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REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 23/2026
Freitag, der 05.06.2026
     

Alle Artikel der Kategorie "Bayern"

Ausbildungsreferent Harald Reiter im Staufenbiel-Interview

von

Harald Reiter, Richter am OLG München, ist seit April 2009 als Ausbildungsreferent für die Referendarausbildung im OLG Bezirk München zuständig. In den Jahren 1998 bis 2005 war er Arbeitsgemeinschaftsleiter für die Referendare in Augsburg und München – also jemand, der sich zwangsläufig sehr gut auskennen muss.

In der aktuellen Ausgabe von Staufenbiel Jura ist ein Interview zu finden, in welchem Herr Reiter sich zu verschiedenen Fragen rund ums Referendariat äußert. Beispielsweise geht es um Fragen rund um die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten im Referendariat und die Wichtigkeit von Wahl- und Anwaltsstationen. Interessant ist insbesondere seine Auffassung von Promotion parallel zum Referendariat: Seiner Erfahrung nach führt eine Promotion während des Referendariats zu Abstrichen bei der Examensnote.

Das vollständige Interview kann hier nachgelesen werden.

Erhöhung der Unterhaltsbeihilfe

Wir haben unsere Infoseiten zum Rechtsreferendariat aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. In dieser Aktualisierungsrunde hat sich allerdings relativ wenig getan. Insbesondere die Wartezeiten auf einen Referendarplatz sowie die Gehälter sind in den meisten Ländern unverändert geblieben.

Freuen können sich aber zumindest die (zukünftigen) Rechtsreferendare in Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen. In diesen Bundesländern stieg die Unterhaltsbeihilfe – wenigstens etwas – zum 01.03.2010.

Bayern

In Bayern erhalten Referendare zukünftig 1046,52 Euro (vormals: 1034,11 Euro). Man darf aber gar nicht darüber nachdenken, was von der sagenhaften Erhöhung von 12,40 Euro nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben tatsächlich übrig bleibt 😉

Zudem wurde der Familienzuschlag auf 113,04 Euro (vormals: 111,70 Euro) und die vermögenswirksamen Leistungen auf 6,65 Euro angehoben.

Rheinland-Pfalz

Die Referendare in Rheinland-Pfalz können sich über eine Gehaltssteigerung von 12,17 Euro brutto freuen. Die Unterhaltsbeihilfe stieg auf 1026,27 Euro. Vermögenswirksame Leistungen werden in Rheinland-Pfalz anders als in Bayern nicht gezahlt.

Thüringen

Schließlich stieg auch das Gehalt in Thüringen, in dem die Referendare noch als Beamte auf Widerruf eingestellt werden. Hier erhalten die Referendare seit dem 01.03. nun 1197,37 Euro. Thüringen bleibt damit überraschenderweise Spitzenreiter, was die Entlohnung der Juristen im Vorbereitungsdienst angeht!

Übersicht über die Höhe der Unterhaltsbeihilfen

Über die Höhe der Unterhaltsbeihilfen der anderen Länder kannst Du Dich ausführlich auf den oben verlinkten Seiten informieren. Einen kurzen Überblick gibt Dir die Grafik zu den Gehältern der Referendare in Deutschland.

Interessante Termine für Referendare

Es gibt viele Möglichkeiten, Kontakte für zukünftige Stationen zu knüpfen und wichtige Informationen für das Referendariat zu erhalten. Und dies nicht nur über Mund-zu-Mund-Propoganda, sondern es gibt auch viele offizielle Verantsaltungen, die man dazu nutzen kann und sollte.

Zwei (kurzfristige) Hinweise auf solche Veranstaltungen, die beide bereits morgen stattfinden werden, möchten wir Euch hier geben. In Berlin kann man Kontakte zu Anwälten knüpfen; In Bayern gibt es Infos zum zweiten Staatsexamen aus erster Hand:

Berlin

Via jurabilis… sind wir auf den Jura-Praxis-Tag an der HU Berlin aufmerksam geworden. Und auch wenn diese Jobmesse in der Uni stattfindet, richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich auch an Rechtsreferendare. Sicherlich eine gute Gelegenheit, mögliche Anwaltskanzleien für die Anwaltsstation kennen zu lernen.

Angesprochen sind natürlich auch die Referendar/innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen der Juristischen Fakultät. An diesem Tag besteht die Möglichkeit zu intensiven, gut vorbereiteten, persönlichen Gesprächen mit Vertretern in Berlin ansässiger Anwaltskanzleien.

