Gute Stationszeugnisse ersetzen nicht das 2. Examen!
Immer wieder diskutiert wird im Netz die Bedeutung guter AG- und Stationszeugnisse. Dabei darf man zwar den Wert dieser Zeugnisse nicht überschätzen. Denn es hängt oftmals vom jeweiligen AG-Leiter / Ausbilder ab, wie gut das Zeugnis letztlich ausfällt. Dennoch haben diese Zeugnisse sicherlich ihre Bedeutung, wenn man sich später auf den ersten Job bewirbt. Der BGH musste aber tatsächlich dazu Stellung nehmen, ob gute Stationszeugnisse ausreichen, um eine Anwaltszulassung zu bekommen, wenn man endgültig durch das zweite Staatsexamen gefallen ist! mehr…








Nachdem das Referendariat beendet ist, gehts für die Meisten direkt in die Bewerbungsphase. Sofern man sich beispielsweise für den öffentlichen Dienst bewirbt, wird oft die Einwilligung zur Einsichtnahme in die Personalakte aus dem Referendariat gefordert bzw. die Ausstellung einer dem entsprechenden Vollmacht. Dort befinden sich schließlich alle Stationszeugnisse und Beurteilungen sowie sonstige Infos aus der vergangenen Referendarszeit. In der Vollmacht muss man natürlich auch angeben, wo diese Akte denn nun abrufbar ist. 
Viele Juristen entscheiden sich entweder vor dem Beginn des Referendariats oder nach dem Bestehen des 2. Examens dazu, einen Master-Studium als weitere Qualifikation zu absolvieren. Ein LL.M. kann sicherlich den Berufseinstieg erleichtern.
Gute Nachrichten für alle, die nach dem 2. Examen als Rechtsanwalt arbeiten möchten. Bekanntlich sind in der Vergangenheit sehr viele Anwälte auf den Markt geströmt, was sich im größer werdenden Wettbewerb äußerte. Zwar stieg im letzten Jahr die Zahl der Rechtsanwälte erneut. Laut Pressemitteilung der BRAK fiel der Zuwachs aber – wie schon in den vergangenen Jahren – geringer aus als im jeweiligen Jahr zuvor.
Ein ehemaliger Referendar aus Sachsen-Anhalt forderte, dass bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes nicht die geringe Unterhaltsbeihilfe zugrunde gelegt wird, sondern das erzielbare Einkommen als Richter. Das Arbeitsamt berechnete das Arbeitslosengeld aber nach der im letzten Jahr der Ausbildung bezogenen Unterhaltsbeihilfe i.H.v. 900 €/Monat brutto. Die hiergegen gerichtete Klage des Referendars wies das LSG Halle allerdings ab. 
Dass recherchiert wird, ist wohl mittlerweile für niemanden mehr ein Geheimnis, nur wie die Zahlen tatsächlich aussehen, war bisher nicht bekannt. Laut einer
… bzw. Ombudsfrau! In der Reihe der ungewöhnlichen Berufsbilder für Juristen soll an dieser Stelle das des Ombudsmanns vorgestellt werden. Der Ombudsmann erfüllt die Aufgabe eines unparteiischen Schiedsmannes. In Deutschland sind hauptsächlich Bürgerbeauftragte, die die Bürger bei der Wahrnehmung ihrer Rechte gegenüber der Verwaltung unterstützen, im Dienst. Bisher findet man die Ombudsmänner leider nur in einigen Bundesländern.
trendence ist ein Forschungsinstitut im Bereich Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Jedes Jahr ermittelt es für verschiedene Branchen die 100 Top-Arbeitgeber. Auch für den Bereich “Recht” hat trendence Absolventen nach ihren Wunscharbeitgebern befragt.
Mit einem guten Ergebnis im zweiten Examen hat man lediglich die erste Hürde genommen, falls der Traumjob Richter lautet. In den meisten Bundesländern werden anschließend geeignete Bewerber zum Assessment Center geladen und auf ihre Tauglichkeit geprüft.
Ein kleines Bundesland wie Bremen hat nur einen relativ geringen Bedarf an Richtern und Staatsanwälten. Zu besetzende Stellen werden daher explizit im Stellenportal der Hansestadt ausgeschrieben.
Eine gute Option nach dem 2. Staatsexamen ist es, an die Uni zurückzukehren, dort als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zu arbeiten und zu promovieren! Wer gerade am Ende des Referendariats ist oder dieses bereits beendet hat, kann sich nun beispielsweise auf folgende Stelle der Universität Hohenheim bewerben.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) in Nürnberg erstellt jährlich den “GFK-Vertrauensindex”. Die Umfrage hat das Ziel herauszufinden, wie verschiedene Berufsgruppen bei der Bevölkerung in Deutschland bzw. international angesehen ist.
So nach zwei Jahren und insgesamt 50 Beiträgen verabschiede ich mich nun von der Community auf juristenkoffer. Das Referendariat war insgesamt eine sehr schöne Zeit, mit spannenden Aufgaben, netten Menschen und dem einen oder anderen Jurakram. Genießt also euer Referendariat in vollen Zügen, denn das richtige Arbeiten (“Praxisschock”) kommt erst noch.
