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REFERENDARIATNEWS
REFNEWS
  Ausgabe 43/2026
Samstag, der 24.10.2026
     

 / Allgemein

Deutsch-Französische Juristenvereinigung

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Symbolbild Deutsch-Französische JuristenvereinigungAn dieser Stelle möchten wir Dir die Deutsch-Französische Juristenvereinigung (DFJ) vorstellen. Die DFJ ist bestrebt, die beruflichen und persönlichen Beziehungen zwischen deutschen und französischen Juristen zu fördern. Dies betrifft natürlich auch die Ausbildung der angehenden Juristen. Wer also eine Station in Frankreich verbringen möchte, findet in der DFJ einen Ansprechpartner für die verschiedensten Bereiche und eine vielseitige Informationsquelle. Der Verein besteht seit 1953, hat seinen Sitz in Karlsruhe und arbeitet eng mit seiner französischen Schwestervereinigung AJFA zusammen.

Interessant sind auch Partnerprogramme: So vermittelt etwa das Justizministerium NRW Referendaren Ausbildungsplätze bei französischen Anwälten oder Gerichten, inklusive Vorbereitungsseminar in Paris. Wer nach dem Assessorexamen bereits als Anwalt zugelassen ist, kann sich außerdem für den achtwöchigen „Stage international“ der Pariser Anwaltskammer bewerben: im Oktober rund vier Wochen Einführung an der Anwaltsschule, im November rund vier Wochen Praktikum in einer Pariser Kanzlei. Das Programm richtet sich an französischsprachige junge Anwälte bis 40 Jahre, die bereits bei einer Anwaltskammer eingetragen sind – Referendare können daran in der Regel noch nicht teilnehmen.

Auf der Homepage der DFJ findest Du Informationen zu Veranstaltungen und Stipendien sowie eine eigene Rubrik Ausbildung & Praxis. Praktikums- und Stationsplätze werden vor allem über das Mitgliederverzeichnis vermittelt: Interessierte bewerben sich direkt bei Mitgliedern, die sich zur Aufnahme bereit erklärt haben. Welche Stationen Du überhaupt im Ausland verbringen kannst, haben wir im Beitrag Auslandsaufenthalt in der Zivilrechtsstation zusammengestellt.

Förderung und Mitgliedsbeitrag

Für junge Mitglieder bietet die DFJ Praktikumsstipendien von bis zu 400 Euro (für Mitglieder bis 30 Jahre nach mindestens einem Jahr Mitgliedschaft), stark bezuschusste Vorseminare zur Jahrestagung sowie einen Exzellenz- und einen Dissertationspreis. Der ermäßigte Mitgliedsbeitrag für Juristen in Ausbildung (Studierende, Referendare) beträgt 45 Euro jährlich, regulär sind es 95 Euro (Stand: Oktober 2026). Das ist erschwinglich und auf jeden Fall lohnenswert, sofern man sich in diese Richtung orientieren möchte – zumal die Vermittlung von Stationsplätzen über das Mitgliederverzeichnis läuft. [RefN]

Der Artikel wurde am 24. Februar 2026 von veröffentlicht. Alice ist eine ehemalige Referendarin aus Mecklenburg-Vorpommern.