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  Ausgabe 14/2026
Sonntag, der 05.04.2026
     

 / Vor dem Referendariat

Examensprüfungen vorbei – nun beginnt die freie Zeit?

von

Die Examensprüfungen rückten immer näher. Langsam kamen Zweifel, ob man wirklich an „alles“ gedacht hat. Auch ich stellte mir  kurz vor dem Examenstermin einige Fragen: War meine Lernmethode die richtige? Habe ich auch die Problemschwerpunkte ausreichend vertieft? Was mache ich, wenn dann doch auf einmal Erbrecht gefragt ist, was ich nur oberflächlich gelernt habe? Man bekommt Panik, Angst und Selbstzweifel. Oder hätte ich mich doch erst zu einem späteren Zeitpunkt zum Examen anmelden sollen? Eigentlich hätte ich mehr Zeit gebraucht – oder nicht?

Letztlich war es für mich die Anmeldung zum Examen der entscheidene Auslöser. Der Zeitdruck gibt dir letztenendes noch einmal den Schub alles zu geben, denn dir bleibt nicht mehr viel Zeit. Als schließlich die Prüfungen vorbei waren und man ein Gefühl der Befreiung und Leichtigkeit verspürte, fragte ich mich – und jetzt?

Die letzten 6 Monate habe ich meine Lerneinheiten noch einmal erhöht und mehr oder weniger nur mit meinen Büchern verbracht, Fälle gelesen und meine Selbstzweifel bekämpft und nun hat man auf einmal frei. Ja, man ist fertig. Keinen Zeitdruck mehr, heute noch dieses bestimmte Kapitel zu schaffen oder unbedingt noch einmal die Irrtumslehre durchzugehen. Nichts. Einfach frei. Es ist ein unglaublich merkwürdiges Gefühl, jedenfalls war es bei mir so. Es war ungewohnt „nichts“ für die Uni tun zu müssen. Allerdings hält das Gefühl mit dem „schlimmsten“ fertig zu sein wirklich lange an. Ich habe meine Examensunterlagen erst einmal in den Schrank verbannt und mich symbolisch von meinen Büchern verabschiedet 😉 Ein wirklich tolles Gefühl!

Ich hatte mir viel vorgenommen für die Zeit nach dem Examen und vor dem Referendariat. Ich wollte Zeit mit Familie und Freunden verbringen, Reisen, Städte erobern und nebenbei arbeiten. Allerdings geht die Zeit nach dem Examen (natürlich immer abhängig davon, wann ich die schriftlichen Prüfungen hinter euch gebracht habt, bei mir war es im April) viel zu schnell rum. Ich hatte knapp einen Monat bis zum Beginn meines Referendariats. Ich kann nur jedem empfehlen, die Zeit bis zum Referendariat zu genießen und zu entspannen. Es ist eine riesen Last, die einen von den Schultern fällt und man sollte das Gefühl aufeinmal „nichts“ mehr tun zu müssen (zumindest vorübergehend) einfach für einen gewissen Moment beibehalten. Das Referendariat wird zeigen, wie schön (und entspannt) das Studentenleben doch war 😉

Aber dazu in meinem nächsten Beitrag mehr…

Der Artikel wurde am 23. Juni 2013 von veröffentlicht. Jule absolvierte ihr Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern.