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REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 36/2026
Sonntag, der 06.09.2026
     

Alle Artikel der Kategorie "Strafrechtsstation"

Referendariat in OWL (14) – Sitzungsvertretung Teil 2

von

Da man fast ausnahmslos jede Woche einmal Sitzungsdienst hat, kann ich von 2 weiteren Sitzungstagen berichten: Eigentlich heißt es im Volksmund alle guten Dinge sind 3. Meine 3. Sitzungsvertretung war aber bescheiden. Ursprünglich waren 8 Sachen zu verhandeln. Die erste Sache fiel bereits nach einem Tag weg, weil ich offensichtlich unzuständig war – ein Aktenirrläufer. Vom Ausfall der zweiten Sache erfuhr ich, als ich 3 Tage vorher den Richter anrief.  »»» 

Referendariat in OWL (13) – Sitzungsvertretung Teil 1

von

Am Anfang der StA-Station war ich – zugegebenermaßen – nervös, was die Frage der Sitzungsvertretung anging. Jeden Mittwoch kommt der Sitzungsplan per Email und zunächst hoffte ich inständig (1) nicht drauf zustehen und (2) nur am AG in der Stammdienststelle, nicht in einem weit entfernten AG, draufzustehen. In der 3. Woche der StA-Station war ich noch nicht dran (andere Kollegen schon) und in der 4. + 5. Woche war es dann soweit. Zum Glück am Ort der Stammdienststelle und nicht im entlegensten Mini-Amtsgericht.  »»» 

Referendariat in OWL (12) – Strafrecht I AG

von

Die Strafrechtsstation ist bei Referendaren geliebt und gefürchtet zu gleich: Denn im Unterschied zu der Tätigkeit im Zivilgericht und in der Verwaltungsstation ist man nicht bloß vorgebildeter Zuschauer eines Rechtsstreits. Man ist als Sitzungsvertreter der StA plötzlich ein wichtiger Teil der Hauptverhandlung , an dem z.B. bei Einstellungen (§§ 153 ff. StPO) kein Weg vorbei geht. Man dürfte nun meinen, dass die Einführungs-AG auf die Sitzung gut vorbereitet. Schließlich steht man in traditionell schwarzer Robe  im Blickpunkt der (Gerichts-)Öffentlichkeit.  »»» 

Rechtsreferendar (m/w/d) für die Wahlstation mit Interesse an Vertrags- und IT-Recht

von SOLVARES GROUP GmbH
EVERYTHING IS SOLVABLE: Wir, die Solvares Group, schaffen Lösungen für effiziente und nachhaltige Unternehmen weltweit. Bei uns dreht sich alles um smarte Software für Service, Außendienst, Vertrieb und Logistik. Unsere Unternehmen entwickeln digitale Produkte, mit denen unsere Kundinnen und Kunden Zeit, Kosten und Emissionen sparen und ihre Teams besser machen. Wenn du Spaß daran hast, Prozesse und Lösungen gemeinsam neu zu denken, komm zu uns. Wir sind über 380 Kolleginnen und Kollegen an 11 Standorten in Europa und arbeiten zusammen an einer smarteren, digitaleren Welt mit echtem Mehrwert für Unternehmen, Menschen und Umwelt. Die Solvares Group ist der europäische Champion für Ressourcenoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als leistungsstarker SaaS-Lösungsanbieter besteht die Gruppe aus führenden Unternehmen ihrer Branchen: der Solvares FSM GmbH, der Solvares Logistics GmbH und der impactit GmbH. Jedes Unternehmen der Solvares Group hat seine individuelle Kultur und seine eigenen Stärken. Was uns verbindet, ist die Verantwortung für unser Handeln und unsere Ziele. Wir begeistern durch Entdeckergeist, Agilität und kreatives Denken.

Referendariat in OWL (11) – Mentalitätswechsel

von

Die Zivilstation ist nichts gegenüber der Strafstation. Das merkt man schon deutlich nach 2 Wochen (!!!). Zivilstation scheint mir Referendariat „light“ zu sein. Die Zivil-AGs I + II waren recht locker; die Stoffvermittlung erfolgte deutlich ohne Stress. Der Anders/Gehle wurde im gemächlichen Trott in den 5 Monaten besprochen. Es blieb viel Zeit für das Vorbereiten von Vorträgen, eine 30 minütige Frühstückspause und fast immer waren wir schon vor 1 wieder auf dem Weg nach Hause. Daran konnte man sich gewöhnen.

