Die Staatsanwaltschaft ist die „Objektivste Behörde der Welt“. Als Staatsanwalt leitest du Ermittlungsverfahren, führst die Polizei an und entscheidest am Ende, ob Anklage erhoben wird oder das Verfahren eingestellt wird. Du bist der Vertreter des Staates in der Hauptverhandlung und plädierst für ein gerechtes Urteil.
Die Bewerbung erfolgt wie beim Richteramt zentral beim Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, Schillerplatz 4, 70173 Stuttgart. Auch hier gilt die 8,0-Punkte-Grenze als Standard für den höheren Dienst.
Wer 7,0 Punkte erreicht hat, kann unter Umständen als Volljurist in die Amtsanwaltslaufbahn einsteigen, mit der Option, bei sehr guten Leistungen später in den höheren Dienst zu wechseln. Die benötigten Unterlagen umfassen ebenfalls Motivationsschreiben, Lebenslauf, Examenszeugnisse, Stationszeugnisse und die üblichen Erklärungen. In der Probezeit ist in der ordentlichen Gerichtsbarkeit ein Wechsel zwischen Gericht und Staatsanwaltschaft fest eingeplant (meist zwei Jahre pro Station), damit man beide Seiten der Medaille kennenlernt. Das Ministerium legt Wert darauf, dass Staatsanwälte einen weiten Ermessensspielraum haben und eigenverantwortlich arbeiten. Auch hier sind Fortbildungen, wie zum Beispiel zur Handhabung von Großverfahren oder Internet-Kriminalität, fester Bestandteil der Ausbildung.



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