RefNews

Das Blog zum Rechtsreferendariat

KOMMENTARE MIETEN STATT KAUFEN
  • RefNews - Der Blog von und für Rechtsreferendare


REFERENDARIATNEWS
REFNEWS
  Ausgabe 14/2026
Sonntag, der 05.04.2026
     

Alle Artikel der Kategorie "Allgemein"
Die Durchfallquoten der Länder im Jahr 2008

Es wird mal wieder Zeit, auf die Durchfallquoten und die Entwicklung der Quote der Prädikatsexamina in den Ländern zu schauen! Wie schon für das Jahr 2007 haben wir auch für das Jahr 2008 ein (vorläufiges) Ranking aufgestellt.

Die Zahlen basieren auf den Jahresberichten der Länder. Vorläufig ist das Ranking deshalb, weil nicht alle Länder aktuelle Berichte auf ihren Seiten anbieten und das Bundesjustizministerium noch bis Mitte nächsten Jahres brauchen wird, bis sie die Zahlen veröffentlichen.

Und hier sind die Durchfallquoten der Länder für das zweite Staatsexamen im Jahr 2008:

  1. Brandenburg: 29,5 %
  2. Thüringen: 23,62 % (+ 11,4 %)
  3. Sachsen-Anhalt: 23,08 % (- 1,72 %)
  4. Nordrhein-Westfalen: 21,94 % (+1,04 %)
  5. Schleswig-Holstein: 20,9 %
  6. Mecklenburg-Vorpommern: 20,7 %
  7. Berlin: 18,9 %
  8. Sachsen: 17,77 % (- 3,13 %)
  9. Niedersachsen: 17,72 % (- 1,58 %)
  10. Hessen: 14,3 %
  11. Saarland: 13,99 % (- 4,51 %)
  12. Bayern: 13,7 % (- 3,4 %)
  13. Bremen: 13,6 %
  14. Baden-Württemberg: 12,65 (- 0,95 %)
  15. Rheinland-Pfalz: 11,9 %
  16. Hamburg: 11,8

Mit grau eingefügt haben wir die Länder, die noch keine aktuellen Zahlen veröffentlicht haben. Die dort angegebenen Zahlen sind die aus 2007. Sobald alle Zahlen für 2008 verfügbar sind, werden wir das Ranking vervollständigen.

Anfang nächster Woche werden wir Euch dann die Zahlen zu der Entwicklung der Prädikatsexamina veröffentlichen. Weitere Statistiken zu Durchfallquoten, Anzahl an Prädikatsexamina, Wartezeiten und Höhe der Unterhaltsbeihilfe findest Du auf unseren Übersichtsseiten zum Referendariat!

Zeitpunkt der Bewerbung für den Jobeinstieg
von

Im Jurawelt-Forum wird zurzeit darüber diskutiert, ab wann man sich auf einen Job bewerben sollte: Nach dem schriftlichen Examen, aber noch vor Bekanntgabe der Klausurnoten, oder aber erst nach Abschluss der mündlichen Prüfung mit seiner endgültigen Examensnote?!

Der Regelfall dürfte sein, erst das Endergebnis des 2. Examens abzuwarten, bevor man die ersten Bewerbungen verschickt. Ich zumindest kenne niemanden aus meiner AG, der sich bereits jetzt bewirbt. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass das Gefühl nach dem Schriftlichen sich nicht unbedingt mit dem späteren Examensergebnis deckt. Man muss also, wie ich finde, schon ein gesundes Selbstbewusstsein haben, wenn man sich, ohne überhaupt die Examensergebnisse auf dem Tisch zu haben, bei Unternehmen oder Kanzleien bewirbt, die möglicherweise von den Kandidaten bestimmte Examensergebnisse verlangen.

Die Probleme liegen auf der Hand und wurden auch im Forum bereits angesprochen:

Was passiert, wenn das Ass.examen im Endeffekt nicht den gemeinsamen Erwartungen entspricht? In diesem Zusammenhang: Wenn man (auch im Bezug auf den Verbesserungsversuch) von Aushandeln spricht, geht es dann um bedingte Verträge?

Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass der zukünftige Arbeitgeber einen Arbeitsvertrag mit einem ausgehandelten Gehalt unterschreibt, ohne zu wissen, wie letztlich der Bewerber das 2. Examen besteht. Eine Ausnahme mag dann bestehen, wenn man bereits die Wahlstation in der Kanzlei verbracht hat und der spätere Einstieg dort unabhängig vom Ergebnis bereits feststeht. Außerdem meine ich gelesen zu haben, dass man sich auch auf Richterstellen vor Abschluss des Examens bewerben kann. Aber auch dort benötigt man zumindest das Ergebnis der Klausuren.

Haftpflichtversicherung – keine Mitversicherung für Referendare
von

Während des Jurastudiums verschwendeten die Meisten gar keinen Gedanken an das Thema Haftpflichtversicherung. Zu recht – der Großteil war einfach bei den Eltern mitversichert! Anders war das beispielsweise oft nur bei älteren Studenten und Verheirateten.

