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  Ausgabe 15/2026
Dienstag, der 07.04.2026
     

Alle Artikel der Kategorie "Allgemein"
Mundiavocat 2010: Die Entscheidung ist gefallen!
von

Wie schon vor einigen Monaten berichtet, fand vom 28. Mai bis 06. Juni 2010 die Mundiavocat – Fußball Weltmeisterschaft der Anwälte/Volljuristen – in Antalya statt.

Und in folgenden Ländern spielen die Anwälte lieber Fußball, als sich im Gerichtssaal herumzudrücken:

Platz 1 im Bereich CLASSIC ging an das Roma Dream Team

Platz 1 im Bereich MASTERS (alle Spieler sind über 35 Jahre alt) ging an Costa Rica

Alle Ergebnisse und ausführliche Infos findet Ihr hier.

Leider hat in diesem Jahr keine deutsche Mannschaft teilgenommen. Im Jahr 2006 hatte die Berliner Mannschaft immerhin Platz 6 geholt.

Angebote auf justiz-auktion.de

Früher wurden ausgesonderte Bücher der Gerichte und Staatsanwaltschaften nach einer entsprechenden Ankündigung alle paar Wochen im Gerichtsgebäude selbst versteigert. Heute geht das sehr viel bequemer: per Auktion auf www.justiz-auktion.de.

Vor kurzem war ich mal wieder auf dieser Seite. Und ich war überrascht, was man dort alles zurzeit ersteigern kann! Im Angebot ist momentan zum Beispiel ein Mercedes 300 SEL (Erstzulassung: Juni 1969) und ein Patent über das „Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers“.

Gegenstände aus Aussonderung und Zwangsvollstreckung

Anbieter ist ausschließlich die Justiz mit ihren Justizeinrichtungen und Vollstreckungsorganen. Dazu zählen zum einen die Gerichte und Staatsanwaltschaften, die auf der Seite ausgesonderte Rechner, Drucker und Literatur zur Versteigerung stellen. Zum anderen können Gerichtsvollzieher über justiz-auktion.de beschlagnahmte Gegenstände verwerten. So kommt es, dass man inzwischen auch Autos, Patente oder eine PlayStation 2 Singstar von Sony ersteigern kann. Das oben genannte Patent ist zurzeit das Produkt mit dem höchsten Gebot: 18.525 Euro möchte jemand dafür ausgeben! Der Mercedes ist dagegen noch recht günstig zu haben. Geboten sind momentan gut 4.000 Euro.

Schnäppchen möglich!?

Gerade der Mercedes dürfte (noch) ein echtes Schnäppchen sein, wenn man sich beispielsweise vergleichbare Modelle auf mobile.de anschaut, für die man ca. 30.000 Euro ausgeben muss. Aber schon zu meiner Zeit als Referendar, als die Auktionen noch im Keller des Landgerichts durchgeführt wurden, tummelten sich einige Profis unter den Bietern, die die ersteigerten Waren anschließend auf dem Flohmarkt oder bei Ebay teurer weiterverkaufen wollten. So war es wirklich schwierig, bei den Auktionen ein Schnäppchen zu machen. Das dürfte bei der virtuellen Auktion im Netz nicht anders sein. Zumindest erhält so die Justiz ordentliche Preise für ihre Gegenstände!

Personalratswahl in Schleswig-Holstein

Noch bis zum 28. Mai können die Referendare und Referendarinnen in Schleswig-Holstein ihre Stimme für den neuen Personalrat 2010/2011 abgeben! Zur Wahl gestellt haben sich insgesamt 24 Bewerber – Sorgen um ausreichend Nachfolger muss sich der Personalrat in Schleswig-Holstein anders als in anderen Bundesländern offenbar nicht machen.

