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  • RefNews - Der Blog von und für Rechtsreferendare


REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 43/2026
Montag, der 19.10.2026
     

Das Pferdeprinzip in der Anwaltsklausur

Diese „Eselsbrücke“ zu § 138 III ZPO kannte ich noch nicht:

„Mandantenvorbringen ist niemals nach § 138 III ZPO als unstreitig anzusehen! Man weiß ja nie, was der Gegner noch macht, man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen! – Pferdeprinzip!„

Aus einem kostenlos downloadbaren Skript zur Anwaltsklausur von RA Pfeiffer – juratexte.de.

OLG Celle: Nur noch Online-Bewerbung möglich

Das Oberlandesgericht Celle hat sein Einstellungsverfahren geändert. Möchte man sich für das Referendariat in diesem OLG-Bezirk bewerben, muss man sich nun zwingend online bewerben. Damit ist Celle das einzige Gericht, das das Bewerbungsverfahren modernisiert hat und eine Online-Bewerbung zulässt. Eigentlich längst überfällig in den heutigen Zeiten.

Das Bewerbungsverfahren läuft jetzt zweistufig ab: Zunächst einmal muss man die Online-Bewerbung ausfüllen und absenden. Dazu wird auf der Seite des OLG Celle eine Eingabemaske zur Verfügung gestellt, mit der man Schritt für Schritt durch das Bewerbungsverfahren geführt wird.

Ganz ohne den klassischen Postweg kommt aber auch Celle nicht aus. Nachdem man eine Eingangsbestätigung erhalten hat, muss man ein weiteres Formular („Ergänzende Erklärungen/Anlagen nach Absenden der Online-Bewerbung“) offline ausfüllen und zusammen mit weiten Unterlagen an das Oberlandesgericht senden.

Aus dem Merkblatt zur Bewerbung in Niedersachsen geht im übrigen hervor, dass bei den anderen beiden Oberlandesgerichten Oldenburg und Braunschweig noch das alte Bewerbungsverfahren gilt. Nur beim OLG Celle ist somit ein Online-Bewerbungsverfahren möglich. Warum sich die 3 OLGs nicht auf ein einheitliches Verfahren verständigen können, was es insbesondere für Bewerber einfacher machen würde, die sich für alle 3 Bezirke bewerben möchten, bleibt ein Geheimnis…

Neuauflage des Kopp/Schenke erschienen

Inzwischen ist die 16. Auflage des VwGO-Kommentars erschienen. Deshalb verkaufen wir nun die Vorauflage des Kopp/Schenke, die für die Referendarausbildung bei Gericht, insbesondere für die Pflichtklausuren in der Verwaltungsrechtsstation, vollkommen ausreicht.

Und die Vorauflagen anderer Kommentare – wie zum Beispiel den StPO-Kommentar Meyer-Goßner – findest Du ebenfalls bei uns im Shop!

Rechtsreferendare (m/w/d) für die Anwalts- oder Wahlstation

von Rechtsanwaltskanzlei Buchholz
Unsere spezialisierte Kanzlei liegt im Zentrum Leipzigs in der Goldschmidtstraße, nahe dem Augustusplatz. Unser Schwerpunkt ist das Verkehrszivilrecht und die Regulierung von Verkehrsunfällen.

Examensergebnisse 2008 in Baden-Württemberg

Nach vielen anderen Justizprüfungsämtern hat nun auch das LJPA des Landes Baden-Württemberg die Statistiken aus dem Jahr 2008 veröffentlicht. Auch wenn es nicht ausschlaggebend sein sollte, in welches Bundesland man zum Referendariat geht, so lohnt sich dennoch sicherlich ein Blick auf die zurzeit bestehenden Durchfallquoten und der Anzahl an Prädikatsexamina.

Im Jahr 2008 haben in Baden-Württemberg insgesamt 988 Kandidaten am zweiten Examen teilgenommen. Damit stieg die Zahl der Prüflinge im Vergleich zu den Vorjahren erneut leicht an. Hinsichtlich der Ergebnisse gab es eine erfreuliche Tendenz für die Referendare: Während die Durchfallquote um knapp 1 % auf nun 12,65 % sank, stieg die Quote der Prädikatsexamina deutlich von 11,7 % im Jahr 2008 auf jetzt 14,88 %!