Der Einführungslehrgang für die Tätigkeit bei der StA war das genaue Gegenteil. Innerhalb von 5 Unterrichtstagen (zum Glück über 2 Wochen) wurde viel Formalkram „durchgeprügelt“.  »»» 

Vorauflage des Meyer-Goßner im Shop erhältlich!

Diesen Monat ist die Neuauflage des StPO-Kommentars erschienen. Im juristenkoffer.de – Shop verkaufen wir daher nun die Vorauflage des Meyer-Goßner, die für die Referendarausbildung bei Gericht und die Klausuren in der Strafrechts- und Anwaltsstation vollkommen ausreichend ist.

Darüber hinaus findest Du in unserem Shop natürlich auch die Vorauflagen der anderen Kommentare wie zum Beispiel Palandt, Thomas/Putzo und Fischer!

„Worst Case“ in der Sitzungsvertretung

Gefunden bei RAin Braun:

„Wenn ich mal unzufrieden bin und denke, dass ich besser, böser, bedeutender und brillanter hätte plädieren können, dann denke ich an eine Bekannte, der im Gerichtssaal einmal folgendes passierte:

Referendariat, Sitzungsvertretung für die Staatsanwaltschaft. Alles ist furchtbar aufregend und der Magen spielt verrückt. Nach Verlesung der Anklageschrift plötzliche starke Übelkeit, Erbrechen in den Papierkorb.“

Da hilft es nur, eine Schippe mitzunehmen und noch im Gerichtssaal ein ausreichend großes Loch zu buddeln 🙂

Vorauflagen für die Strafrechtsstation

In unserem Shop findest Du die Vorauflagen der wichtigsten Kommentare, die für die Referendarausbildung bei Gericht vollkommen ausreichen. Bekanntermaßen sind ja die Übungsklausuren in den Stationen entweder alt oder ganz alt! Aktuelle Sachverhalte gibts dann erst im Examen.

Zurzeit bieten wir im Shop beispielsweise noch ein paar Exemplare des Fischer und des Meyer-Goßner an – passend für die Übungsklausuren in der Strafrechtsstation bzw. Fortgeschrittenen-AG!

Sitzungsvertretung mit Schulklasse!

Als ob die ersten Auftritte als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft nicht bereits aufregend genug wären, schreibt Murphys Gesetz vor, dass regelmäßig eine Schulklasse im Saal sitzt und sich mal „so einen richtigen Staatsanwalt“ anschauen möchte. Nicht unbedingt förderlich für die sowieso schon vorhandene Nervosität eines Referendars – wie ja auch bereits Ela in ihrem RefBlog-Bericht ausgeführt hat!

Über eine solche Verhandlung eines Referendars als Sitzungsvertreter mit Schulklasse berichtet nun auch RAin Rueber in ihrem Blog. Der Auftritt begann schon mal mit einer Verspätung des Referendars zur Verhandlung – das muss man sich erst einmal trauen! Das Plädoyer verlief dann offenbar etwas holprig. Nach der Verhandlung berichtete nämlich die Referendarin der Rechtsanwältin, die ebenfalls im Publikum saß, über folgenden Dialog zweier Schüler:

S 1: „Ist das der Staatsanwalt?“
S 2: „Ja, glaub schon, der hat ja auch die Anklage vorgelesen.“
S 1: „Und warum stottert der sich dann so einen zurecht?“
S 2: „Weiß nicht. Ist aber echt uncool.“

Damit ist dann bei dem Referendar als Sitzungsvertreter wohl genau die Situation eingetreten, vor der man am meisten Angst hat! Ich möchte Euch aber trotz dieser Geschichte beruhigen: Wenn man sich einigermaßen auf die anstehenden Verhandlungen vorbereitet hat, dann muss man sich eigentlich keine Sorgen machen. Der Richter lässt einem ausreichend Zeit, wenn man bei einem etwas komplizierteren Fall (zB nach einer längeren Beweisaufnahme) sein Plädoyer stichpunktartig vorbereiten möchte. Und auch bei der Formulierung der Anträge gibt es im Zweifel entsprechende Hinweise. Schließlich weiß man zum Glück nicht, was das Publikum von dem eigenen Auftritt als Staatsanwalt hält – es sei denn, es wird anschließend in irgendeinem Blog veröffentlicht… 😉

Mit der Sitzungsvertretung in die Boulevardpresse

von

Allein die Tatsache, dass schon nach 5-monatigem Referendariat die erste Sitzungsvertretung des Staatsanwalts vor der Tür steht, versetzt sicherlich eine Vielzahl von Referendaren in Unruhe und Aufregung.

