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REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 43/2026
Montag, der 19.10.2026
     

Die Quote der Prädikatsexamina im Jahr 2008

Vergangene Woche haben wir Euch bereits das (vorläufige) Ranking für die Durchfallquoten der Länder im Jahr 2008 aufgestellt. Heute gibt es die Liste, wie sich die Anzahl an Prädikatsexamina in den Ländern entwickelt hat.

Trotz der Praxis in Bayern und Sachsen auch das „kleine Prädikat“ dazu zu zählen, haben wir nur die Examina ab dem vollbefriedigend berücksichtigt. Und danach sieht das Ranking folgendermaßen aus:

  1. Hamburg: 34,1 %
  2. Rheinland-Pfalz: 21,8 %
  3. Berlin: 20,1 %
  4. Nordrhein-Westfalen: 20,06 % (+ 2,64 %)
  5. Hessen: 19,1 %
  6. Schleswig-Holstein: 16,8 %
  7. Bayern: 15,88 % (+ 0,8 %)
  8. Niedersachsen: 15,31 % (+0,01 %)
  9. Baden-Württemberg: 14,88 % (+ 3,18 %)
  10. Saarland: 14,69 % (- 3,01 %) 
  11. Bremen: 13,6 %
  12. Brandenburg: 12,7 %
  13. Sachsen-Anhalt: 12,09 % (+ 5,39 %)
  14. Thüringen: 11,81 % (+ 1,61 %)
  15. Sachsen: 9,76 % (+ 1,76 %)
  16. Mecklenburg-Vorpommern: 6,0 %

Mit grau eingefügt haben wir wiederum die Länder, die noch keine aktuellen Zahlen veröffentlicht haben. Die dort angegebenen Zahlen sind die aus 2007. Sobald alle Zahlen für 2008 verfügbar sind, werden wir das Ranking vervollständigen.

Weitere Statistiken zu Durchfallquoten, Anzahl an Prädikatsexamina, Wartezeiten und Höhe der Unterhaltsbeihilfe findest Du auf unseren Übersichtsseiten zum Referendariat!

„Bücher von Juristen, für Juristen und über Juristen“

Wer noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist: Bücher gehen immer und die FTD hat in einem Artikel gleich fünf „Bücher von Juristen, für Juristen und über Juristen“ vorgestellt, die sich als Geschenk lohnen!

In der Liste findet sich der Anwaltsthriller, ein Buch über die Welt und das Wirken eines Strafverteidigers, ein Roman über einen Einserjuristen in der NS-Zeit, ein Buch über einen Richter in Schwierigkeiten und eine Sammlung juristischer Sprachunfälle…

  • „Der Anwalt“ von John Grisham | Heyne 2009 | 448 Seiten | 21,95 Euro | ISBN 783453266155
  • „Verbrechen“ von Ferdinand v. Schirach | Piper 2009 | 208 Seiten | 16,95 Euro | ISBN 9783492053624
  • „Letzte Haut“ von Volker Harry Altwasser | Matthes und Seitz | 476 Seiten | 22,80 Euro | ISBN 9783882217445
  • „Senyoria“ von Jaume Cabré | Suhrkamp 2009 | 443 Seiten | 24,80 Euro | ISBN 9783518421024
  • „Der Angeklagte erschien in Bekleidung seiner Frau“ von
    Wilfried Ahrens | C.H. Beck 2009 |158 Seiten | 6,00 Euro | ISBN 9783406586972

Eine ausführlichere Beschreibung der Bücher (inklusive positiver und evtl. auch negativer Kritik) findest Du in dem oben verlinkten Artikel der FTD.

Sächsische Rechtsreferendare erhalten ihre Zeugnisse

Die folgende Pressemitteilung zeigt, dass es Vorteile hat, wenn man in einem Bundesland sein Referendariat macht, in dem nur zwei Mal im Jahr Examen geschrieben wird. In NRW erhält man das Zeugnis per Post und muss Glück haben, dass der Postbote die Aufschrift „Bitte nicht knicken“ ernst nimmt!

