mitzubringen.

Weitere Infos kannst Du diesem Flyer entnehmen. Eine Liste der Kanzleien, die an der vorigen 9. Stellenbörse im April 2009 teilgenommen haben, kann hier als PDF-Dokument eingesehen werden.

Alles weitere zu dieser Veranstaltung sowie viele weitere interessante Veranstaltungstipps für Referendare findest Du beim Stationsradar – dem Portal für Stationsangebote, Nebenjobs und Veranstaltungen für Referendare!

Nicht alle Unternehmen googeln die Bewerber

Gerade erst hat das Verbraucherschutzministerium eine Studie veröffentlicht, wonach immerhin 28 % der befragten Unternehmen das Internet für Personalentscheidungen nutzen und Infos über Bewerber ergoogeln bzw. bei StudiVZ, Xing & Co. erstöbern. Ob auch Kanzleien solche Maßnahmen ergreifen, ist uns nicht bekannt. Für fertige Juristen, die sich für einen Job einer Rechtsabteilung in einem größeren Unternehmen interessieren, ist aber wichtig zu wissen, ob auch der favorisierte mögliche Arbeitgeber Infos über das Internet einholt.

Bereits im April 2009 erschien ein Artikel auf karriere.de, in dem Unternehmen auf die Frage antworteten, ob sie denn auch zu den Googlern gehören:

BASF

„Das Googeln von Bewerbern ist bei der BASF nicht Teil des Auswahlprozesses. Bei der Personalarbeit wird zwar immer mal wieder darüber nachgedacht, aber derzeit sind wir der Meinung, dass solche Recherchen nicht hilfreich sind.“

 Siemens

„Das Googeln von Bewerbern ist im Auswahlverfahren von Siemens nicht vorgesehen. Für uns ist entscheidend, was uns die Bewerber online zukommen lassen […].Partyfotos oder Ähnliches könnten mich nicht abschrecken; das sind ja eh Zusatzinformationen, die wir nie in ein Bewerbungsgespräch einfließen lassen könnten.“

VW

„Wir recherchieren im Bewerbungsprozess keinen Bewerber im Internet, gleichgültig für welche Position bei Volkswagen. Das liegt zum einen an der hohen Anzahl von Bewerbungen, die täglich eingehen, zum anderen wahren wir auch das Persönlichkeitsrecht des Bewerbers.“

Weitere Unternehmen

Infos zu den Aussagen weiterer Unternehmen findest Du in dem oben verlinkten Artikel!

Karrieremessen für Referendare und Berufseinsteiger

von

Jährlich stattfindende Karrieremessen, mit dem Ziel, Kontakte zu künftigen Arbeitgebern zu knüpfen und Informationen bezüglich Weiterbildungsmöglichkeiten zu erhalten, sind mittlerweile gang und gebe in Deutschland. Auch individuelle Bewerbungsgespräche sind hier möglich, meist aber nur mit Voranmeldung.

Nun gibt es eine enorme Vielzahl an Messen in verschiedenen Städten, einige sollen hier genannt werden:

JURAcon in Köln, 22.10.2009

SUCCESS erst wieder im Jahr 2010

Jurstart in Münster, 27.05.2010

Career Venture in Frankfurt, 02.11.2009

Viele potentielle Arbeitgeber nutzen die Messen, um auch Referendare zu rekrutieren und aus dem Pool der Referendare gehen nicht selten die Volljuristen hervor, die die künftig zu besetzenden Stellen bekommen. Daher ist ein Besuch schon als Referendar ratsam. Die unterschiedlichen Juristenmessen haben sich in der vergangenen Zeit als wichtiger Bestandteil der Personalgewinnung von Kanzleien herausgestellt.

Und hier mal ein Bericht aus der anderen Sichtweise, nämlich die desjenigen, der die Nachwuchsjuristen auf Messen sucht. Hier werden Planung, Durchführung und Nachbearbeitung vorgestellt und auch Probleme aufgezeigt, die mit den Messen verbunden sind – ein durchaus hilfreicher Artikel, um die Seite des Gegenüber auf der Messe zu beleuchten.

Richtereinstellungen in Hessen und im Saarland

Möchte man sich nach dem Examen als Richter auf Probe bewerben und so in den Staatsdienst kommen, sind natürlich zunächst einmal die Noten des ersten und zweiten Examens entscheidend. Dann muss man aber zusätzlichnoch das Glück haben, dass das Bundesland, das man als zukünftigen Arbeitgeber favorisiert, auch ausreichend Einstellungen vornimmt.

