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REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 43/2026
Mittwoch, der 21.10.2026
     

Saarland: Jahresbericht 2008 veröffentlicht

Das Landesprüfungsamt für Juristen hat die Statistiken der zweiten juristischen Staatsprüfung für das Jahr 2008 veröffentlicht. Danach haben von 143 Kandidaten lediglich 20 das zweite Examen nicht bestanden. Die Durchfallquote im Saarland sank somit von 18,55 % auf nunmehr 13,99 %. Immerhin 21 Prüflinge schafften es, im Ergebnis ein Vollbefriedigend oder besser zu erreichen. Die Quote der Prädikatsexamina lag damit 2008 bei 14,69 %.

Interessant ist auch die Durchschnittspunktzahl, die die Kandidaten laut dem Jahresbericht des JPA Saarland erreicht haben. So lag die Durchschnittspunktzahl bei den Kandidaten, die schließlich das Examen bestanden, bei 7,26 Punkten. Bei Einrechnung auch der durchgefallenen Prüflinge ergibt sich eine durchschnittliche Punktzahl von 6,72.

Der vollständige Jahresbericht kann hier abgerufen werden. Die neuen Zahlen haben wir aber auch bereits in unsere Übersichtsseiten zum Referendariat im Saarland eingearbeitet.

Tina in St. Petersburg

Tina hat von August bis Oktober 2009 ihre Station in St. Petersburg verbracht. St. Petersburg, das ehemalige Leningrad, ist mit über 4 Mio. Einwohnern eine der größten Städte Europas.

Gearbeitet hat Tina während dieser Zeit bei einer internationalen Großkanzlei, die Referendare für das internationale Privatrecht gesucht haben…

Justiz-Ebay: Das virtuelle Auktionshaus der Justiz

Ich kenne es aus meiner Ausbildung noch so, dass ein paar Mal im Jahr große Auktionen im Keller des Landgerichts durchgeführt wurden. Zu ersteigern gab es neben ausgesonderten Büchern aus der Gerichtsbibliothek viel Elektronik wie PCs, Drucker und Handys sowie andere mehr oder weniger wertvolle Gegenstände wie zB Uhren, die aus Vollstreckungen stammten.

Justiz-Auktionen

Aber auch in diesem Bereich geht die Justiz neue Wege. Unter www.justiz-auktion.de kann man nunmehr online Artikel ersteigern, die dort von Gerichten, Staatsanwaltschaften und Vollstreckungsorganen angeboten werden. Gegenstand der Auktionen sind unter anderem Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Haushaltsgeräte, Kraftfahrzeuge, Bekleidung, Wertsachen, Genussmittel, Werkzeuge sowie Möbel.

Bei den „Keller-Auktionen“ im Landgericht hatte man eher selten die Chance, ein Schnäppchen zu machen, da zwar nicht viele Leute anwesend waren, jedoch immer auch mehrere Profi-Händler, die die Sachen später weiterverkaufen wollten. Das virtuelle Auktionshaus hat für die Justiz den Vorteil, dass deutlich mehr Leute sich an einer solchen Versteigerung via Internet beteiligen können und so deutlich höhere Preise erzielt werden. Aber ein Blick auf die Seite lohnt sich ja vielleicht.

P.S.: Bücher werden auf der Plattform zwar auch ersteigert, allerdings keine Vorauflagen der für die Referendarausbildung notwendigen Kommentare. Die gibt es aber bei uns im Shop!

Rechtsreferendar (m/w/d) – Employment Law & Labour Relations

von ista SE
Willkommen bei ista Wir bei ista unterstützen Eigentümer:innen und Verwalter:innen von Immobilien, ihre Gebäude zukunftssicher und klimaneutral zu gestalten. Dazu gehört, dass wir Energieverbräuche messen, abrechnen und transparent machen. So helfen wir dabei, Energie und CO2 zu sparen. Daran arbeiten wir mit über 6.600 Mitarbeiter:innen in 21 Ländern. Wir bieten dir die Sicherheit eines erfolgreichen Unternehmens und die Flexibilität einer agilen Arbeitsweise. Gestalte auch du mit uns die Zukunft. Bei ista sind alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Religion und Behinderung willkommen. Wir sind stolz, Teil eines vielfältigen Teams zu sein. Wir pflegen ein kollegiales Umfeld und unterstützen uns gegenseitig. Besonders die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf hat bei uns einen hohen Stellenwert. Auch ist uns die Förderung unserer Mitarbeiter:innen sehr wichtig, weshalb wir allen die Möglichkeit bieten, sich weiterzubilden und weiterzuentwickeln.

