Kurz bevor ich ins verdiente Wochenende gehe, kurz noch einmal den Sachverhalt der heutigen Klausur (12 Seiten Sachverhalt, 2 Blatt Kalender). Es war eine Anwaltsklausur aus Sicht des Beklagten, dem bereits die Klageschrift des AG Düsseldorf zugestellt worden war. Fristen zur Erwiderung und so waren noch nicht verstrichen.
Die Klägerin war eine GmbH & Co. KG. »»»



Heute haben die schriftlichen Klausuren für mich begonnen. Ich werde ab sofort den Sachverhalt der Klausuren schildern, damit ihr ungefähr eine Ahnung habt, was euch in den Klausuren erwartet. Auf einen Lösungsvorschlag werdet ihr aber verzichten müssen. Ich hasse es, wenn kurz nach Abgabe bereits alle über das eben angefertigte Werk noch plaudern. Das verunsichert doch nur unnötig für die noch anstehenden Arbeiten!! Zur heutigen Klausur (Z1):
Auch wenn die derzetigen Wartezeiten – gerade auch im OLG-Bezirk Hamm – mit 2-3 Monaten sehr überschaubar sind, möchte der ein oder andere möglicherweise so schnell wir möglich nach dem ersten Examen mit dem Referendariat beginnen. Dazu bietet es sich an, einen der ausgeschriebenen Restplätze anzunehmen.
Das Ecologic Institut bearbeitet als gemeinnützige Forschungseinrichtung relevante gesellschaftspolitische Fragestellungen der Nachhaltigkeits-forschung und ein großes Spektrum der Umweltthemen. Wir agieren unabhängig von politischen Parteien, Wirtschaftsinteressen und externen Organisationen. Seit der Gründung 1995 sind wir international eng vernetzt und Teil des Ecological Research Networks sowie von Think Sustainable Europe. Etwa 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten in internationalen und interdisziplinären Projektgruppen. Dazu gehört ein Team von fünf auf Umweltrecht spezialisierten Juristen.
Bei uns erwartet Sie:
*die Mitarbeit an interdisziplinären Forschungsvorhaben im Bereich Umweltrecht und –politik auf der nationalen, europäischen und internationalen Ebene
*Kennenlernen der Arbeit einer international tätigen Nichtregierungsorganisation
*die Betreuung durch deutsche Volljuristen mit Schwerpunkt im nationalen, europäischen und internationalen Umweltrecht
*eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem internationalen und interdisziplinären Team
*flexibles, familienfreundliches Arbeitsumfeld

Noch (knapp) 6 Wochen sind es bis zu den 8 Klausuren im November. Außer in Momenten wie diesen versuche ich das Thema Klausuren zu verdrängen und den Kopf zum Lernen frei zu bekommen. Das geht noch ganz gut, weil die formelle Ladung des LJPA noch nicht da ist. Inhaltlich ist zwar klar was drinsteht (Klausurort Bielefeld und die üblichen Weisungen). Aber solange man nicht geladen ist, ist noch alles in weiter Ferne. Momentan ist also der Puls noch ruhig und das Lernen völlig stressfrei…
Die Arbeitsgemeinschaft im Referendariat besteht im Wesentlichen aus dem Schreiben von ausgemusterten Examensklausuren. Kurz vor dem Ende der AG, die Klausuren liegen im November an!, habe ich bereits 7 Aktenordner voll mit diesen Klausuren. Eigentlich müsste man dann ungefähr erahnen können, was in den Klausuren auf einen zukommen wird. Das ist m.E. aus zwei Gründen jedoch alles andere als sicher, was ich nachfolgend etwas begründen will: 

In der zivilrechtlichen Anfänger-AG triezte einen der Ausbilder mit allerlei kostenrechtlichen Problemen, insb. der Baumbach´schen Formel, fiktiven Streitwerten und uneinheitlichen Kostenentscheidungen. Wie selbstverständlich setzte man zur Lösung dieser Fälle seinen Taschenrechner ein. Niemand hatte dagegen etwas einzuwenden.
… dann stehen die Examensklausuren ins Haus. Davon fallen die nächsten 2 Wochen weg, weil ich da noch zum Anwalt muss. Da ich die letzte Woche vor den Klausuren möglichst frei haben will, bleiben 8 Wochen zum Lernen. Die Woche frei hat mir vor der Ersten Prüfung schon ganz gut getan. Körperlich ist man erholt und psychisch hat man den Eindruck, gut vorbereitet zu sein. Im Gegensatz zu alldenjenigen, die noch bis unmittelbar vor den Klausuren lernen und da noch die eine oder andere Panikattacke schieben.
Ein Fachbegriff unter Referendaren ist das „Tauchen“. Damit ist gemeint, im letzten Ausbildungsabschnitt vor den Klausuren möglichst von Stationsarbeit beim Anwalt verschont zu bleiben. Also „Urlaub“ zum Lernen. Heute wollte ich mal berichten, wie meine Kollegen und ich das mit dem Tauchen so halten. Es gibt da aus meiner Sicht drei verschiedene Modelle:
Freie Auswahl haben kurzentschlossen Juristen, die nach dem ersten Examen direkt ins Referendariat einsteigen möchten!
Meine Anwaltsstation neigt sich langsam dem Ende zu. Ich bin noch bis Ende August beim Anwalt. Anschließend habe ich noch 2 Monate für die Vorbereitung auf die Klausuren im November. Ich hoffe mal 2 Monate „Tauchen“ reicht für eine Wiederholung des Stoffes, ein paar Klausuren und Übersichten zu allen wichtigen praktischen Arbeiten.
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