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REFERENDARIATNEWS

REFNEWS
  Ausgabe 39/2026
Dienstag, der 22.09.2026
     

Alle Artikel der Kategorie "Verwaltungsstation"

Verwaltungsrechtsklausur zum Üben

Als Referendar sollte man frühzeitig anfangen, das Klausurenschreiben zu üben. Ab ca. einem Jahr vor dem Beginn des schriftlichen Examens empfiehlt es sich, einen kommerziellen Klausurenkurs buchen. Im Netzt findet man aber auch Übungsklausuren, die kostenlos downloadbar sind.

So zum Beispiel kann man auf www.justament.de regelmäßig Klausuren von Alpmann Schmidt herunterladen. Aktuell sind dort (in der Rubrik „Klausur“) Sachverhalt und Lösung einer Verwaltungsrechtsklausur eingestellt. Themen dieses Aktenauszugs sind Gerichtliche Eilentscheidung / Prozessrecht und Baurecht – mit Sicherheit examensrelevante Gebiete!

Weitere Quellen im Netz, wo man Klausuren (Sachverhalte und Lösungen) downloaden kann, findest Du bei unseren Surftipps

Meine zivilrechtliche Verwaltungsstation

von

Nachdem ich nun schon über einen Monat in der Anwaltsstation bin (dazu demnächst mehr!), möchte ich aber noch kurz von meiner 3-monatigen Verwaltungsstation berichten. Wie der Titel des Artikels schon sagt, hatte ich in dieser Station mehr mit zivilrechtlichen Problemen zu tun als mit klassischem Verwaltungsrecht.

Vorweg: Die interessanten Stellen waren sehr schnell vergriffen. Ich habe also viele Absagen erhalten und von manch einer Bewerbung bei einer Behörde hab ich noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung bekommen. Deshalb hat es mich im Endeffekt dann doch in eine kleine Stadtverwaltung verschlagen. Insgesamt waren die Mitarbeiter aber allesamt sehr nett und mir haben die 3 Monate Spaß gemacht – wenn sie mich auch juristisch nicht unbedingt weiter gebracht haben!

Ich hatte volle Anwesenheitspflicht, das heißt 5 Tage die Woche musste ich mich morgens rausquälen und die Zeit im Büro verbringen. Zum Glück hatte ich aber ein Einzelbüro, so dass ich nicht „unter Beobachtung“ stand. So konnte ich die Zeit nutzen und habe regelmäßig Klausuren gelöst. Ab und zu kamen dann aus allen Bereichen der Verwaltung Mitarbeiter auf mich zu und haben mir juristische Fragen auf den Tisch gepackt. Für die Bearbeitung „der Fälle“ hatte ich aber immer genügend Zeit, so dass meine Verwaltungsstation nicht in Stress ausgeartet ist.

Womit ich aber überhaupt nicht gerechnet hatte: Fast alle meine Aufgaben waren zivilrechtlicher Natur! Ich musste mich um Mieter kümmern, die die Miete der städtischen Wohnung nicht zahlten. Andere Mieter haben angefangen, einen Zoo zu halten, was den Nachbarn natürlich nicht gefiel. Dann brauchte die Schule eine neue Heizungsanlage, worüber mit dem Energieversorger zu verhandeln war. Und ich musste mich mit Regenwasserbeeinträchtigungen vom Nachbargrundstück beschäftigen. Da das Verwaltungsrecht eh nicht so meine Sache ist, war das eine positive Überraschung.

Dennoch bin ich froh, dass die drei Monate nun vorbei sind. So richtig spannend war die Station nicht. Und das frühe Aufstehen ist auch nicht so mein Ding. Nun bin ich in einer mittelgroßen Kanzlei – mit freier Zeiteinteilung! Davon berichte ich dann aber das nächste Mal.

Speyer-Semester: Info-Veranstaltung für Thüringer Referendare

Wer sich für das Ergänzungsstudium an der DHV Speyer interessiert, kann sich zunächst einmal über die Homepage der DHV sowie über unsere Info-Seite zum Speyer-Semester informieren. Es geht aber natürlich nichts über die Berichte von Referendaren aus dem eigenen Bundesland, die selbst ein Semester an der DHV verbracht haben.

In Thüringen bietet der Referendarsverein eine Info-Veranstaltung an, bei der der Referent für die Thüringer Referendare in Speyer, Herr RiVG Groschek, AG-Leiter in der Verwaltungsstation, sowie Thüringer Referendare, die die Verwaltungsstation in Speyer verbracht haben, über die Möglichkeiten und Chancen berichten, welche die DHV für die Referendarausbildung bietet:

Informationsveranstaltung zur Ausbildung an der DHV

Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften, Speyer – Speyer bietet viel mehr als Verwaltungsrecht und Party!