Interessant sind schließlich die Infos zu den Notenverbesserern: Insgesamt 143 Kandidaten haben zumindest die schriftlichen Klausuren zur Verbesserung mitgeschrieben. Nach Abzug derjenigen, die auf die mündliche Prüfung verzichteten, haben immerhin 76 Kandidaten ihr Ergebnis verbessert; bei 46 Kandidaten reichte die Verbesserung für einen Notensprung.

Die Zahlen des Jahresberichts haben wir bereits bei der Seite zum Referendariat in Baden-Württemberg berücksichtigt. Wer sich für die Statistiken in den anderen Ländern interessiert, kann sich darüber auf unseren Infoseiten zum Rechtsreferendariat informieren.

Elektronisches Schwarzes Brett am KG Berlin

von

Eine an den Ausbildungsgerichten in Deutschland einmalige Idee wurde schon vor einiger Zeit beim KG Berlin realisiert: Das elektronische Schwarze Brett. Auf der Seite des KG Berlin, eingegliedert in die Internetpräsenz der Stadt Berlin, findet sich eben dieses Schwarze Brett und informiert, übersichtlich in Rubriken eingeteilt, über folgendes:

– Ausbildungsangebote von Kanzleien, Rechtsabteilungen und der öffentlichen Hand für Referendare in Berlin/Brandenburg, die sich in der Verwaltungsstation, Anwaltsstation oder Wahlstation befinden (sehr umfangreich und vielseitig)

– Ausbildungsangebote in ganz Deutschland außer Berlin/Brandenburg (leider nur auf einer Seite, was aber verständlich ist, es soll ja hauptsächlich die Referendare aus Berlin/Brandenburg ansprechen)

– Ausbildungsangebote im Ausland (dieser Bereich liefert Kontaktdaten hauptsächlich von Kanzleien; sehr weit gefächert von New York über Madagaskar bis nach Paris ist alles dabei und lässt kaum Wünsche offen)

Insbesondere die Ausbildungsangebote im Ausland sind für Referendare in ganz Deutschland interessant, man muss sich nicht ins Gericht setzten und die veralteten Wahlstationsordner wälzen, sondern sieht hier auf einen Blick, wann das Angebot eingestellt wurde bzw. wie aktuell es ist.

Das elektronische Schwarze Brett ist eine sehr sinnvolle Stellenbörse, die hoffentlich auch bald an anderen Gerichten zu finden ist.

Interessante Termine für Referendare

Es gibt viele Möglichkeiten, Kontakte für zukünftige Stationen zu knüpfen und wichtige Informationen für das Referendariat zu erhalten. Und dies nicht nur über Mund-zu-Mund-Propoganda, sondern es gibt auch viele offizielle Verantsaltungen, die man dazu nutzen kann und sollte.

Zwei (kurzfristige) Hinweise auf solche Veranstaltungen, die beide bereits morgen stattfinden werden, möchten wir Euch hier geben. In Berlin kann man Kontakte zu Anwälten knüpfen; In Bayern gibt es Infos zum zweiten Staatsexamen aus erster Hand:

Berlin

Via jurabilis… sind wir auf den Jura-Praxis-Tag an der HU Berlin aufmerksam geworden. Und auch wenn diese Jobmesse in der Uni stattfindet, richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich auch an Rechtsreferendare. Sicherlich eine gute Gelegenheit, mögliche Anwaltskanzleien für die Anwaltsstation kennen zu lernen.

Angesprochen sind natürlich auch die Referendar/innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen der Juristischen Fakultät. An diesem Tag besteht die Möglichkeit zu intensiven, gut vorbereiteten, persönlichen Gesprächen mit Vertretern in Berlin ansässiger Anwaltskanzleien.

Bayern

In Bayern laden die Münchener Juristische Gesellschaft e.V. und der Verein der Rechtsreferendare in Bayern e.V zu einer Sonderveranstaltung ein. Zum Thema „Erfahrungen aus der zweiten juristischen Staatsprüfung“ spricht unter anderem der Leiter des Bayer. Landesjustizprüfungsamts Herr Ministerialdirigent Dr. h.c. Heino Schöbel.

Die Referenten werden über ihre Erfahrungen aus der zweiten juristischen Staatsprüfung berichten. Sie werden dabei aus Sicht eines Prüfers und eines ehemaligen Prüflings über sie Vorbereitung und die Durchführung der schriftlichen und mündlichen informieren und aufzeugen, welche Anforderungen an die Teilnehmer gestellt werden. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht bei einem gemeinsamen Imbiss noch Gelegenheit zu einem weiteren Gedankenaustausch.

