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  Ausgabe 34/2018
Montag, der 20.08.2018
     

 / Niedersachsen / Vor dem Referendariat

Man kann nicht immer alles haben…

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….aber fast alles ist ja auch nicht schlecht. 😉 Ich habe mittlerweile die Zusage von meinem Wunsch-OLG bekommen. *freu* Es aber nicht der Landgerichtsbezirk geworden in den ich gerne hinwollte, sondern leider „nur“ mein Zweitwunsch. Nun gut, kann man nicht ändern – die Welt wird sich weiter drehen und ein Jammern auf hohem Niveau soll hier nun auch nicht erfolgen. Ich freu mich einfach, DASS ich eine Zusage habe  und es bald losgeht. :-)

Das Einstellungsangebot (es kam diesmal direkt mit der Post) habe ich dann auch umgehend per Email verbindlich angenommen und kurz darauf auch eine Bestätigung meiner Annahme per Email zurückerhalten. Mit der Annahme des Einstellungsangebots bei diesem OLG hat sich außerdem auch automatisch das Einstellungsangebot vom anderen OLG erledigt (nachdem ich das Einstellungsangebot vom anderen OLG übrigens ja zunächst per Email erhalten hatte [vgl. vorherigen Beitrag 😉 ] kam es 2 Tage später dann doch auch noch einmal mit der “normalen” Post an) . Ich musste dem anderen OLG also nicht noch einmal separat absagen. Weiterhin wurde ich darauf hingewiesen bitte umgehend ein Behördenführungszeugnis (Belegart O) zu beantragen. Direkt am nächsten Morgen bin ich also guter Laune  in das Bürgercenter gegangen um das Führungszeugnis „Belegart Null“ anzufordern… und wurde erst einmal schmunzelnd darauf aufmerksam gemacht, dass es ein Führungszeugnis“ Belegart Null“ nicht gibt, ich aber wohl „Belegart O“ meine….jaja, dann halt das. Man kann ja nicht alles wissen und die Zahl 0 und der Buchstabe O sehen sich doch auch sehr ähnlich. Ich bin wohl von Null anstatt O ausgegangen, weil bei mir NULL drinstehen wird – alles andere würde mich zumindest doch sehr wundern. 😀 😉 Das Führungszeugnis kostet 13 Euro und in ca. 2 Wochen soll es beim OLG ankommen.

Weiterhin war in dem Schreiben vom OLG noch ein Anlagebogen bei, den man ausfüllen und zurückschicken sollte – was ich dann auch noch am selben Tag gemacht habe. Der Anlagebogen bestand aus einer Seite: links die Fragen und rechts ein Kasten um die Antwort kurz reinzuschreiben, also wirklich kein großer Aufwand und innerhalb von maximal 5 Minuten auch erledigt. Dieser Bogen wird an das Landgericht im jeweiligen Landgerichtsbezirk, dem man nun zugeteilt wurde, weitergeleitet, so dass dort – auch anhand der Angaben in dem Bogen – wohl die Zuteilung für die 1. und 2. Pflichtstation besser vorgenommen werden kann, da bestimmte Dinge nochmal hervorgehoben oder begründet werden und somit gegebenenfalls besser berücksichtigt werden können. Bei den Fragen ging es noch einmal um die Staatsangehörigkeit, an welches Gericht man für die 1. Station gerne möchte, Sprachkenntnisse, Beschreibung der Tätigkeit als wiss. Hilfskraft (auch wenn diese schon früher erfolgte), ggf. geplante Nebentätigkeit, zusätzliches Studium/Ausbildung o.ä. und Besonderheiten – alles (wenn zutreffend) nur kurz und stichwortartig beantworten. Ich habe dort noch einmal meinen Wunsch untermauert an ein ganz bestimmtes Amtsgericht in der ersten Pflichtstation zugewiesen zu werden und dies insbesondere mit meiner Wohnortnähe begründet. Mal gucken was draus wird….es sind ja auch nur 5 Monate bzw. eigentlich sogar nur 4 Monate, denn der erste Monat geht ja (fast) komplett wegen dem Einführungslehrgang drauf. Von daher soll es mir im Großen und Ganzen relativ egal sein an welches Gericht und zu welchem Richter ich komme – solange sie nett zu mir sind…und wenn ich dafür nicht bis in die Pampa tuckern muss wäre es umso besser (zumal auf die Deutsche Bahn, was die Pünktlichkeit angeht, nun auch nicht mehr sooo der Verlass ist wie ich immer wieder feststelle). 😉

An welches Gericht  – und von welchem Richter – ich dann in der 1. Pflichtstation letztlich ausgebildet werde erfahre ich aber erst ca. Mitte März , wenn das Referendariat also bereits begonnen hat. Die ersten 3 Wochen findet ja wie bereits gesagt ein sog. „Einführungslehrgang“ statt und dort wird einem dann auch mitgeteilt  an welches konkrete Gericht in dem Landgerichtsbezirk und welchem Richter man für die 1. Pflichtstation zugewiesen wurde. Es bleibt also weiterhin spannend…!

Aber immerhin weiß ich jetzt wo ich die nächsten 2 Jahre zur Arbeitsgemeinschaft hinfahren muss und das große dunkle Ganze bekommt – schleppend aber beständig – hellere Lichtflecke. Dann kann ich ja bald mal mit der genaueren Planung der einzelnen Stationen beginnen. 😉

Somit ist der Bewerbungsprozess für das Referendariat auch schon abgeschlossen. Mit der nächsten Post rechne ich ca. Mitte-Ende Februar, mit der Mitteilung, wo und wann ich mich am 1.3 einzufinden habe.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! :-)

Emily*

Der Artikel wurde am 14. Januar 2012 von veröffentlicht. Emily war Referendarin in Niedersachsen. Sie macht zur Zeit einen LL.M. in Südafrika und berichtet hierüber in den RefNews.