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  • RefNews - Der Blog von und für Rechtsreferendare


REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 20/2026
Dienstag, der 12.05.2026
     

Ich geh mal eben telefonieren…

Wie es einem als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft ergehen kann, zeigt ein Blogbeitrag von RA Pohlen im „strafblog“. Gegenstand des Verfahrens war der Vorwurf der Hehlerei. Nach den Einlassungen der Angeklagten sowie der Beweisaufnahme war das Vorliegen des notwendigen Vorsatzes zumindest sehr zweifelhaft. Der Richter regte daher eine Einstellung nach § 153a StPO an, der Verteidiger wäre wohl mit einer Einstellung nach § 153 StPO einverstanden gewesen. Also musste die Referendarin während der Verhandlung ins Richterzimmer und telefonieren.  »»» 

Die ersten Tage bei der Staatsanwaltschaft

Nun ging alles ganz schnell. Letzte Woche fand die Verabschiedung beim Ausbilder in der Zivilstation statt und ab dieser Woche steht für uns bereits der Beginn bei der Staatsanwaltschaft auf dem Programm. Nachdem wir am ersten Dienstag in der Staatsanwaltschaft vom Behördenleiter begrüßt wurden und gezeigt bekommen haben, wo sich unsere Fächer für die Akten sowie die Referendarsroben für den demnächst beginnenden Sitzungsdienst befinden, ging es dann gleich los mit dem Unterricht.  »»» 

Durch die Sitzungsvertretung in die Presse…

von

Viele Referendare haben vor der ersten Sitzungsvertretung bei der Staatsanwaltschaft einen klitzekleinen Anfall von Nervosität, bei dem ein oder anderen stehen Schweißperlen auf der Stirn und eventuell schläft man nicht ganz so gut in der Nacht vor dem großen Auftritt. Und zu allem Überfluss kann es dann sogar passieren, dass man namentlich in der örtlichen Presse erwähnt wird. Und das passiert gar nicht so selten, wie folgende Beispiele aus der letzten Woche verdeutlichen.  »»» 

Rechtsreferendariat Wahlstation im Bereich Umweltrecht

von Ecologic Institut
Das Ecologic Institut bearbeitet als gemeinnützige Forschungseinrichtung relevante gesellschaftspolitische Fragestellungen der Nachhaltigkeits-forschung und ein großes Spektrum der Umweltthemen. Wir agieren unabhängig von politischen Parteien, Wirtschaftsinteressen und externen Organisationen. Seit der Gründung 1995 sind wir international eng vernetzt und Teil des Ecological Research Networks sowie von Think Sustainable Europe. Etwa 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten in internationalen und interdisziplinären Projektgruppen. Dazu gehört ein Team von fünf auf Umweltrecht spezialisierten Juristen. Bei uns erwartet Sie: *die Mitarbeit an interdisziplinären Forschungsvorhaben im Bereich Umweltrecht und –politik auf der nationalen, europäischen und internationalen Ebene *Kennenlernen der Arbeit einer international tätigen Nichtregierungsorganisation *die Betreuung durch deutsche Volljuristen mit Schwerpunkt im nationalen, europäischen und internationalen Umweltrecht *eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem internationalen und interdisziplinären Team *flexibles, familienfreundliches Arbeitsumfeld

Mit der Sitzungsvertretung in die Boulevardpresse

von

Allein die Tatsache, dass schon nach 5-monatigem Referendariat die erste Sitzungsvertretung des Staatsanwalts vor der Tür steht, versetzt sicherlich eine Vielzahl von Referendaren in Unruhe und Aufregung.

Dies allein nicht genug – immer wieder liest man auch in der lokalen Presse über pressetaugliche Verhandlungen und wenn nun gerade mal ein Referendar für die Staatsanwaltschaft auftritt, wird dieser in der Berichterstattung natürlich nicht ausgespart:

In Freiburg wurde der Verstoß gegen das Versammlungsgesetz verhandelt, dem Autor des Artikels hierüber ist der Referendar zumindest aufgefallen: „Die Staatsanwaltschaft schickte als Sitzungsvertretung einen Rechtsreferendar, der sich mit Fragen zurückhielt.“

Auf den Seiten der Südwest Presse findet sich ein Artikel über einen Prozess vor dem Münsinger Amtsgericht, hier ging es um die Eskalationen rund um verlorene Automatenspiele. Der Rechtsreferendar, der hier die Sitzungsvertretung übernahm, wurde sogar namentlich erwähnt:  „So lautete der Vorwurf in der von Rechtsreferendar Andreas Dörr verlesenen Anklageschrift…“ und sogar in einem weiteren Artikel ist von diesem Rechtsreferendaren zu lesen: „Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Rechtsreferendar Alexander Dörr, sah den in der Anklage erhobenen Vorwurf der gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung nach der Beweisaufnahme als bestätigt…“

Wir schlussfolgern also, dass man am AG Münsingen sehr oft mit der Sitzungsvertretung betraut wird und die örtliche Presse Schwierigkeiten mit Vornamen hat (Andreas-Alexander!??!)! 🙂