Justizminister Dr. Jürgen Martens: „Guter Jahrgang“

106 Kandidaten haben in den letzten Wochen mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung ihre Ausbildung zum Juristen erfolgreich abgeschlossen – Am Samstag werden die Zeugnisse überreicht.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: „Ich gratuliere den angehenden Juristen. 2009 war ein wirklich guter Jahrgang. Die Ergebnisse der diesjährigen Zweiten Juristischen Staatsprüfung belegen die hohe Leistungsfähigkeit der im Freistaat Sachsen ausgebildeten jungen Juristinnen und Juristen. Der Ausbildung des juristischen Nachwuchses kommt im Freistaat eine große Bedeutung zu. Es lohnt sich, die Referendarsausbildung in Sachsen zu machen.“

[…]

Die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes, Andrea Franke, überreicht am 12. Dezember 2009 im Rahmen einer Feierstunde im art´ otel, Dresden, den Absolventen der Zweiten Juristischen Staatsprüfung ihre Zeugnisse. Der Zeugnisübergabe wird ein festlicher Ball folgen.

Rechtsreferendare (m/w/d)

von Kanzlei Landucci
Wir suchen fortlaufend fachkundige, zielorientierte Verstärkung für unsere Kanzlei. Bei uns arbeiten Sie in einem jungen, dynamischen Team mit freundlichem Miteinander.

Die Durchfallquoten der Länder im Jahr 2008

Es wird mal wieder Zeit, auf die Durchfallquoten und die Entwicklung der Quote der Prädikatsexamina in den Ländern zu schauen! Wie schon für das Jahr 2007 haben wir auch für das Jahr 2008 ein (vorläufiges) Ranking aufgestellt.

Die Zahlen basieren auf den Jahresberichten der Länder. Vorläufig ist das Ranking deshalb, weil nicht alle Länder aktuelle Berichte auf ihren Seiten anbieten und das Bundesjustizministerium noch bis Mitte nächsten Jahres brauchen wird, bis sie die Zahlen veröffentlichen.

Und hier sind die Durchfallquoten der Länder für das zweite Staatsexamen im Jahr 2008:

  1. Brandenburg: 29,5 %
  2. Thüringen: 23,62 % (+ 11,4 %)
  3. Sachsen-Anhalt: 23,08 % (- 1,72 %)
  4. Nordrhein-Westfalen: 21,94 % (+1,04 %)
  5. Schleswig-Holstein: 20,9 %
  6. Mecklenburg-Vorpommern: 20,7 %
  7. Berlin: 18,9 %
  8. Sachsen: 17,77 % (- 3,13 %)
  9. Niedersachsen: 17,72 % (- 1,58 %)
  10. Hessen: 14,3 %
  11. Saarland: 13,99 % (- 4,51 %)
  12. Bayern: 13,7 % (- 3,4 %)
  13. Bremen: 13,6 %
  14. Baden-Württemberg: 12,65 (- 0,95 %)
  15. Rheinland-Pfalz: 11,9 %
  16. Hamburg: 11,8

Mit grau eingefügt haben wir die Länder, die noch keine aktuellen Zahlen veröffentlicht haben. Die dort angegebenen Zahlen sind die aus 2007. Sobald alle Zahlen für 2008 verfügbar sind, werden wir das Ranking vervollständigen.

Anfang nächster Woche werden wir Euch dann die Zahlen zu der Entwicklung der Prädikatsexamina veröffentlichen. Weitere Statistiken zu Durchfallquoten, Anzahl an Prädikatsexamina, Wartezeiten und Höhe der Unterhaltsbeihilfe findest Du auf unseren Übersichtsseiten zum Referendariat!

Richterinnen und Richter für den OLG-Bezirk Hamm gesucht!

In der aktuellen Ausgabe der NJW hat das Oberlandesgericht Hamm eine Stellenanzeige geschaltet, mit der Richterinnen und Richter gesucht werden. Das ist sehr ungewöhnlich, da die Oberlandesgerichte normalerweise ausreichend Initiativbewerbungen erhalten und daher Stellen nicht ausdrücklich ausschreiben. In jedem Fall spricht das dafür, dass sich eine Bewerbung in Hamm zurzeit wirklich lohnt!

