Wir haben hier schon öfter davon berichtet – vom Rechtsreferendariat in Teilzeit. Nun setzt sich auch Guido Wolf (CDU), Justizminister vom Baden-Württemberg, auf Bundesebene dafür ein. Denn die Justiz müsse ihren Beitrag zum familienfreundlichen Arbeits- und Ausbildungsverhältnis leisten. „Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf legen wir in der Justiz großen Wert“. Da aber eine Änderung der Juristenausbildung erforderlich ist und das Deutsche Richtergesetz geändert werden muss, erarbeitete Wolf mit seinem Ministerium ein entsprechendes Modell und brachte es eine Arbeitsgruppe der Justizminister-Konferenz ein. Dieses soll nun als Basis für einen Gesetzentwurf dienen. »»»
REFERENDARIATNEWS
Justizminister Guido Wolf setzt sich für Teilzeitreferendariat ein
Studie zu Examensergebnissen in den einzelnen Bundesländern
Im September diesen Jahres wurde die Studie „Hängen die Ergebnisse der zweiten juristischen Prüfung vom Examensort ab?“ veröffentlicht, die sich mit dem Vergleich der Examensergebnisse in den einzelnen Bundesländern beschäftigt.
Ist es für das Ergebnis relevant, wo die Prüfung abgelegt wurde? Sind die Anforderungen in einem Bundesland höher als in einem anderen? Kann sich ein Bundeslandwechsel nach der ersten juristischen Prüfung auf die Examensnote positiv wie negativ auswirken?
Die Untersuchung von Lorenz Kähler, Uwe Engel und Franziska Ritter wertete Noten beider Staatsexamina von mehr als 18.400 Studenten von 2009 bis 2014 aus. Die nötigen Daten wurden von 10 Bundesländern geliefert, so ist es leider kein bundesweiter Vergleich geworden, wie ursprünglich geplant. »»»
Frust an Deutschlands Verwaltungsgerichten – SternTV berichtet
Dass die Verwaltungsgerichte aufgrund der Massen an zu bearbeitenden Asylverfahren total überlastet sind, berichteten wir ja schon einige Male hier in den RefNews. Am 11. Oktober 2017 wurde auch bei SternTV ein Beitrag dazu ausgestrahlt, den wir Euch hier zu Teilen etwas zusammenfassen möchten.
Die VG´s müssen über jeden einzelnen Asylfall entscheiden, in dem geklagt wurde. Denn jeder hat das Recht gegen die Entscheidung der Bundesrepublik Deutschland Klage einzureichen. Im zweiten Quartal 2017 taten das auch 62% der abgelehnten Asylbewerbern. Und das macht sich bemerkbar! In VG Düsseldorf, dem zweitgrößten VG Deutschlands, liegt die Belastungsquote der Mitarbeiter bei über 270%. Hier werden bis zu 80% Asylverfahren bearbeitet, der Rest wird aufgeschoben. »»»
Rechtsreferendar:in für die Wahlstation
Die „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ engagiert sich seit 2021 bundesweit für Innovationen in Studium und Lehre. Dafür fördert sie Projekte an einzelnen Hochschulen oder Verbundvorhaben. Zudem schafft die Stiftung Vernetzungsangebote für Gestalter:innen der Lehre, stärkt den Wissenstransfer und fördert den Austausch über Projektergebnisse, Erfolge und Herausforderungen. Die jährlichen Mittel von 150 Mio. werden von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt. Blog – Wahlstation in Kenia
Wenn die Wahlstation ansteht, spielen sehr viele Rechtsreferendare mit dem Gedanken, diese im Ausland zu verbringen.
Wir haben einen interessanten Blog im Internet entdeckt, in dem eine Referendarin ihre ersten Tage ihrer Wahlstation in Nairobi, Kenia schildert. Dabei geht es bis jetzt noch gar nicht um ihre juristische Tätigkeit, sondern eher um Eindrücke des Landes, der Menschen und Verhaltensweisen. »»»
Richter auf Probe – welche Examensergebnisse sind notwendig?
Wir haben für Euch unsere Richterseiten auf den neusten Stand gebracht! So könnt Ihr unter juristenkoffer.de/richter alle wesentlichen Informationen zu den Einstellungsvoraussetzungen nachlesen, die aktuell je nach Bundesland gefordert werden. Aber auch Wissenswertes über die Bewerbung, das Bewerbungsverfahren und Besonderheiten in den Fachgerichtsbarkeiten haben wir Euch zusammengestellt.
Hier könnt Ihr Euch einmal einen Überblick über die Anforderungen der Examensergebnisse verschaffen, die in Berlin sogar gesenkt wurden. Fachgerichtsbarkeiten können abweichen. »»»
Es muss nicht immer die Anwaltskarriere sein
Finanzbeamter, Jurist in einem Unternehmen oder in einem Ministerium, Anwalt oder Richter – sie alle haben die gleiche Grundlage, das Jurastudium. „Dem Absolventen steht eine Vielzahl von Möglichkeiten offen“, so der Generalsekretär des Vereins Deutscher Juristentag Andreas Nadler. Denn der Großteil der Volljuristen sind zwar Anwälte, das muss aber nicht so sein. Wie wäre es mit dem Arbeiten in Rechtsabteilungen von Unternehmen und Verbänden oder einer Richter- oder Staatsanwaltstätigkeit? Oder wäre vielleicht die Lehre und Forschung oder eine Steuerberatungskanzlei interessant? Aber auch die Branche Legal Tech birgt neue Herausforderungen. »»»
Baldiges Aus für die Wahlstation in den USA?