Auf der Internetseite des Referendarrats ist ein Dokument abrufbar, in dem sich  alle Kandidaten und Kandidatinnen vorstellen. Wahlberechtigte Referendare können sich so gut informieren und anschließend Wählen gehen…

von bayme vbm - Bayerische M+E Arbeitgeber
bayme vbm sind die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie in Bayern. Wir vertreten die gemeinsamen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Interessen von rund 3.600 Mitgliedsbetrieben und unterstützen diese mit effizienten Services beim Ausbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit - in Bayern, Deutschland, Europa und weltweit. Unser juristisches Team besteht ca. aus 65 Volljurist*innen. Wir beraten unsere Mitgliedsunternehmen aus der Metall- und Elektro-Industrie bei arbeits-, sozial- und tarifrechtlichen Fragestellungen. Für unsere Zentrale in München sowie für unsere 7 Geschäftsstellen in Bayern an den Standorten in München, Augsburg, Passau, Regensburg, Nürnberg, Würzburg und Coburg suchen wir ganzjährig qualifizierte, engagierte und zuverlässige Referendare (m/w/d) für die Anwalts - oder Wahlstation (Berufsfeld Arbeits- und Sozialrecht). Besuchen Sie unsere Karriereseite und erfahren Sie, was uns als Arbeitgeber auszeichnet: www.bayern-stark-gemacht.de
Referendarparty in Berlin
von

Der Personalrat der Referendare am KG Berlin hat sich wieder ein mal für Euch ins Zeug gelegt und veranstaltet am Freitag, 04.06.2010 wieder seine Große Referendarparty. Es sind alle Referendare aus Berlin und Brandenburg dazu eingeladen.

Wie auch beim letzten Mal findet die Party in der Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36) statt. Die Kosten liegen bei günstigen 3 Euro, sofern Ihr die Vorverkaufsmöglichkeit im Personalratsbüro (Salzburger Straße 21-25) nutzt.

Ausgezeichnete Rechtsreferendare

Die Berliner Rechtsreferendare Matthias Frohn und Peter Reineke wurden für ihr Projekt „Tele-Jura“ auf der Bildungsmesse didacta in Köln mit dem „digita-Preis 2010“ ausgezeichnet! Sie erhielten die Auszeichnung in der Kategorie „Förderpreis“. 

Honoriert werden mit dem digita Lehr- und Lernangebote, die digitale Medien in vorbildhafter Weise einsetzen und sowohl inhaltlich als auch formal als hervorragend gelten. Schirmherrin des digita 2010 ist die Nordrhein-Westfälische Ministerin für Schule und Weiterbildung Barbara Sommer.

Aus der Würdigung der Jury: „Telejura zeigt überzeugende Alternativen für die juristische Kompetenzentwicklung, indem Streitfragen in unterhaltsamen Kurzfilmen fachlich fundiert dargestellt werden. Die Produzenten erheben mit ihrem Angebot keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch wird niemand allein mit Telejura zum Juristen. Aber das Verständnis von Sachverhalten und die Motivation zum Lernen zu befördern – dies gelingt mit den Internetfilmen hervorragend. Sie überzeugen durch ihren Witz und den Charme der Low-Budget-Produktion – auch wenn bisweilen der Witz dem Inhalt den Rang abzulaufen droht.“

Wir gratulieren!

Reformmodell der Juristenausbildung vorgestellt
von

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft stellte Ende März 2010 sein Reformmodell für die Juristenausbildung in Deutschland vor. Hierzu wurde bereits 2007 eine Expertenkommission damit beauftragt, die derzeitige Juristenausbildung im internationalen Vergleich zu analysieren und hieraus ein Reformmodell zu erarbeiten. Herausgekommen ist das Positionen-Heft „Neue Wege in der Juristenausbildung„.

Kern des Modells ist der dreijährige Bachelorstudiengang, welcher mit dem Bachelor of Law endet. Für die Berufsgruppen Richter und Staatsanwalt, Rechtsanwalt und Notar soll es aber weiterhin eine einheitliche staatliche Prüfung geben, welche gleichzeitig Eingangsprüfung für das Referendariat ist. Wer an dieser Prüfung teilnehmen möchte, soll aber zusätzliche Studienleistungen im Umfang von mindestens einem Studienjahr vorweisen. Diese sollen in einem speziellen einjährigen Masterprogramm erbracht werden oder innerhalb eines anderen Masterstudiums mit juristischem Bezug.