Dies allein nicht genug – immer wieder liest man auch in der lokalen Presse über pressetaugliche Verhandlungen und wenn nun gerade mal ein Referendar für die Staatsanwaltschaft auftritt, wird dieser in der Berichterstattung natürlich nicht ausgespart:

In Freiburg wurde der Verstoß gegen das Versammlungsgesetz verhandelt, dem Autor des Artikels hierüber ist der Referendar zumindest aufgefallen: „Die Staatsanwaltschaft schickte als Sitzungsvertretung einen Rechtsreferendar, der sich mit Fragen zurückhielt.“

Auf den Seiten der Südwest Presse findet sich ein Artikel über einen Prozess vor dem Münsinger Amtsgericht, hier ging es um die Eskalationen rund um verlorene Automatenspiele. Der Rechtsreferendar, der hier die Sitzungsvertretung übernahm, wurde sogar namentlich erwähnt:  „So lautete der Vorwurf in der von Rechtsreferendar Andreas Dörr verlesenen Anklageschrift…“ und sogar in einem weiteren Artikel ist von diesem Rechtsreferendaren zu lesen: „Der Vertreter der Staatsanwaltschaft, Rechtsreferendar Alexander Dörr, sah den in der Anklage erhobenen Vorwurf der gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung nach der Beweisaufnahme als bestätigt…“

Wir schlussfolgern also, dass man am AG Münsingen sehr oft mit der Sitzungsvertretung betraut wird und die örtliche Presse Schwierigkeiten mit Vornamen hat (Andreas-Alexander!??!)! 🙂

Aufregende Sitzungsvertretung!

von

Als ob der erste offizielle Auftritt vor Gericht als Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft nicht aufregend genug wäre:

„Hilfe!!! Sitzungsvertretung gegen Neonazi-Anwalt“

So der Titel eines Beitrags im Forum von Juraexamen.com. Da hatte ich doch lieber Delikte mit Trunkenheit am Steuer und Ladendiebstähle! Scheint aber bei der Kollegin alles gut gelaufen zu sein, zumindest hat sie nichts Negatives berichtet.

Heiße Ware von kreativen Zellen (-insassen)

von

Viel Kreativität haben die Hamburger Justizbehörden bewiesen. Hier gibt es ein Projekt namens „Santa Fu“, in dessen Rahmen von Gefangenen produzierte Waren verkauft werden.

heisse ware

Dies allein ist nichts neues, was besonders ist, sind die einzelnen Waren, die angeboten werden. Ironie scheint bei der Auswahl der Produkte eine herausragende Rolle spielen: Beginnend beim Spiel „Alaarm“ ein wildes Ausbrecherspiel, welches von den Gefangenen selbst entwickelt wurde, über das Memory „Tattoo“, wobei die Motive originale Tattoos von Gefangenen sind bis hin zum Pflegeset „Bleib Sauber“, eine Herrenpflegeserie gibt es hier alles, was einem gefangenen Gehirn so entspringen könnte.

Besonders hervorheben möchte ich noch, dass Teile der Gelder, die mit dem Verkauf eingenommen werden, die Opferhilfsorganisation „Weißer Ring“ unterstützen. Also alles in allem ein unterstützenswertes Projekt – positiv für den Vollzug, Opferhilfe und wirklich schöne Produkte. Hier könnt Ihr Euch das umfangreiche Sortiment von „Santa Fu“ ansehen.

Neuauflage Meyer-Goßner erschienen

Inzwischen ist die 52. Auflage des StPO-Kommentars Meyer-Goßner erschienen. Das Besondere an dieser Neuauflage ist, dass zusätzlich zum Kommentar noch ein Ergänzungsheft erschienen ist, in dem der Gesetzentwurf zur Verständigung im Strafprozess behandelt wird.

Die Vorauflage des Meyer-Goßner, die gut für die Referendarausbildung am Gericht und für die Examensvorbereitung geeignet ist, verkaufen wir ab sofort bei uns im Shop.