Netzwerke knüpfen für bessere Chancen im Referendariat und danach

von

Das World Wide Web bietet eine Fülle von Möglichkeiten, um neben den persönlichen auch virtuelle berufliche Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Wie wichtig dies ist, zeigt auch  eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Hiernach kommen ein Drittel aller Neueinstellungen über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte zustande.

Natürlich kennt jeder die üblichen online-Netzwerke wie beispielsweise XING. Daneben gibt es aber auch speziell auf Juristen ausgerichtete Netzwerk-Plattformen. Momentan besteht der Markt überwiegend aus englischsprachigen Seiten wie beispielsweise www.martindale.com, was natürlich für international ausgerichtete Referendare sehr interessant ist.

Aber auch die deutschen Seiten wachsen kontinuierlich. Unter www.law-net.eu findet sich eine interessante Seite, die ihren Mitgliedern ein Netzwerk aus Juristen bietet. Hier gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen einer virtuellen Visitenkarte den anderen Networkern zu präsentieren. Dies kann durchaus hilfreich sein, bei der Suche nach einer passenden Kanzlei für die Anwaltsstation.

Auf ein weiteres deutschsprachiges Juristennetzwerk soll noch hingewiesen werden: www.jurnw.de stellt nach eigener Angabe ein Netzwerk dar, welches auch für Referendare gedacht ist. Es gibt eine Jobbörse, verschiedene Gruppen („Wahlstationsberichte“, „Freie Referendarplätze im Ausland“ oder „Wir lernen für das Staatsexamen“) und eine Seite auf der Fragen aller Art gestellt werden können.

Dem Networking gehört offensichtlich die Zukunft, immer mehr Juristennetzwerke sprießen aus dem Boden und warum sollte man diese Möglichkeiten nicht nutzen?!?

Inspirationsquelle für diesen Artikel ist der Bericht „Networking für Juristen“ von Staufenbiel.

Referendarschwund bei kleinen Landgerichten

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Bekanntlich sind die größeren Städte Deutschlands, wie Köln, München oder Hamburg beliebter bei den künftigen Referendaren als beispielsweise Aurich oder Siegen. Größere Städte haben einfach mehr zu bieten, was neben den Möglichkeiten bei der Wahl von Ausbildungsstationen natürlich auch die Freizeitgestaltung angeht. Und selbstverständlich muss man bereits bei Wahl des Ausbildungsstandortes die Zeit nach dem Referendariat berücksichtigen. Während des Referendariats knüpft man eine Vielzahl von Kontakten zu Anwälten und Richtern, was durchaus hilfreich sein kann.

So kommt es eben auch vor, dass in den kleineren Landgerichtsbezirken immer häufiger Arbeitsgemeinschaften erst gar nicht zustande kommen, denn es muss eine gewisse Mindestanzahl an Referendaren erreicht werden (meist 12). So ergeht es gerade dem Landgericht Ellwangen in Baden-Württemberg: Hier wird ohnehin nur 2x jährlich eine Arbeitsgemeinschaft gebildet und die kommende sollte eigentlich zum Oktober 2009 starten. Da sich aber keine 12 Referendare finden ließen, kommt keine AG zustande. Ebenso erging es auch vor kurzem dem Landgericht Ravensburg. In der Onlineausgabe der Zeitung „Schwäbische Post“ wird nun sehr enthusiastisch für die „Juristen-Hochburg“ 🙂 Ellwangen geworben, es kommen sogar Referendare zu Wort. Und das Landgericht kann sich tatsächlich wirklich sehen lassen: Vorläufer des Gebäudes war der 1819 errichtete Kreisgerichtshof. Zudem handelt es sich um einen der flächenmäßig größten Landgerichtsbezirke Deutschlands. Aber ob das reicht?!? Wir werden sehen…

Referendariat für Kurzentschlossene

Wer keine Lust auf das Absitzen der Wartezeit hat und so schnell wie möglich ins Referendariat starten möchte, hat die Möglichkeit einen der Restplätze anzunehmen, die nach der ersten Verteilungsrunde übrig geblieben sind. Die Oberlandesgerichte in NRW haben jeweils eine eigene Seite dafür eingerichtet, auf der solche Restplätze kurzfristig vergeben werden. Voraussetzung für die Annahme eines Restplatzes ist jedoch, dass die eigenen Bewerbungsunterlagen bereits vollständig bei dem entsprechenden OLG vorliegen.