Gesucht werden die neuen Proberichter insbesondere für „Ostwestfalen-Lippe, Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland“. Voraussetzung für eine Bewerbung ist mindestens ein Prädikatsexamen. Das zweite Examen muss mit mindestens 8 Punkten bestanden worden sein.

Unser Tipp für alle, die Richter oder Staatsanwalt werden wollen:

DAS „INSIDER-DOSSIER“ – RICHTER / STAATSANWALT WERDEN

Möchte man als Richter oder Staatsanwalt arbeiten, muss man sich auf die Bewerbung und das folgende Vorstellungsgespräch beim Gericht bzw. Justizministerium optimal vorbereiten.

EXKLUSIV NUR AUF JURISTENKOFFER.DE!

» Informationen zu den tatsächlichen Einstellungsvoraussetzungen vieler Bundesländer,
» nützliche Hinweise zum Bewerbungsverfahren sowie insbesondere
» detaillierte Protokolle von Juristen, die bereits ein solches Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.

Sichere Dir jetzt das Insider-Dossier und erreiche so das Ziel, Richter bzw. Staatsanwalt zu werden! Alle Infos zum Insider-Dossier findest Du auf dieser Seite.

Meine zivilrechtliche Verwaltungsstation

von

Nachdem ich nun schon über einen Monat in der Anwaltsstation bin (dazu demnächst mehr!), möchte ich aber noch kurz von meiner 3-monatigen Verwaltungsstation berichten. Wie der Titel des Artikels schon sagt, hatte ich in dieser Station mehr mit zivilrechtlichen Problemen zu tun als mit klassischem Verwaltungsrecht.

Vorweg: Die interessanten Stellen waren sehr schnell vergriffen. Ich habe also viele Absagen erhalten und von manch einer Bewerbung bei einer Behörde hab ich noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung bekommen. Deshalb hat es mich im Endeffekt dann doch in eine kleine Stadtverwaltung verschlagen. Insgesamt waren die Mitarbeiter aber allesamt sehr nett und mir haben die 3 Monate Spaß gemacht – wenn sie mich auch juristisch nicht unbedingt weiter gebracht haben!

Ich hatte volle Anwesenheitspflicht, das heißt 5 Tage die Woche musste ich mich morgens rausquälen und die Zeit im Büro verbringen. Zum Glück hatte ich aber ein Einzelbüro, so dass ich nicht „unter Beobachtung“ stand. So konnte ich die Zeit nutzen und habe regelmäßig Klausuren gelöst. Ab und zu kamen dann aus allen Bereichen der Verwaltung Mitarbeiter auf mich zu und haben mir juristische Fragen auf den Tisch gepackt. Für die Bearbeitung „der Fälle“ hatte ich aber immer genügend Zeit, so dass meine Verwaltungsstation nicht in Stress ausgeartet ist.

Womit ich aber überhaupt nicht gerechnet hatte: Fast alle meine Aufgaben waren zivilrechtlicher Natur! Ich musste mich um Mieter kümmern, die die Miete der städtischen Wohnung nicht zahlten. Andere Mieter haben angefangen, einen Zoo zu halten, was den Nachbarn natürlich nicht gefiel. Dann brauchte die Schule eine neue Heizungsanlage, worüber mit dem Energieversorger zu verhandeln war. Und ich musste mich mit Regenwasserbeeinträchtigungen vom Nachbargrundstück beschäftigen. Da das Verwaltungsrecht eh nicht so meine Sache ist, war das eine positive Überraschung.

Dennoch bin ich froh, dass die drei Monate nun vorbei sind. So richtig spannend war die Station nicht. Und das frühe Aufstehen ist auch nicht so mein Ding. Nun bin ich in einer mittelgroßen Kanzlei – mit freier Zeiteinteilung! Davon berichte ich dann aber das nächste Mal.