Ein gedrucktes Exemplar der 40-seitigen Publikation kann kostenlos bestellt werden per E-Mail: nicole.ruth@stifterverband.de

Nachdem sich alle das Gesamtwerk zu Gemüte geführt haben, kann an dieser Stelle über Sinnhaftig- und Sinnlosigkeit des Modells diskutiert werden.

Rechtsreferendare in der Türkei: Generation Praktikum
von

Auf den Seiten des SWR2 findet sich ein sehr interessantes Interview mit drei türkischen „Rechtsreferendarinnen“ in Istanbul. Der Ablauf des einjährigen Referendariats wird dort folgender Maßen beschrieben: In den ersten 6 Monaten werden verschiedene Stationen bei Gericht durchlaufen, anschließend folgen 6 Monate Kanzleitätigkeit. Am Ende steht, ebenso wie bei uns, das Examen.

Der große Unterschied zum deutschen Referendariat ist der Status: Kein öffentlicher Dienst winkt, vielmehr haben die Juristen den Status eines Praktikanten. Dies zeichnet sich wohl insbesondere beim Gehalt ab: Die Interviewten berichten über sporadische Geldübergaben von nicht einmal 50 Euro im Monat und beschreiben das Ganze eher als Taschengeld.

Das vollständige Interview ist hier zu lesen.

Referendarausbildung: And the winner is… Stadtverwaltung Düsseldorf!

Im Februar ist die zweite Ausgabe der „azur100 – Top-Arbeitgeber 2010“ erschienen. Die azur-Redaktion bewertet darin viele potentielle Arbeitgeber aus dem Bereich Wirtschaftsrecht. Zudem finden sich in der Ausgabe viele weitere Rankings, so zum Beispiel zu den fleißigsten Referendarausbildern.

And the winner is… Stadtverwaltung Düsseldorf! Dort wurden im Jahr 2009 insgesamt 63 Referendare ausgebildet. Bezogen auf 19 Juristen, die in der Stadtverwaltung arbeiten, macht dies eine Quote von 3,32 Referendaren pro Jurist.

Relation Referendare vs. Juristen / Anwälte entscheidend

Dies erklärt bereits, wie es die Stadtverwaltung auf Platz 1 der Liste schaffen konnte. Entscheidend ist das Verhältnis von ausgebildeten Referendaren im Jahr zu den im jeweiligen Unternehmen arbeitenden Juristen bzw. Anwälten. Insofern müsste eigentlich meine kleine Stadtverwaltung, in der ich meine Verwaltungsstation für drei Monate absolviert habe, auf Platz 1 liegen: Denn dort wurden jährlich mehrere Referendare ausgebildet, ohne dass es überhaupt einen Juristen gab, der in der Stadtverwaltung beschäftigt war! Einfach gelagerte Sachverhalte werden regelmäßig auf die Referendare übertragen, und für die schwierigen Probleme externe Rechtsanwälte beauftragt.

Die azur-Liste ist aber jedenfalls sehr interessant, denn man kann daran ablesen, wie viele Referendare pro Jahr in den großen Unternehmen und Kanzleien pro Jahr ausgebildet werden. Auf Platz 2 liegt beispielsweise die Lufthansa, die jährlich 30 Referendare ausbildet bei 30 angestellten Juristen. Auf Platz 3 folgt Audi, deren 28 Juristen immerhin 24 Referendare pro Jahr betreuen.

Absolute Zahlen: Wirtschaftskanzleien führend

Was die absoluten Zahlen angeht, bleiben aber die großen Wirtschaftskanzleien die fleißigsten Referendarausbilder: Die meisten Referendare bildet Linklaters aus (185), gefolgt von Freshfields Bruckhaus Deringer aus (172), CMS Hasche Sigle (170), Hengeler Mueller (167) und Clifford Chance (116). Der Arbeitgeber außerhalb dieser Kanzleien, der die meisten Referendare ausbildet, ist der Deutsche Bundestag mit 100 Referendaren jährlich.