Hessen und Saarland stellen offenbar ein

In Niedersachsen beispielsweise besteht momentan ein Einstellungsstopp. Zu den Situationen in Hessen und im Saarland gibt es aktuelle Erfahrungsberichte im Jurawelt-Forum: So sollen in Hessen viele Einstellungen vorgenommen werden und weitere Neueinstellungen genehmigt worden sein. Und sogar im Saarland, in dem es nicht den großen Bedarf an Richtern besteht, werden momentan Einstellungsinterviews geführt.

Inhalt des Einstellungsgesprächs

Hat man dann die erste Hürde genommen, folgt ein Einstellungsinterview oder aber sogar ein Assessment Center wie zum Beispiel in NRW. Wie das Gespräch im Saarland abläuft, wurde ebenfalls im Forum berichtet:

Ich war als Bewerberin allein und saß 5 Personen gegenüber (2 vom Ministerium, 1 StA, 1 RinAG, 1 Frauenbeauftragte – letztere dürfte unter Umständen wohl wegfallen  ), die mich nacheinander befragten. Zuvor musste ich etwa 20 Min. auf dem Flur warten und sah noch meine Vorgängerin weggehen. Gefragt wurden ein paar persönliche Dinge (warum wollen Sie Richter werden?…). Auch ein paar fachliche Fragen waren dabei. Hauptsächlich waren die Fragen aber kurze Fallschilderungen: man sollte sich in seine neue Rolle hineindenken und unliebsame Situationen bewältigen. Dabei gab es wohl weniger „richtige“ oder „falsche“ Antworten. Kam wohl eher darauf an, sich schnell in die Situation einzudenken, sich zu entscheiden, seine Entscheidung zu begründen und konsequent dabei zu bleiben. Alles in allem war es gar nicht schlimm und die etwa 30 Min. waren schnell vorbei.

Auch diesen Erfahrungsbericht werden wir unseren Infoseiten zur Einstellungssituation als Richter auf Probe hinzufügen…

Unser Tipp für alle, die Richter oder Staatsanwalt werden wollen:

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Arbeitgeber finden – mal anders

Möchte man als fertiger Jurist einen Arbeitgeber finden, bieten sich zunächst die klassischen Wege an: Printanzeigen in Zeitungen und insbesondere natürlich in Fachzeitschriften wie der NJW durchstöbern oder die Stellenangebote in Online-Börsen wie zum Beispiel StepStone und monster.de lesen.

JobLeads

Einen anderen Weg geht das neue Portal JobLeads. Dazu Gründer Martin Schmidt im Interview auf die Frage, was JobLeads von anderen Portalen unterscheidet:

Wir bieten einen neuen Recruitingweg, der auf Empfehlungen beruht. Bei JobLeads registrierte Mitglieder, so genannte Talent Scouts, haben Zugang zu Jobs von Top-Unternehmen und können diese an Freunde und Bekannte empfehlen. Kommt dadurch eine Einstellung zustande, erhält der Talent Scout eine Prämie. Durch dieses System erreichen Unternehmen auch junge Berufstätige, die nicht auf Stellensuche sind.

Ein durchaus interessanter Ansatz. Damit macht das Portal auf jeden Fall professionellen Headhuntern Konkurrenz. Und nicht selten liest man selbst eine Stellenanzeige eines Unternehmens und hat gleich eine Person im Kopf, die auf diese Stelle passen würde.

Mitglied werden kann man zwar grundsätzlich nur auf Einladung eines bereits registrierten Nutzers – ähnlich wie bei Xing. Wer niemanden kennt, der bei JobLeads registriert ist, kann sich aber auch ohne eine solche Einladung um die Aufnahme bewerben. Über die Bewerbung wird dann aber individuell entschieden.

LL.M. Neuseeland – Keine günstigen Studiengebühren mehr

Nach dem Referendariat entscheiden sich viele Juristen dafür, ihre Fremdsprachenkenntnisse durch einen englischsprachigen Master nachzuweisen oder einfach durch den LL.M. den Lebenslauf zu verbessern. Bei der Wahl des Master-Programms ist oftmals nicht nur die Fachrichtung ausschlaggebend, sondern es spielen häufig auch die Kosten eine Rolle.