Beide Veranstaltungen sind interessante Termine für Kurzentschlossene. Sie finden beide bereits morgen, Dienstag, den 13.10.2009 statt!

Viele weitere interessante Veranstaltungstipps für Referendare findest Du beim Stationsradar – dem Portal für Stationsangebote, Nebenjobs und Veranstaltungen für Referendare!

Juristen dominieren mal wieder im neuen Bundestag

von

Wie auch schon in den vorangegangenen Wahlperioden bietet sich ein einheitliches Bild: Die große Mehrheit der Abgeordnenten ist Jurist, in der letzten Legislaturperiode war sogar ein Rechtsreferendar dabei. Wirtschaftspolitiker sterben langsam aus, das zeichnete sich schon in der 16. Wahlperiode ab. Und schon ist die Rede von Kompetenzverlust des Bundestages…wir werden sehen.

Auf den Seiten des Bundestages findet sich ein pdf-Dokument (spannend wird es ab Seite 7) womit man sich ein sehr genaues Bild über die Verteilung der Berufsgruppen machen kann, was teilweise höchst interessant ist. Leider wird nur der Zeitraum bis zur 16. Legislaturperiode betrachtet, aber das wird sicher bald ein Praktikant aktualisieren 🙂

Nun aber zu meinem Ranking der unerwartetsten Abgeordnentenberufe:

Auf Platz 1: Hochofenwerker (1x in der 16.WP), dicht gefolgt von Platz 2: Lokomotivführer und -heizer und auf Platz 3: Friseur

Ich bin bereits jetzt höchst gespannt auf die Statistik des neu gewählten Bundestages!

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung…

von

Nein, ich glaube nicht, dass ich nochmals ins Schriftliche muss! 🙂 Auch wenn man natürlich nie genau einschätzen kann, was letztlich raus kommt und ob man bestanden hat, bin ich alles in allem ganz zufrieden mit den Klausuren. Wenn ich dann doch durchfalle und nicht zur Mündlichen geladen werde, stellt sich für mich das ganz große Problem, dass ich nicht weiß, wie ich mich für den nächsten Versuch besser vorbereiten sollte.

Nach den Klausuren war natürlich erst einmal Feiern angesagt. Und wie so oft, wenn der Stress abfällt, habe ich mir anschließend eine (kleine) Erkältung eingefangen und auskuriert. Urlaub gab es dann auch noch für 2 Wochen. Aber wie so viele Juristen habe ich nach gut zwei Wochen Abschalten schon ein schlechtes Gewissen bekommen und bin gestern wieder mit dem Lernen angefangen.

Zwar zeigt die Erfahrung aus dem ersten Examen, dass man sich auf eine mündliche Prüfung eh nicht wirklich vorbereiten kann. Es kommt halt viel auf die Prüfer und die Tagesform an, so dass die eigentliche Vorbereitung erst nach Erhalt der Prüfer-Protokolle beginnt. Aber zum einen möchte ich nicht aus dem Lernrhythmus kommen und zum anderen kann man sich ja wenigstens auf den Aktenvortrag schon jetzt vorbereiten. Ich habe mich jedenfalls mit einem Freund zusammengeschlossen. Wir wollen uns dann zunächst zwei Mal die Woche treffen und Aktenvorträge üben bzw. vor dem anderen halten. Ob wir die Frequenz dann zum Mündlichen hin noch steigern werden, müssen wir mal sehen.

In jedem Fall gilt, dass nach der Prüfung vor der Prüfung ist! Da hat man noch nicht mal Gewissheit, ob und wie das Schriftliche geklappt hat, und bereitet sich schon auf die Mündliche vor. Aber auf jeden Fall werde ich es in den nächsten Wochen bis zur Bekanntgabe der Klausurergebnisse eher locker angehen lassen und sicherlich wieder öfter dazu kommen, Artikel im RefBlog zu schreiben.

Mehr Geld für Referendare aus Schleswig-Holstein!

Bei der Überarbeitung unserer Infoseiten zum Referendariat haben wir festgestellt, dass zumindest die Referendare aus Schleswig-Holstein sich seit August über mehr Geld freuen dürfen. Dort stieg die Unterhaltsbeihilfe von zuletzt 911,57 Euro auf nun 971,57 Euro.

