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  Ausgabe 12/2026
Freitag, der 20.03.2026
     

 / Rheinland-Pfalz / Verwaltungsstation

Referendariat am LG Kaiserslautern Teil 5

von

So kaum zu glauben aber wahr: Ich komme nochmal dazu weiter von mir zu berichten.

Also inzwischen befinde ich mich in der Strafstation. Nachdem ich meine 2 Monate am Verwaltungsgericht Neustadt hinter mir hatte, war ich noch für 2 Monate an der Universität Kaiserslautern. Dort hatte ich nicht wirklich viel mit Verwaltungsrecht zu tun. Vielmehr musste ich mich mit viele Rechtsgebieten befassen, wie bspw. der Prüfung von Unterhaltsansprüchen sowie innerbetrieblicher Schadensersatzansprüchen. Lediglich mein Aufsatz über den Brandschutz hatte etwas mit Verwaltungsrecht zu tun. Naja da hatte ich dann wenigstens Zeit zum lernen.

Danach ging es für mich in die Strafstation und ich kann dazu jetzt sagen, dass es wohl die interessanteste Arbeit bisher ist, allerdings auch mit Abstand die anstrengenste Arbeit. Fast jede Woche habe in Sitzungsdienst. Zwar ist dort mitlerweile eine gewisse Routine eingekehrt, allerdings kommt es immer wieder zu Überraschungen und nicht selten muss ich als Sitzungsvertreter Freispruch beantragen. Die Delikte reichen von Diebstahl, über Sachbeschädigung bis hin zu einer fahrlässigen Tötung. Dieser Fall war nicht gerade angenehm, aber es passiert eben. Hauptsächlich kommen jedoch Verkehrsstraftaten dran, wo man nicht vergessen sollte beim Plädoyer die Entziehung der Fahrerlaubnis zu beantragen.

Auch bekommt man es in der Strafstation angebote einmal bei einer Obduktion dabei zu sein. Ich habe das Angebot angenommen, aber Obduktionen sind ja nicht planbar. So warte ich immer noch darauf.

Der Artikel wurde am 6. April 2011 von veröffentlicht. Phil war Referendar in Rheinland-Pfalz.