Eine Auslandsstation gehört für viele Rechtsreferendare in der heutigen Zeit einfach dazu. Es spricht ja auch einiges dafür. Man sammelt viel wertvolle internationale und kulturelle Erfahrung, die Fremdsprachenkenntnisse – insbesondere das Fachvokabular – werden vertieft und weiter ausgebaut und man erhält Einblicke in ein anderes Rechtssystem. Spätere Arbeitgeber, wie große Unternehmen, setzten einen Auslandsaufenthalt voraus bzw. bevorzugen diese Bewerber. »»»
Niedersächsisches Justizprüfungsamt stellt zweimal die gleiche Klausur
Wie würdet Ihr reagieren, wenn Ihr bei Eurem Notenverbesserungsversuch feststellt, die selbe Klausur im Jahr zuvor schon einmal geschrieben zu haben? Genau das passierte im Juli 2017 in Hannover. Rund 200 Prüflinge bekamen die im Juli 2016 bereits schon einmal gestellte Zivilrechtsklausur zur Bearbeitung. Besonders aufgefallen muss das natürlich den Notenverbesserern sein. »»»
Die Weiterbildung zum Fachanwalt
Fakt ist: Die meisten Juristen werden nach dem 2. Examen den Beruf als Rechtsanwalt bzw. Rechtsanwältin ergreifen. Auch wenn man im Studium und Referendariat zum Generalisten ausgebildet wird, ist es heute üblich, nicht als „Feld-, Wald- und Wiesenanwalt“ zu arbeiten, sondern sich mit einer Fachanwaltschaft zu spezialisieren. Man sollte sich also frühzeitig mit dieser Form der Weiterbildung intensiv beschäftigen.
Informationen findet man im Internet ohne Probleme – beispielsweise auf dem Portal www.fachanwalt.de, das sich an Rechtssuchende (mit einer Suchfunktion, den passenden Fachanwalt zu finden) und an Juristen (mit Informationen zur Weiterbildung als Fachanwalt sowie vieler rechtsgebietsbezogener Infos) gleichermaßen richtet. So werden unter anderem die Unterschiede von einer Fachanwaltschaft einerseits und den Interessen- bzw. Tätigkeitsschwerpunkten eines Anwalts andererseits gut dargestellt: »»»
Bewertungsportale für Richter und Gerichte
„Richterscore“ und „Marktplatz-Recht“ sind Portale, auf denen Richter bewertet werden können. Das Gesetz zur Erweiterung der Medienöffentlichkeit in Gerichtsverfahren erlaubt nun, dass Kameras bei der Urteilsverkündung von obersten Bundesgerichten laufen. Spezielle Verfahren dürfen sogar vollständig aufgenommen werden. Das alles soll einer höheren Transparenz der Justiz und der damit verbundenen Qualitätssteigerung dienen. Denn wenn sich Richter unter Beobachtung fühlen, werden sie sich wohl besser vorbereiten, die Verfahren durchdachter führen und ihre Entscheidungen wortgewandter vortragen, oder? »»»
Tipp: Kostenlose Veranstaltungen des AnwaltVereins Stuttgart für Referendare
Es gibt viele sehr interessante Veranstaltungen, die sich auch an Rechtsreferendare (als zukünftige Volljuristen) richten. Zum Teil sind diese Veranstaltungen für Referendare dann sogar noch kostenlos – so wie die beiden Events des AnwaltVereins Stuttgart, die im September stattfinden werden!
Twittern für Juristen
Dieser Kurzvortrag zu den Grundlagen von Twitter richtet sich gezielt an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die mit Hilfe von Twitter Ihr digitales Marketing vorantreiben wollen. Der Vortrag zeigt Handlungsweisen auf und gibt konkrete Tipps für den Alltag. Rechtliche Aspekte werden an diesem Abend nicht behandelt.
Referent ist Erik Hägele. Er zählt bei Twitter zu den „Top-Adressen“ und hat zwischenzeitlich mehr als 34.000 Tweets veröffentlicht. Erik Hägele ist bundesweit als Dozent/Referent für Social Media-Seminare und Vorträge tätig. »»»
Überlastung an den Verwaltungsgerichten
Flüchtlinge klagen – Gerichte kommen nicht mehr hinter her. So sieht die derzeitige Situation an Deutschlands Verwaltungsgerichten aus.
Die Zahl der Asylverfahren ist drastisch gestiegen. 2015 waren es noch 50.000, 2016 100.00 und 2017 soll es sogar rund 200.000 Verfahren geben. „Die Arbeitsbelastung ist extrem hoch“, so Georg Schmidt, Gerichtspräsident der dpa. Und es klagen immer mehr Flüchtlingen gegen ablehnende Bescheide oder auf den vollen Flüchtlingsstatus. »»»





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