Vorgespräch mit dem Prüfungsvorsitzenden

petronella hat inzwischen auch ihre mündliche Prüfung bestanden. Dazu erst einmal herzlichen Glückwunsch! Die mündliche Prüfung beginnt ja regelmäßig mit einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Prüfungskommission. So lernt man sich kennen, die Nervosität wird etwas abgebaut und meist wird auch darüber gesprochen, welches Endergebnis noch im Bereich des Möglichen ist.

Interessant ist jedenfalls, was petronella in ihrem Blog zu dem Vorgespräch geschrieben hat. Da zeigt sich, dass selbst bei diesem Teil des Examens von Bundesland zu Bundesland Unterschiede bestehen. So läuft das in Berlin folgendermaßen ab:

In Berlin bekommt man mit der Ladung die Namen und Telefonnummern der Mitprüflinge. Dann heißt es erstmal rumtelefonieren, weil die Protokolle nur einmal pro Prüfungsgruppe rausgegeben werden. Das Gespräch mit dem Vorsitzenden findet mindestens einen Tag vor der Prüfung als Gruppentermin statt. Mit den anderen Prüfern kann man je nach Gusto auch Termine machen. Allerdings gibt es eigentlich nur Gruppentermine, da sonst irgendwer sich benachteiligt fühlen könnte. Und dann kann man total unvoreingenommen in die Prüfung gehen… Oder so 🙂

In NRW ist das dagegen ganz anders: Da erhält man mit der Ladung nur die Namen der Prüfungskommission, nicht aber die der Mitprüflinge. Dann besorgt sich jeder die Protokolle. Die Kosten teilen kann man nur dann, wenn man zufällig jemanden kennt, der in der selben Prüfungsgruppe sitzt.

Das Vorgespräch mit dem Vorsitzenden findet in NRW am Tag der mündlichen Prüfung als erstes am Morgen statt. Jeder der 5-6 Prüflinge geht kurz in den Raum und lernt den Vorsitzenden kennen (die anderen beiden kommen dann erst später dazu). Anschließend erhält man den Aktenvortrag und bereitet diesen vor. Das Vorgespräch für den Tag vor der eigentlichen Mündlichen anzusetzen, dürfte in NRW allein deshalb nicht möglich sein, weil alle NRW´ler – egal an welchem Gericht sie ausgebildet wurden – in Düsseldorf die Prüfung haben. Die Anreisewege sind da zum Teil schon recht weit.

Wie ist das denn in anderen Bundesländern? Gibt es noch andere Länder, in denen es ähnlich abläuft wie in Berlin, oder ist der NRW-Ablauf Standard?! Vielleicht weiß ja jemand etwas darüber…

Examen im Dezember

Zur Zeit schreiben Referendare unter anderem aus Berlin, Brandenburg, NRW und Sachsen die Klausuren zum zweiten Staatsexamen. Zusammenfassungen der Sachverhalte, die bislang liefen, findest Du in der Kategorie „Was lief in den Klausuren„.

Wir wünschen natürlich allen viel Erfolg für die noch kommenden Klausuren!

Zeitpunkt der Bewerbung für den Jobeinstieg

von

Im Jurawelt-Forum wird zurzeit darüber diskutiert, ab wann man sich auf einen Job bewerben sollte: Nach dem schriftlichen Examen, aber noch vor Bekanntgabe der Klausurnoten, oder aber erst nach Abschluss der mündlichen Prüfung mit seiner endgültigen Examensnote?!

Der Regelfall dürfte sein, erst das Endergebnis des 2. Examens abzuwarten, bevor man die ersten Bewerbungen verschickt. Ich zumindest kenne niemanden aus meiner AG, der sich bereits jetzt bewirbt. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass das Gefühl nach dem Schriftlichen sich nicht unbedingt mit dem späteren Examensergebnis deckt. Man muss also, wie ich finde, schon ein gesundes Selbstbewusstsein haben, wenn man sich, ohne überhaupt die Examensergebnisse auf dem Tisch zu haben, bei Unternehmen oder Kanzleien bewirbt, die möglicherweise von den Kandidaten bestimmte Examensergebnisse verlangen.

