
Natürlich gelten auch in Köln die allgemeinen Spielregeln für ganz NRW: Ein Prädikatsexamen (9,0 Punkte) im zweiten Staatsexamen ist der Goldstandard, aber ab 7,76 Punkten bist du dabei, wenn du persönlich voll überzeugst. In Köln schaut man besonders genau hin, ob du entscheidungsfreudig bist und gut kommunizieren kannst.
Ein wichtiger Punkt für die Chancengleichheit: Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt, und Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung sind absolut willkommen.
Der Antrag auf Einstellung ist auch hier zu richten an den
Präsidenten des Oberlandesgerichts
Reichenspergerplatz 1
50670 Köln
per E-Mail an Bewerbung-Richterdienst@olg-koeln.nrw.de. Falls du Fragen hast, ist Frau Jana Hoch (Tel.: 0221 / 7711 – 319) deine Ansprechpartnerin.
Dein Motivationsschreiben sollte kurz und knackig sein, aber wichtige Infos enthalten:
- Wann willst du anfangen?
- In welchen Landgerichtsbezirk zieht es dich?
- Die Zusage, dass du andere Bewerbungen sofort zurückziehst, wenn es in Köln klappt.
- Dein Einverständnis, dass man in deine Akten schaut.
- Ob du schon als Anwalt zugelassen bist.
In Köln musst du ein bisschen mehr Papierkram einreichen als in anderen Bezirken. Du brauchst:
- Die unterschriebenen Erklärungen zur Verfassungstreue, zur Datenspeicherung und zur Verschwiegenheit.
- Gleich zwei Lebensläufe: einmal tabellarisch und einmal handschriftlich als Fließtext.
- Kopien beider Examenszeugnisse inklusive der Einzelnotenübersicht.
- Ganz wichtig: Anders als in Düsseldorf möchte Köln auch dein Abiturzeugnis sowie alle Stations- und AG-Zeugnisse aus dem Referendariat sehen.
- Falls vorhanden: Nachweise über Jobs nach dem Examen, Promotionen oder deinen Schwerbehindertenausweis.
Das Bewerbungsverfahren
Die aktuellen Termine findest du immer auf der OLG-Webseite. Meistens werden sechs Leute eingeladen. Du musst dich in einem etwa 45-minütigen Einzelgespräch vor der Auswahlkommission beweisen.
Wer sitzt dir gegenüber? In der Regel ist es eine fünfköpfige Runde aus dem OLG-Präsidenten (oder Vertretung), einer Leitung eines der vier Präsidialgerichte, dem Personaldezernenten, der Gleichstellungsbeauftragten und jemandem vom Bezirksrichterrat.
Das Beste am Kölner Verfahren: Du musst nicht ewig warten. Meistens bekommst du noch am selben Tag einen Anruf mit dem Ergebnis. Wenn alles glattgeht, erfolgt deine Einstellung zu festen Terminen (Mitte Januar, April, Juni, September oder November). Wo genau du landest, hängt vom Personalbedarf ab, wird aber individuell mit dir besprochen.


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