Diesen Monat haben die Oberlandesgerichte Hamm und Düsseldorf kurzfristig Referendariatsplätze zu vergeben:

OLG Düsseldorf

Zum 01.10.2009 steht noch folgender freier Platz zur Verfügung:

LG Mönchengladbach: 1

Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis zum 17.09.2009 – 11.00 Uhr – telefonisch unter 0211/4971-628 (Frau Samel).

OLG Hamm

Zum 01. November 2009 sind beim Landgericht Arnsberg noch mehrere Ausbildungsplätze zu besetzen.

Interessenten werden gebeten, sich unter der Tel.Nr. 02381 272- 4315 (Frau JAF B. Lange) oder 02381 272-4311 (Frau JBe Nüsken) mit der Referendarabteilung in Verbindung zu setzen.

Kein Referendariat für vorbestrafte Jurastudenten

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Drei Jurastudenten wurden vom Landgericht Göttingen im August diesen Jahres zu Freiheitsstrafen von 18 und 15 Monaten bzw. 6 Monaten auf Bewährung verurteilt, sowie zur Zahlung von 25.000 Euro an Opferhilfeeinrichtungen .

Dem liegt kurz gesagt folgendes zu Grunde: Mit Hilfe der sogenannten „Abofalle“ hatten die Jurastudenten im Internet Nutzungsverträge unter die Leute gebracht, wobei sich die „Kunden“ durch verschiedene Seiten klickten und sich unbemerkt verpflichteten, eine einmalige Nutzungsgebühr von 86 Euro zu zahlen.

Nun ist es jedoch so, dass man als angehender Volljurist nicht nur die Last der Strafe tragen muss, die das Gericht verhängt hat, nein, es kommt noch viel schlimmer: Wer zu mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, darf das Referendariat nicht absolvieren, so ein Sprecher des Justizprüfungsamtes in Niedersachsen. Da hat nur derjenige des Trios Glück gehabt, der mit 6 Monaten Freiheitsstrafe davon kam…

Die Regelungen über die Versagung des Referendariats sind aber auf Landesebene unterschiedlich ausgestaltet, ein Blick ins Juristenausbildungsgesetz hilft hier weiter.

Nicht alle Unternehmen googeln die Bewerber

Gerade erst hat das Verbraucherschutzministerium eine Studie veröffentlicht, wonach immerhin 28 % der befragten Unternehmen das Internet für Personalentscheidungen nutzen und Infos über Bewerber ergoogeln bzw. bei StudiVZ, Xing & Co. erstöbern. Ob auch Kanzleien solche Maßnahmen ergreifen, ist uns nicht bekannt. Für fertige Juristen, die sich für einen Job einer Rechtsabteilung in einem größeren Unternehmen interessieren, ist aber wichtig zu wissen, ob auch der favorisierte mögliche Arbeitgeber Infos über das Internet einholt.

Bereits im April 2009 erschien ein Artikel auf karriere.de, in dem Unternehmen auf die Frage antworteten, ob sie denn auch zu den Googlern gehören:

BASF

„Das Googeln von Bewerbern ist bei der BASF nicht Teil des Auswahlprozesses. Bei der Personalarbeit wird zwar immer mal wieder darüber nachgedacht, aber derzeit sind wir der Meinung, dass solche Recherchen nicht hilfreich sind.“

 Siemens

„Das Googeln von Bewerbern ist im Auswahlverfahren von Siemens nicht vorgesehen. Für uns ist entscheidend, was uns die Bewerber online zukommen lassen […].Partyfotos oder Ähnliches könnten mich nicht abschrecken; das sind ja eh Zusatzinformationen, die wir nie in ein Bewerbungsgespräch einfließen lassen könnten.“

VW

„Wir recherchieren im Bewerbungsprozess keinen Bewerber im Internet, gleichgültig für welche Position bei Volkswagen. Das liegt zum einen an der hohen Anzahl von Bewerbungen, die täglich eingehen, zum anderen wahren wir auch das Persönlichkeitsrecht des Bewerbers.“

Weitere Unternehmen

Infos zu den Aussagen weiterer Unternehmen findest Du in dem oben verlinkten Artikel!