In den anderen Bundesländern gab es seit der letzten Auktualisierung keine Erhöhung der Unterlatsbeihilfe. Eine Übersicht über die Höhe der Referendarsgehälter in den Ländern findest Du hier (Stand: September 2009).

Blog über die Verwaltungsstation in Hong Kong

Das Referendariat bietet sich dazu an, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen. Möglich ist dies aber nicht nur in der Wahlstation. In den meisten Bundesländern ist ein solcher Auslandsaufenthalt auch in der Verwaltungsstation zulässig. So haben beispielsweise zwei meiner AG-Kollegen ihre Verwaltungsstation bei der Deutschen Botschaft im Jemen bzw. in der Türkei verbracht.

Flagge von Hong Kong

Im Netz schreibt zurzeit eine Referendarin aus Köln ein Blog über die Verwaltungsstation in Hong Kong. Sabine hat zunächst mit ihrer Schwester eine Rundreise durch Asien gemacht und ist nun bei der Außenhandelskammer in Hong Kong als Referendarin. Wer sich fragt, mit was man sich bei der AHK beschäftigt, hier die Antwort:

Hauptsächlich habe ich drei Aufgaben:

1. Zwischen deutschen und hongkonger Unternehmen zu vermitteln, wenn einer z.B. nicht zahlen will, die Ware aber schon geliefert wurde

2. wenn die Vermittlung nicht klappt, ein Inkassounternehmen zu beauftragen und

3. fuer Unternehmen, die Geschaeftsbeziehungen mit hongkonger Unternehmen eingehen oder sich an einem hongkonger Unternehmen beteiligen wollen, einen sog. Unternehmensreport zu erstellen, damit man die Kreditwuerdigkeit u.ae. besser beurteilen kann.

Ausserdem bekomme ich noch andere kleinere juristischen Anfragen, letzte Woche z.B. die Frage, wie Gesellschafter und Geschaeftsfuher von verschiedenen Gesellschaftsformen haften.

Neben langen und sehr interessanten Berichten gibt es viele eindrucksvolle Bilder aus Shanghai, Peking, von den Philippinen und aus Hong Kong. Allein diese Fotos sind Grund genug, sich das Tagebuch von Sabine anzuschauen! In jedem Fall haben wir das Blog in die Linkliste unter „Verwaltungs- & Wahlstations-Blogs“ aufgenommen.

Durchfallquote in Thüringen fast verdoppelt!

Laut dem Jahresbericht des Thüringer Justizprüfungsamtes hat sich die Durchfallquote im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Sie stieg von 12,25 % auf nunmehr 23,62 % an! Auch wenn noch nicht alle JPA´s der Länder die Jahresstatistiken 2008 veröffentlicht haben, so ist Thüringen aller Voraussicht nach bei der aktuellen Durchfallquote ganz vorne dabei.

Auch wenn das kein Ausgleich ist, so stieg zumindest auch die Anzahl an Prädikatsexamina leicht an. Dennoch ist auch die Anzahl der Kandidaten, die ein VB oder besser erreicht haben, mit 11,81 % unter dem Bundesdurchschnitt.

Alle weiteren Infos zum Referendariat in Thüringen, wie zum Beispiel zum Bewerbungsverfahren und zur Unterhaltsbeihilfe, findest Du auf unserer Übersichtsseite…

Saarland: Jahresbericht 2008 veröffentlicht

Das Landesprüfungsamt für Juristen hat die Statistiken der zweiten juristischen Staatsprüfung für das Jahr 2008 veröffentlicht. Danach haben von 143 Kandidaten lediglich 20 das zweite Examen nicht bestanden. Die Durchfallquote im Saarland sank somit von 18,55 % auf nunmehr 13,99 %. Immerhin 21 Prüflinge schafften es, im Ergebnis ein Vollbefriedigend oder besser zu erreichen. Die Quote der Prädikatsexamina lag damit 2008 bei 14,69 %.

Interessant ist auch die Durchschnittspunktzahl, die die Kandidaten laut dem Jahresbericht des JPA Saarland erreicht haben. So lag die Durchschnittspunktzahl bei den Kandidaten, die schließlich das Examen bestanden, bei 7,26 Punkten. Bei Einrechnung auch der durchgefallenen Prüflinge ergibt sich eine durchschnittliche Punktzahl von 6,72.

Der vollständige Jahresbericht kann hier abgerufen werden. Die neuen Zahlen haben wir aber auch bereits in unsere Übersichtsseiten zum Referendariat im Saarland eingearbeitet.