Neuseeland

In der Vergangenheit haben sich viele – zumindest auch – wegen der Studiengebühren für einen Master of Law in Neuseeland entschieden. Denn aufgrund eines Regierungsabkommens zwischen Neuseeland und Deutschland waren deutsche Postgraduierte privilegiert: Sie mussten nur die Gebühren bezahlen, die auch die Neuseeländer für postgraduierte Studienprogramme zu zahlen haben.

Laut Info des Instituts Ranke-Heinemann wird dieser Vorteil deutscher Studierender nun leider entfallen:

Vor etwa zwei Wochen hat laut Informationen des IRH Neuseeland das Staatsabkommen mit Deutschland, auf dessen Grundlage Postgraduates nur die Domestic Fees an NZ-Unis zu zahlen hatten, mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Trotz der Kündigung mit „sofortiger Wirkung“ soll es aber wohl eine kurze Übergangsphase geben:

NZ hat auf Grund der Wirtschaftskrise gekündigt und die erhöhten Studiengebühren sollen wohl ab 2010 gelten (laut Auskunft IRH).

Damit dürften zumindest diejenigen, die ihren Aufenthalt bereits geplant haben und schon für ein Master-Programm im Herbst 2009 angenommen wurden, noch in den Genuss der geringeren Studiengebühren kommen.

Prädikatsexamen = Prädikatsanwalt ?!?!

von

Das Prädikatsexamen, von vielen angestrebt, von „weniger vielen“ erreicht und hat man es geschafft steht die Arbeitgeberwelt flehend vor der Tür, mit anderen Worten: man ist Spitzenjurist … oder auch nicht…

Es gibt tatsächlich eine Vereinigung deutscher Prädikatsanwälte (VdP), die einen Suchservice zur Vermittlung von hochqualifizierten Rechtsanwälten bietet. Anwälte, die im 2.Staatsexamen ein Prädikat erreicht haben, wenigstens 5 Jahre Berufserfahrung besitzen und eine Fachanwaltsbezeichnung führen, können sich hier registrieren lassen. Als Rechtsratsuchender wird man dann an außerordentlich gute Anwälte vermittelt.

Dafür gab es dann auch für die Vereinigung direkt eine Abmahnung der Rechtsanwaltskammer. Mittlerweile hat das LG Regensburg der Klage der Kammer stattgegeben, mit der Begründung, dass der Begriff „Prädikatsanwalt“ falsche Vorstellungen bei den Rechtssuchenden über die Befähigung der dortigen Anwälte hervorrufe. Es heißt in der Entscheidung, dass Juristen mit Prädikatsexamen „nicht notwendigerweise zu einer exklusiven Gruppe von Spitzenjuristen zählen…“. Da haben wir´s also: Prädikat ist nicht gleich Spitzenjurist!

Nun gut, damit ist zumindest der Ungerechtigkeit genüge getan, dass man in Bayern und Sachsen schon mit einem „befriedigend“ ein Prädikatsexamen erreicht hat.

Perspektiven nach dem Examen: Anwaltszuwachs sinkt deutlich

von

Möglicherweise ist das Berufsbild „Rechtsanwalt“ bald schon wieder attraktiver als noch vor einigen Jahren: Die Bundesrechtsanwaltskammer legt jährlich die Mitgliederstatistiken vor und seit einigen Jahren geht der Trend, was den Zuwachs gegenüber dem Vorjahr angeht, stetig nach unten. 1997 bis 2002 hatte die Rechtsanwaltskammer einen Mitgliederanstieg von jährlich um die 6000 Anwälte. Zum Stichtag 01.01.2009 betrug der Jahresanstieg nur noch 3464 Anwälte. Das ist der niedrigste Wert seit 1994; prozentual gesehen sogar der niedrigste seit 1967!

Dies soll aber natürlich nicht darüber hinweg täuschen, dass derzeit immerhin ca. 150.000 Rechtsanwälte in Deutschland zugelassen sind – was einen schon schmunzeln lässt wenn man sieht, wie viele es 1950 waren: etwa 13.000! 🙂

(leider habe ich auf der Seite der Bundesrechtsanwaltskammer nur die Statistik bis 2006 gefunden)

In einer Pressemitteilung vom 16.06.2009 wertet die Bundesrechtsanwaltskammer die Zahlen aus. Die meisten Mitglieder hat hiernach die Rechtsanwaltskammer München, die wenigsten Anwälte gibt es im Bezirk Saarbrücken. Interessant ist auch der Anstieg der „Frauenquote“: 4,55% mehr Anwältinnen als im Vorjahr!