Aber nach Ende des Studiums, während der Übergangszeit zum Referendariat und auch während des Referendariats sieht die Situation anders aus: Die Mitversicherung bei den Eltern endet und man sollte eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen. Als Angehöriger des öffentlichen Dienstes haben Referendare noch einen Vorteil: Es gibt Anbieter, die hier günstigere Tarife haben. Dies gilt übrigens nicht nur für die Haftpflichtversicherung! Viele Versicherer bieten spezielle Tarife für Angehörige des öffentlichen Diensts an.

von Fieldfisher
Fieldfisher ist eine internationale Wirtschaftskanzlei mit marktführender Praxis in den dynamischsten Sektoren der Welt. Führend sind wir in der Beratung zukunftsorientierter Wirtschaftssektoren und im Umfeld digitaler Innovationen. Diese Zukunftsorientierung leben wir auch als Unternehmen mit großer gesellschaftlicher Verantwortung und der Ambition, den vielfältigen Herausforderungen, denen wir als Gesellschaft gegenüberstehen, immer aktiv, mutig und zuversichtlich zu begegnen. Wir suchen die Herausforderung, kämpfen gemeinsam für das richtige Ergebnis und pflegen dabei unseren Fieldfisher-Spirit – geprägt durch Offenheit, Wertschätzung und Zusammenhalt. Komm‘ in unser Team! Dein Job bei uns Du bist eine aufgeschlossene Persönlichkeit, die ihr Können in unserer Gemeinschaft einbringen und entfalten will? Du suchst einen Arbeitgeber, der Dich dabei unterstützt, neben Deiner fachlichen Expertise auch Deine individuellen Stärken weiterzuentwickeln? Als “law firm built around people” legen wir seit jeher großen Wert auf den Menschen hinter dem Beruf. Ob als Anwält:in oder in unseren Business Services: Es sind der Austausch von Expertenwissen und innovativen Ideen sowie die Verknüpfung unserer individuellen Talente, die es uns ermöglichen, hervorragende Arbeit für unsere Mandant:innen zu leisten. Wir freuen uns auf Deine Bewerbung!
Referendarparty in Berlin am 27.11.2009
von

An dieser Stelle möchte ich auf die nächste Referendarparty, organisiert vom Personalrat der Referendare am KG Berlin und dem Referendarrat Brandenburg, hinweisen.

20091127_RefParty

Sie findet statt am Freitag, den 27.11.2009 um 21 Uhr im Salz Club Berlin (Salzufer 20) unter dem Motto „Snowy+Salty“. Karten kosten im Vorverkauf 3 Euro, an der Abendkasse 5 Euro. Weitere Infos findet Ihr hier.

Neuer Personalrat am LG Düsseldorf

Inzwischen ist die Wahl des Personalrates für 2009/2010 am Landgericht Düsseldorf abgeschlossen. Immerhin 88 Referendare haben sich an der Wahl beteiligt; 2 davon haben es geschafft, einen ungültigen Stimmzettel abzugeben :-).

Wir gratulieren den 8 neuen Mitgliedern des Personalrats und wünschen eine erfolgreiche Amtszeit!

20 Jahre Mauerfall: Die Juristenausbildung in der DDR
von

Aus aktuellem Anlass widmet sich dieser Artikel der Ausbildung von Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten in der DDR. Hier gibt es schon verschiedene Kuriositäten und Lächerlichkeiten, ein fader Beigeschmack aber bleibt…

Beginnen wir also von vorn: Bis ca. 1950 gab es in der DDR die zweistufige Juristenausbildung, wie wir sie auch jetzt kennen, bestehend aus Studium und Referendariat. Dieses System wurde in den 50er Jahren abgeschafft und durch die Ausbildung zum Diplomjuristen ersetzt, also eine einstufige Ausbildung ohne Referendariat, die, nach erfolgreichem Abschluss zur Ausübung juristischer Berufe ermächtigte. Die Ausbildung an den Hochschulen fand getrennt nach dem angestrebten Beruf statt: Auf der einen Seite die Rechtsanwälte, auf der anderen die Richter und Staatsanwälte. Ein Praxisjahr mussten künftige Richter und Staatsanwälte zusätzlich absolvieren. Dies ist wohl mit dem Referendariat vergleichbar, nur gab es kein 2. Staatsexamen.

An 4 Universitäten fand die Ausbildung statt. Interessant ist hierzu, dass es noch eine 5. Möglichkeit gab, Diplomjurist zu werden: An der Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit in Potsdam. Hier standen keine juristischen, sondern politische Themen im Vordergrund. Daher wundert es kaum, dass die an dieser Hochschule erworbenen juristischen Diplome nicht zur Neu- oder Wiederaufnahme eines gesetzlich geregelten juristischen Berufes nach dem Ende der DDR befähigen. Allerdings wurde vom Entzug im Jahre 1990 bereits erteilter Zulassungen abgesehen.