Das gesamte Ranking und viele weitere Informationen findest Du in der online abrufbaren azur100 – Top-Arbeitgeber 2010.

Stereotyp Rechtsreferendar auf der Kinoleinwand
von

Welche Berufsgruppe wählt man nur, wenn man in seinem Buch einen verklemmten, langweiligen und spießigen Typen darstellen will, der das Gegenteil von lässig abbildet? Nach Ansicht der eher unbekannten Autoren Jochen-Martin Gutsch und Juan Moreno wählt man hier am allerbesten einen Rechtsreferendar!

In ihrem Buch „Cindy liebt mich nicht“, welches, verfilmt von Hannah Schweier, auch auf der diesjährigen Berlinale lief, geht es um Liebschaften, Illusionen und eben um Stereotypen. Das Buch mit Produktbeschreibung und Kundenrezensionen gibt es bei Amazon.

Kinostart ist am 10.06.2010, hier kann man sich über den Film informieren.

Referendarseminar „Tatsachenfeststellung vor Gericht“

Als Referendar hat man zumindest in Niedersachsen und NRW die Gelegenheit, sich für die Teilnahme an Seminaren zu melden. Oftmals sind dies Veranstaltungen für Praktiker, für die sich zumindest auch Referendare anmelden dürfen. Da die Plätze dann aber beschränkt sind, braucht man etwas Glück, um tatsächlich teilnehmen zu können.

In Niedersachsen veranstaltet das Justizministerium Anfang Mai auf Norderney ein Seminar speziell für Referendare. Thema: „Tatsachenfeststellung vor Gericht“. Die Referendare sollen durch das Seminar einen Einblick in die examens- und praxisrelevanten Aspekte der Vernehmungs- und Glaubwürdigkeitslehre erhalten und damit ein Instrumentarium für den Umgang mit Partei- und Zeugenaussagen kennen lernen. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen steht dabei auch die Umsetzung des Erlernten an Hand praktischer Übungen auf dem Programm.

Hier die wichtigsten Informationen:

Ort und Zeit

Das Seminar beginnt am 10.05.2010 um 17.00 Uhr und endet am 12.05.2010 mittags. Tagungsstätte ist das Jugendheim des Landkreis Lippe, Lippestr. 12-15, 26548 Norderney.

Teilnahmebedingungen

Es handelt sich um eine dienstliche Veranstaltung, für die kein Sonderurlaub beantragt werden muss. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Reisekosten werden nicht übernommen und müssen selbst getragen werden. Die Unterbringung erfolgt in Zwei- bis Vierbettzimmern und kostet inklusive Vollpension insgesamt 64,00 Euro. Die Bezahlung erfolgt im Voraus an das Jugendheim.

Kontakt und Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 26. März 2010 unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und Ihrer derzeitigen Station möglichst per E-Mail unter folgender Anschrift an:

Nieders. Justizministerium, Ref. 106, Am Waterlooplatz 1, 30169 Hannover
E-Mail: beate.koehler@mj.niedersachsen.de

Die Anmeldung ist verbindlich. Eine spätere Absage kann Stornokosten verursachen, wenn der Teilnahmeplatz nicht mehr anderweitig besetzt werden kann.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Köhler, Tel: 0511/ 120-5136

Teilnehmerauswahl

Die Zahl der Teilnehmer ist auf 25 begrenzt. Die Erfahrung zeigt, dass die Zahl der Anmeldungen die Teilnehmerzahl um ein Vielfaches übersteigt. Die Teilnehmerauswahl erfolgt nach folgenden Kriterien:

  • Bewerber, die bereits eine Absage erhalten haben und sich in der letzten Pflichtstation (Rechtsanwaltsstation) befinden.
  • Bewerber, die sich in der Rechtsanwaltsstation (letzte Pflichtstation) befinden.
  • Bewerber, die bereits eine Absage erhalten haben, wobei sich die Einordnung innerhalb dieser Gruppe danach richtet, in welcher Station die Bewerber sind, wobei diejenigen, die in der Stationsausbildung am weitesten fortgeschritten sind bevorzugt werden.
  • Eingangsdatum der Anmeldung.