Es gibt Neues im Fall der verkauften Examenssachverhalte in Niedersachsen. Laut Recherchen des „Spiegels“, auf die die „Strafakte“ in einem ausführlichen Bericht Bezug nimmt, soll die Zentralstelle für Korruptionsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Verden in den nächsten Tagen Anklage gegen den Richter erheben.
Aus den Ermittlungsakten ergebe sich, dass der Richter in ca. 20 Fällen Sachverhalte zum Kauf angeboten haben solle, die nun Gegenstand der Anklage seien.
Weitere pikantes Detail aus den Ermittlungsakten: Der Richter, der zum Tatzeitpunkt Ressortleiter im Justizprüfungsamt Celle war und so Zugriff auf die Sachverhalte im 2. Examen hatte, soll bis zu fünf intime Beziehungen zu Referendarinnen unterhalten haben.
Deal or no deal
Die große Frage, die insbesondere die Kunden des Richters interessieren dürfte, lautet, ob der Beschuldigte möglicherweise auf einen Deal eingeht und die Namen seiner Kunden preisgibt. Dies dürfte ihm eine erhebliche Strafmilderung einbringen. Der Niedersächsischen Justiz wäre es dann möglich, jetzige Richter und Staatsanwälte aus dem Dienst zu entlassen, die ihr Examen betrügerisch erlangt haben.
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