Eine intensive Zivilrechtsstation

Die „normale“ praktische Ausbildung beim Richter in der Zivilrechtsstation läuft ziemlich entspannt ab. Je nach Absprache trifft man sich 1-2 Mal die Woche im Büro des Richters und bespricht die bearbeiteten Akten bzw. die Dezernatsarbeit. Anschließend bereitet man sich auf den wöchentlichen Sitzungstag vor und nimmt schließlich aktuelle Akten zur Bearbeitung wieder mit nach Hause.

Über eine ungewöhnlich intensive Referendarausbildung am Amtsgericht Melsungen berichtete dagegen Rechtsanwalt Brandau in seinem Blog:

Dem Referendar wurden jedenfalls alle Schritte während der Sitzung erklärt und er mußte zudem ein Versäumnisurteil vor der Verkündung vorbereiten, wobei noch einmal die diesbezügliche Vorgehensweise anhand der jeweiligen Paragraphen erklärt wurde.

Ich meine, wenn schon eine der Parteien nicht erscheint, hat man als Richter etwas Luft im Ablaufplan und kann sich dem Referendar und dessen Ausbildung widmen. Aber das ganze Prozedere – wie bei einer mündlichen Prüfung – vor Publikum im Gerichtssaal hätte ich nicht unbedingt haben wollen. Meine Sitzungstage verliefen zum Glück so wie die von RA Brandau:

Bei mir waren die Sitzungen eher ein Neben-dem-Richter-sitzen mit vorherigen Lesen der Akten.

Überbrückung bis zum Start des Referendariats

In vielen Bundesländern besteht eine gewisse Wartezeit, die man überbrücken muss, bis man dann ins Referendariat starten kann. Große Projekte wie LL.M. oder Promotion bieten sich nur dann zur Überbrückung an, wenn die Wartezeit besonders lang ist wie zum Beispiel in Hamburg oder Berlin.

Ansonsten stellt sich für jeden die Frage, wie man die Zeit nach bestandenem ersten Examen bis zum Beginn des Referendariats am Besten nutzen kann. Dabei ist durchaus interessant, dass es tatsächlich Stellenangebote gibt, die sich ausdrücklich an Juristen mit 1. Staatsexamen „zur Überbrückung von Wartezeiten zwischen Studium und Referendariat“ richten.

So zum Beispiel die Stellenausschreibung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):

[…] Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bietet zum nächstmöglichen Termin an den Dienstsitzen Bonn und Berlin auf sechs Monate befristete Tätigkeiten für Juristinnen und Juristen mit 1. juristischem Staatsexamen an.

Wenn Sie Mitwirkungsmöglichkeiten an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als Herausforderung betrachten, wenn Sie das 1. juristische Staatsexamen mit mindestens der Note „befriedigend“ bestanden haben und über gute Kenntnisse der englischen oder französischen Sprache verfügen, freuen wir uns über Ihre Bewerbung.

Die Tätigkeit ist besonders zur Überbrückung von Wartezeiten zwischen Studium und Referendariat geeignet. Volljuristinnen und Volljuristen sind nicht bewerbungsfähig.

Die Tätigkeit erfolgt in einem Beschäftigungsverhältnis nach Entgeltgruppe 9 TVöD. Darüber hinaus wird eine Zulage für eine Tätigkeit bei obersten Bundesbehörden (Ministerialzulage) gezahlt. […]

Wer sich konkret für die hier genannte Stellenausschreibung interessiert: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 22.09.2009!

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugniskopien (Allg. Hochschulreife, 1. Staats-examen) unter Angabe der Kennziffer 915 spätestens bis zum 22. September 2009 an das

Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Personalreferat,
Rochusstr. 1, 53123 Bonn.