Der Referent für die Thüringer Referendare in Speyer, Herr RiVG Groschek, AG-Leiter in der Verwaltungsstation, sowie Thüringer Referendare, die die Verwaltungsstation in Speyer verbracht haben, berichten über die Möglichkeiten und Chancen, welche die DHV für die Referendarausbildung bietet.

Das ist DIE Gelegenheit, um sich aus erster Hand über die Vorzüge der Station in Speyer – auch über Examensrelevanz und Kosten – zu informieren!

Zeit: 18. November 2009 um 15.00 Uhr
Ort: Thüringer Landesverwaltungsamt, Weimar, Raum 2404, Haus 2

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um kurzfristige Anmeldung zur Veranstaltung beim Thüringer Landesverwaltungsamt,

Frau Neudel, unter Telefon 03 61 / 37 73 72 20.

Sicherlich eine sehr informative Veranstaltung! Ob sowas auch in anderen Bundesländern zur Information interessierter Referendare angeboten wird, wissen wir allerdings nicht…

Alles weitere zu dieser Veranstaltung sowie viele weitere interessante Veranstaltungstipps für Referendare findest Du beim Stationsradar – dem Portal für Stationsangebote, Nebenjobs und Veranstaltungen für Referendare!

Rechtsreferendar / Rechtsreferendarin (m/w/d) – Anwaltsstation / Wahlstation im Bereich Strafrecht

von Louis & Michaelis
Unsere Essener Anwaltskanzlei hat ihren Schwerpunkt im Strafrecht. Seit 2005 bilden wir Referendarinnen und Referendare aus ganz Deutschland aus. Besonders häufig kommen Bewerbungen aus den Landgerichtsbezirken Essen, Bochum, Wuppertal, Dortmund, Duisburg und Düsseldorf. Für unser Team suchen wir engagierte Unterstützung.

Fazit zur Verwaltungsstation

Die Verwaltungsstation hat den Ruf, die langweiligste aller Stationen im Referendariat zu sein – wenn man diese 3 Monate nicht gerade an der DHV Speyer oder im Ausland verbringt. Natürlich ist es spannender zivilgerichtliche Urteile zu schreiben oder die Staatsanwaltschaft in Strafverfahren zu vertreten, als den Widerspruch gegen einen Hundesteuerbescheid der Gemeinde xy auf Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen.

Und da auch ich nicht das „Speyer-Semester“ gemacht habe oder in der Verwaltungsstation im Ausland war, kann ich das folgende Fazit sehr gut nachvollziehen:

Im Übrigen bleibt der Eindruck, nichts in der Zeit gelernt zu haben. Alle in den 4 Klausuren zu findenden Probleme wurden durch die Kand. selbst erarbeitet oder von der Vertretung angesprochen. Die 2. Klausur musste abgebrochen werden, da sie einen elementaren Fehler enthielt – eine Gesetzesnovellierung wurde gänzlich übersehen. […]

Obwohl das Verwaltungsrecht immer zu meinen Lieblingsgebieten gehörte bzw. gehört, war die AG ernüchternd. Um im Examen zufrieden stellende Leistungen zu erbringen absolut nicht geeignet.

Ich habe zwar ein solches Fazit nicht an die Referendarabteilung geschickt ;-). Inhaltlich kann ich dem aber nur zustimmen. Die Verwaltungsrechts-AG war mit Abstand die AG, die für die Examensvorbereitung und für die Erarbeitung des Stoffs am wenigsten gebracht hat. Meine Lösung des „Problems“ bestand darin, Fußball-Quiz und Schiffeversenken mit meinen Tischnachbarn zu spielen und so viel Urlaub wie nur möglich in diese Station zu legen!

Neuauflage des Kopp/Schenke erschienen

Inzwischen ist die 16. Auflage des VwGO-Kommentars erschienen. Deshalb verkaufen wir nun die Vorauflage des Kopp/Schenke, die für die Referendarausbildung bei Gericht, insbesondere für die Pflichtklausuren in der Verwaltungsrechtsstation, vollkommen ausreicht.

Und die Vorauflagen anderer Kommentare – wie zum Beispiel den StPO-Kommentar Meyer-Goßner – findest Du ebenfalls bei uns im Shop!

Blog über die Verwaltungsstation in Hong Kong

Das Referendariat bietet sich dazu an, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen. Möglich ist dies aber nicht nur in der Wahlstation. In den meisten Bundesländern ist ein solcher Auslandsaufenthalt auch in der Verwaltungsstation zulässig. So haben beispielsweise zwei meiner AG-Kollegen ihre Verwaltungsstation bei der Deutschen Botschaft im Jemen bzw. in der Türkei verbracht.