Bayern

In Bayern laden die Münchener Juristische Gesellschaft e.V. und der Verein der Rechtsreferendare in Bayern e.V zu einer Sonderveranstaltung ein. Zum Thema „Erfahrungen aus der zweiten juristischen Staatsprüfung“ spricht unter anderem der Leiter des Bayer. Landesjustizprüfungsamts Herr Ministerialdirigent Dr. h.c. Heino Schöbel.

Die Referenten werden über ihre Erfahrungen aus der zweiten juristischen Staatsprüfung berichten. Sie werden dabei aus Sicht eines Prüfers und eines ehemaligen Prüflings über sie Vorbereitung und die Durchführung der schriftlichen und mündlichen informieren und aufzeugen, welche Anforderungen an die Teilnehmer gestellt werden. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht bei einem gemeinsamen Imbiss noch Gelegenheit zu einem weiteren Gedankenaustausch.

Beide Veranstaltungen sind interessante Termine für Kurzentschlossene. Sie finden beide bereits morgen, Dienstag, den 13.10.2009 statt!

Viele weitere interessante Veranstaltungstipps für Referendare findest Du beim Stationsradar – dem Portal für Stationsangebote, Nebenjobs und Veranstaltungen für Referendare!

Wahlstation fuer Rechtsreferendare (m/w/d)

von AdmiralDirekt.de GmbH
Wir sind die AdmiralDirekt.de GmbH, eine Direktvertriebstochter der Itzehoer Versicherungen, und suchen fuer unseren Standort in Koeln Rechtsreferendare (m/w/d) im Rahmen der Wahlstation als Juristinnen bzw. Juristen im Bereich Zivilrecht. Langfristig bieten wir Ihnen einen modernen Arbeitsplatz mit Gleitzeit und erstklassigen Entwicklungsperspektiven innerhalb eines sympathischen und dynamischen Teams. Fach- und Fuehrungskraefte besetzen wir groesstenteils aus eigenen Reihen.

Jahresberichte 2008 für Bayern und Sachsen

Die Landesprüfungsämter aus Bayern und Sachsen haben bereits die Zahlen für das 2. Staatsexamen in ihren Ländern veröffentlicht. Von besonderem Interesse sind natürlich – gerade für fertige Studenten, die demnächst ins Referendariat starten werden, – die Zahlen zur Durchfallquote und zu der Anzahl an Prädikatsexamina, die im letzten Jahr vergeben wurden.

Bayern

In Bayern lag die Durchfallquote – nach einem sprunghaften Anstieg auf 17,1 % – im Jahre 2008 bei 13,7 %. Sie ist damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp dreieinhalb Prozent gesunken. Die Anzahl an Prädikatsexamina ist dagegen nahezu konstant geblieben. Nach 15,8 % im Jahre 2007 lag die Anzahl der Referendare, die 2008 das Examen mit vollbefriedigend oder besser abgeschnitten haben, bei 15,88 %.

Im Anhang des Jahresberichts findet sich auch noch eine Übersicht über den Inhalt der Examensklausuren. Auch wenn man zumindest keine Rückschlüsse auf die materiell-rechtlichen Inhalte der nächsten Klausuren ziehen kann, so ist dann aber die Zusammenstellung der Art der Klausuren sehr interessant:

Zu fertigen waren insgesamt zwei Urteile mit Tatbestand, drei Urteile ohne Tatbestand, eine Beschwerdeentscheidung des Gerichts, drei Gutachten, zwei Abschlussverfügungen der Staatsanwaltschaft, acht Rechtsanwaltsschriftsätze sowie ein Plädoyer des Verteidigers.

Sachsen

In Sachsen ist die Durchfallquote erfreulicherweise im Jahr 2008 im Vergleich deutlich gesunken: Sie sank von 21,61 % (2007) auf nunmehr 17,77 % und damit um knapp 4 Prozentpunkte. Die Quote an Prädikatsexamina ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Sie stieg aber immerhin leicht auf 9,76 %. Schließlich findet sich im Jahresbericht noch eine Information zum Erfolg von Notenverbesserungsversuchen: von 18 Notenverbesserern, die diesen Versuch beendeten und bestanden, haben sich 15 verbessert; nur 3 Kandidaten verschlechterten sich.

Weitere Informationen findest Du im übrigen bei unseren Infoseiten zum Referendariat in Bayern und zum Referendariat in Sachsen.

Das Referendariat in Bayern im Überblick!

Wie läuft das Bewerbungsverfahren für einen Referendariatsplatz in Bayern ab? Muss ich mit einer Wartezeit rechnen? Und wie hoch ist eigentlich die Unterhaltsbeihilfe?

Antworten auf diese Fragen und noch viele weitere Informationen findest Du auf unserer Info-Seite zum Rechtsreferendariat in Bayern!