Abschließend soll hier noch Walter Ulbricht, ehem. Staatsratsvorsitzender der DDR zitiert werden, um das Bild der DDR-Juristenausbildung ins rechte Licht zu rücken: „Unsere Juristen müssen begreifen, dass der Staat und das von ihm geschaffene Recht dazu dienen, die Politik von Partei und Regierung durchzusetzen.“

Das Pferdeprinzip in der Anwaltsklausur

Diese „Eselsbrücke“ zu § 138 III ZPO kannte ich noch nicht:

„Mandantenvorbringen ist niemals nach § 138 III ZPO als unstreitig anzusehen! Man weiß ja nie, was der Gegner noch macht, man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen! – Pferdeprinzip!

Aus einem kostenlos downloadbaren Skript zur Anwaltsklausur von RA Pfeiffer – juratexte.de.

Interessante Termine für Referendare

Es gibt viele Möglichkeiten, Kontakte für zukünftige Stationen zu knüpfen und wichtige Informationen für das Referendariat zu erhalten. Und dies nicht nur über Mund-zu-Mund-Propoganda, sondern es gibt auch viele offizielle Verantsaltungen, die man dazu nutzen kann und sollte.

Zwei (kurzfristige) Hinweise auf solche Veranstaltungen, die beide bereits morgen stattfinden werden, möchten wir Euch hier geben. In Berlin kann man Kontakte zu Anwälten knüpfen; In Bayern gibt es Infos zum zweiten Staatsexamen aus erster Hand:

Berlin

Via jurabilis… sind wir auf den Jura-Praxis-Tag an der HU Berlin aufmerksam geworden. Und auch wenn diese Jobmesse in der Uni stattfindet, richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich auch an Rechtsreferendare. Sicherlich eine gute Gelegenheit, mögliche Anwaltskanzleien für die Anwaltsstation kennen zu lernen.

Angesprochen sind natürlich auch die Referendar/innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen der Juristischen Fakultät. An diesem Tag besteht die Möglichkeit zu intensiven, gut vorbereiteten, persönlichen Gesprächen mit Vertretern in Berlin ansässiger Anwaltskanzleien.

Bayern

In Bayern laden die Münchener Juristische Gesellschaft e.V. und der Verein der Rechtsreferendare in Bayern e.V zu einer Sonderveranstaltung ein. Zum Thema „Erfahrungen aus der zweiten juristischen Staatsprüfung“ spricht unter anderem der Leiter des Bayer. Landesjustizprüfungsamts Herr Ministerialdirigent Dr. h.c. Heino Schöbel.

Die Referenten werden über ihre Erfahrungen aus der zweiten juristischen Staatsprüfung berichten. Sie werden dabei aus Sicht eines Prüfers und eines ehemaligen Prüflings über sie Vorbereitung und die Durchführung der schriftlichen und mündlichen informieren und aufzeugen, welche Anforderungen an die Teilnehmer gestellt werden. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht bei einem gemeinsamen Imbiss noch Gelegenheit zu einem weiteren Gedankenaustausch.

Beide Veranstaltungen sind interessante Termine für Kurzentschlossene. Sie finden beide bereits morgen, Dienstag, den 13.10.2009 statt!

Viele weitere interessante Veranstaltungstipps für Referendare findest Du beim Stationsradar – dem Portal für Stationsangebote, Nebenjobs und Veranstaltungen für Referendare!

Juristen dominieren mal wieder im neuen Bundestag
von

Wie auch schon in den vorangegangenen Wahlperioden bietet sich ein einheitliches Bild: Die große Mehrheit der Abgeordnenten ist Jurist, in der letzten Legislaturperiode war sogar ein Rechtsreferendar dabei. Wirtschaftspolitiker sterben langsam aus, das zeichnete sich schon in der 16. Wahlperiode ab. Und schon ist die Rede von Kompetenzverlust des Bundestages…wir werden sehen.

Auf den Seiten des Bundestages findet sich ein pdf-Dokument (spannend wird es ab Seite 7) womit man sich ein sehr genaues Bild über die Verteilung der Berufsgruppen machen kann, was teilweise höchst interessant ist. Leider wird nur der Zeitraum bis zur 16. Legislaturperiode betrachtet, aber das wird sicher bald ein Praktikant aktualisieren 🙂

Nun aber zu meinem Ranking der unerwartetsten Abgeordnentenberufe:

Auf Platz 1: Hochofenwerker (1x in der 16.WP), dicht gefolgt von Platz 2: Lokomotivführer und -heizer und auf Platz 3: Friseur

Ich bin bereits jetzt höchst gespannt auf die Statistik des neu gewählten Bundestages!

Mehr Geld für Referendare aus Schleswig-Holstein!

Bei der Überarbeitung unserer Infoseiten zum Referendariat haben wir festgestellt, dass zumindest die Referendare aus Schleswig-Holstein sich seit August über mehr Geld freuen dürfen. Dort stieg die Unterhaltsbeihilfe von zuletzt 911,57 Euro auf nun 971,57 Euro.

In den anderen Bundesländern gab es seit der letzten Auktualisierung keine Erhöhung der Unterlatsbeihilfe. Eine Übersicht über die Höhe der Referendarsgehälter in den Ländern findest Du hier (Stand: September 2009).