Flagge von Hong Kong

Im Netz schreibt zurzeit eine Referendarin aus Köln ein Blog über die Verwaltungsstation in Hong Kong. Sabine hat zunächst mit ihrer Schwester eine Rundreise durch Asien gemacht und ist nun bei der Außenhandelskammer in Hong Kong als Referendarin. Wer sich fragt, mit was man sich bei der AHK beschäftigt, hier die Antwort:

Hauptsächlich habe ich drei Aufgaben:

1. Zwischen deutschen und hongkonger Unternehmen zu vermitteln, wenn einer z.B. nicht zahlen will, die Ware aber schon geliefert wurde

2. wenn die Vermittlung nicht klappt, ein Inkassounternehmen zu beauftragen und

3. fuer Unternehmen, die Geschaeftsbeziehungen mit hongkonger Unternehmen eingehen oder sich an einem hongkonger Unternehmen beteiligen wollen, einen sog. Unternehmensreport zu erstellen, damit man die Kreditwuerdigkeit u.ae. besser beurteilen kann.

Ausserdem bekomme ich noch andere kleinere juristischen Anfragen, letzte Woche z.B. die Frage, wie Gesellschafter und Geschaeftsfuher von verschiedenen Gesellschaftsformen haften.

Neben langen und sehr interessanten Berichten gibt es viele eindrucksvolle Bilder aus Shanghai, Peking, von den Philippinen und aus Hong Kong. Allein diese Fotos sind Grund genug, sich das Tagebuch von Sabine anzuschauen! In jedem Fall haben wir das Blog in die Linkliste unter „Verwaltungs- & Wahlstations-Blogs“ aufgenommen.

Verwaltungsstation im Ministerium

Dass die Verwaltungsstation nicht dröge und langweilig sein muss, sondern es auch interessante Ausbildungsstellen für diese 3-monatige Stage gibt, zeigt zum Beispiel die Ausschreibung des „Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen“ (gefunden via Uni Düsseldorf):

Das Referat 335 „Rechtsfragen der Forschungs- und Technologiepolitik, Vergabeberatung, Beratung in Vertrags- und Verfahrensfragen, Sicherheitsforschung“ ist mit allen rechtlichen Aspekten der außeruniversitären staatlichen Forschung befasst, vor allem mit Rechtsfragen im Zusammenhang mit dem Zuwendungsrecht (Subventionsgewährung), z.B. mit der Rückforderung von Fördermitteln, mit der Vergabeberatung, mit der Erstellung und Prüfung privatrechtlicher (Dienstleistungs-)Verträge, sowie der Erstellung von Rechtsgutachten bzw. Beantwortung von Rechtsfragen im Bereich des Forschungs- und Technologierechts.

Wer Interesse für Subventions- und Vergaberecht mitbringt, wird sicherlich eine interessante Verwaltungsstation haben. Und eine Station bei einem Landesministeriums macht sich auch gut im Lebenslauf!

Erfahrungsberichte zum Speyer-Semester

Bevor man sich dafür entscheidet, an die Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften zu gehen und das Ergänzungsstudium für Rechtsreferendare zu belegen, ist es sicherlich hilfreich, wenn man Erfahrungsberichte von Referendaren liest, die bereits in Speyer an der DHV waren. Auf unserer Infoseite zum Speyer-Semester findest Du unter anderem auch Links zu online abrufbaren Erfahrungsberichten und Quellenangaben zu solchen Berichten in Ausbildungszeitschriften.

Darüber hinaus bietet die Übersicht viele Hinweise und Infos zum Studium an der DHV, zu den angebotenen Fächern, zu der Möglichkeit der Examensvorbereitung an der DHV und natürlich zum „Drumherum“, also zur Stadt Speyer und zum Beispiel zur Wohnungssuche.

Interessante Stelle für die Verwaltungsstation gesucht!

von

Ich war total überrascht, als ich gestern mitbekam, dass sich die ersten aus meiner AG bereits einen Platz für die Verwaltungsstation gesucht (und zum Teil auch schon eine feste Zusage bekommen) haben. Immerhin kommt bei uns in NRW ja erst noch die Strafrechtsstation, bevor es dann mit Verwaltungsrecht weiter geht.

Allerdings scheint es wohl so zu sein, dass die beliebten Stellen schnell vergeben sind. Deshalb habe ich mir für dieses Wochenende vorgenommen, mir mal Gedanken zu machen, wo ich denn die Verwaltungsrechtsstation verbringen könnte. Tipps nehme ich übrigens gerne an, ich habe nämlich momentan noch überhaupt keine Ahnung, was ich machen soll…

Es gibt ja aber auch nichts Schöneres, als sich AM WOCHENENDE mit sowas zu beschäftigen 😉