Die Probleme liegen auf der Hand und wurden auch im Forum bereits angesprochen:

Was passiert, wenn das Ass.examen im Endeffekt nicht den gemeinsamen Erwartungen entspricht? In diesem Zusammenhang: Wenn man (auch im Bezug auf den Verbesserungsversuch) von Aushandeln spricht, geht es dann um bedingte Verträge?

Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass der zukünftige Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag mit einem ausgehandelten Gehalt unterschreibt, ohne zu wissen, wie letztlich der Bewerber das 2. Examen besteht. Eine Ausnahme mag dann bestehen, wenn man bereits die Wahlstation in der Kanzlei verbracht hat und der spätere Einstieg dort unabhängig vom Ergebnis bereits feststeht. Außerdem meine ich gelesen zu haben, dass man sich auch auf Richterstellen vor Abschluss des Examens bewerben kann. Aber auch dort benötigt man zumindest das Ergebnis der Klausuren.

Japanprogramm für Referendare – Bewerbung bis 15.01.2010 möglich

von

Bereits im März diesen Jahres berichteten wir über das Japanprogramm der Robert Bosch Stiftung. Damals wurde ein Pilotprojekt durchgeführt, in dem Referendare Ihre Wahlstation mit entsprechender Unterstützung der Robert Bosch Stiftung in Japan verbringen konnten.

Japan_Referendare_Keyv

Offenbar war das Pilotprojekt erfolgreich und nun startet der 2. Programmdurchlauf. Rechtsreferendare, die zwischen Juli 2010 und Juni 2011 ihre Wahlstation in Japan aufnehmen möchten, können sich bis zum 15.01.2010 bewerben. Eine Bewerbung ist online auf der Homepage der Stiftung möglich. Bis zu 15 Plätze jährlich werden vergeben.

Ausführliche Informationen über das Programm findet Ihr hier.

Thüringen: Durchfallquote wieder gesunken

Erst vor wenigen Wochen hatte das JPA Thüringen die Durchfallquote für das Jahr 2008 veröffentlicht: Sie hatte sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt und betrug 23,62 % – mit Sicherheit die höchste Durchfallquote aller Länder im Jahr 2008!

Jetzt hat das Thüringer Justizministerium bereits die Zahlen für das laufende Jahr bekannt gegeben. Danach sind 2009 lediglich 15 der 91 Kandidaten durchgefallen. Die Misserfolgsquote hat sich also mit ca. 16 % wieder normalisiert.

3.623 Euro als RA-Einsteiger

Auf Spiegel-Online ist ein Artikel zum „Lohnspiegel“ der Hans-Böckler-Stiftung abrufbar, in dem die Zahlen für die Berufseinsteiger aufbereitet sind. Danach verdient ein Rechtsanwalt in seinem ersten Jahr als Berufseinsteiger durchschnittlich 3.623 €. Das entspricht einem Jahres-Brutto von 43.476 €.

Lohnspiegel.de

Gerade bei den Zahlen für die Rechtsanwälte wird man aber in besonderer Weise berücksichtigen müssen, dass es sich dabei um Durchschnittszahlen handelt. Denn während das Einstiegsgehalt in den Großkanzleien deutlich darüber liegen wird, erhält man in kleinen Kanzleien außerhalb der Ballungsgebiete als Berufseinsteiger mit Sicherheit deutlich weniger als die genannten 43.000 Euro.

Unterschiede zwischen West und Ost bzw. Männern und Frauen

Zudem gibt es erhebliche Unterschiede bei den Gehältern im Vergleich zwischen West- und Ostdeutschland: So soll das Einstiegsgehalt als RA in Westdeutschland bei gut 3.900 € liegen, während Einsteiger in eine Kanzlei im Osten lediglich 3.345 € verdienen.

Schließlich spielt es für das Einstiegsgehalt weiterhin eine Rolle, ob man Mann oder Frau ist: Während die Rechtsanwältinnen sich durchschnittlich mit 3.383 € begnügen müssen, erhalten Rechtsanwälte für dieselbe Tätigkeit im Schnitt 3.864 €.

Studie zum Gehaltsvergleich

Die gesamte Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung zu den Gehältern der verschiedenen Branchen ist auf der Seite www.lohnspiegel.de abrufbar!