Karrieremessen für Referendare und Berufseinsteiger

von

Jährlich stattfindende Karrieremessen, mit dem Ziel, Kontakte zu künftigen Arbeitgebern zu knüpfen und Informationen bezüglich Weiterbildungsmöglichkeiten zu erhalten, sind mittlerweile gang und gebe in Deutschland. Auch individuelle Bewerbungsgespräche sind hier möglich, meist aber nur mit Voranmeldung.

Nun gibt es eine enorme Vielzahl an Messen in verschiedenen Städten, einige sollen hier genannt werden:

JURAcon in Köln, 22.10.2009

SUCCESS erst wieder im Jahr 2010

Jurstart in Münster, 27.05.2010

Career Venture in Frankfurt, 02.11.2009

Viele potentielle Arbeitgeber nutzen die Messen, um auch Referendare zu rekrutieren und aus dem Pool der Referendare gehen nicht selten die Volljuristen hervor, die die künftig zu besetzenden Stellen bekommen. Daher ist ein Besuch schon als Referendar ratsam. Die unterschiedlichen Juristenmessen haben sich in der vergangenen Zeit als wichtiger Bestandteil der Personalgewinnung von Kanzleien herausgestellt.

Und hier mal ein Bericht aus der anderen Sichtweise, nämlich die desjenigen, der die Nachwuchsjuristen auf Messen sucht. Hier werden Planung, Durchführung und Nachbearbeitung vorgestellt und auch Probleme aufgezeigt, die mit den Messen verbunden sind – ein durchaus hilfreicher Artikel, um die Seite des Gegenüber auf der Messe zu beleuchten.

Statistiken zum 2. Examen in NRW und Niedersachsen 2008

Auch wenn die Gesamtübersicht zu den Examensergebnissen 2008 vom Bundesministerium der Justiz erst in einem halben Jahr zu erwarten ist, haben inzwischen auch die Landesjustizprüfungsämter von NRW und Niedersachsen die Jahresberichte für das Jahr 2008 veröffentlicht.

Nordrhein-Westfalen

Von den geprüften Kandidaten haben immerhin gut 78 % das zweite Examen bestanden. Die Durchfallquote lag 2008 bei 21,94 %; sie stieg damit leicht um gut 1 % im Vergleich zum Vorjahr. Zwei der durchgefallenen Prüflinge haben das Examen wegen eines Täuschungsversuchs nicht bestanden.

Die Anzahl an Prädikatsexamina (volbefriedigend und besser) lag 2008 bei 20,06 %. Auch insofern gibt es in NRW einen (deutlichen) Anstieg, 2007 waren es nur 17,42 % aller Kandidaten, die ein solch gutes Ergebnis erzielten.

Interessant sind auch die Angaben zum Notenverbesserungsversuch: So haben immerhin knapp 50 % derjenigen, die einen solchen Verbesserungsversuch unternommen haben, einen „Notensprung“ geschafft. Dabei ist es 5 Leuten gelungen, sich von einem ausreichend auf ein vollbefriedigend zu steigern; 2 Leute  haben sich sogar von der Note befriedigend auf die Note gut verbessert!

Niedersachsen

In Niedersachsen lag 2008 die Durchfallquote bei 17,72 %. Sie sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 %. Fast alle durchgefallenen Prüflinge waren bereits nach dem Ergebnis der Klausuren durchgefallen; nur 1 Kandidat wurde zur mündlichen Prüfung geladen und erreichte dann dennoch nicht die 4,0 Punkte im Gesamtergebnis.

15,31 % der geprüften Kandidaten schlossen das Examen mit Prädikat ab, erreichten also im Ergebnis vollbefriedigend oder besser. Damit blieb die Anzahl an Prädikatsexamina auf dem Niveau vom Vorjahr.

Eine Besonderheit im Jahresbericht in Niedersachsen im Vergleich zu den Berichten der anderen Länder ist, dass die Ergebnisse der Einzelklausuren ausgewiesen ist. So kann jeder Referendar, der 2008 die Klausuren geschrieben hat, schauen, wie er bei den einzelnen Klausurtypen relativ abgeschnitten hat.