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REFERENDARIATNEWS
REFNEWS
  Ausgabe 39/2026
Montag, der 21.09.2026
     

 / Staatsexamen

Zivilrechtsklausur: Prüfertipps rücken sauberes Arbeiten in den Fokus

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Ein aktueller Karrierebeitrag nimmt die Zivilrechtsklausur im Zweiten Staatsexamen aus Prüfersicht in den Blick. Wie www.lto.de berichtet, spricht Katja Fambach, Vizepräsidentin des Amtsgerichts Offenbach und erfahrene Prüferin, im Podcast „Irgendwas mit Recht“ über typische Klausurtypen und Fehlerbilder. Für Referendarinnen und Referendare ist das weniger ein Geheimtipp als eine Erinnerung an das Handwerk: Wer den Sachverhalt nicht präzise auswertet, den Streitstoff unklar sortiert oder bei der Subsumtion ausweicht, verliert Punkte, bevor es um besondere Rechtskenntnisse geht.

Besonders wichtig ist die Botschaft, dass Examensklausuren nicht nach möglichst originellen Einfällen suchen. Entscheidend ist, ob die Bearbeitung den Fall vollständig erfasst, die Anspruchsgrundlagen sauber auswählt und die problematischen Stellen nachvollziehbar gewichtet. Gerade im Zivilrecht zeigt sich Prüfungsreife oft daran, dass Kandidatinnen und Kandidaten scheinbar einfache Weichenstellungen nicht überspringen: Zuständigkeit, Zulässigkeit, Anspruch entstanden, erloschen oder durchsetzbar, Beweislast und Tenorierung müssen in eine klare Struktur gebracht werden.

Der Beitrag macht außerdem deutlich, dass Klausurtaktik nicht erst am Prüfungstag beginnt. Wer im Referendariat regelmäßig echte Examensfälle schreibt, lernt Zeiteinteilung, Schwerpunktsetzung und sprachliche Verdichtung unter Druck. Eine überzeugende Lösung muss nicht jedes Nebenthema ausbreiten, sondern zeigen, warum bestimmte Fragen kurz bleiben dürfen und andere vertieft werden müssen. Das entlastet auch beim Korrekturlesen, weil Fehler in Aufbau, Ergebnis oder Tenor früh auffallen.

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Für die Vorbereitung auf das Zweite Staatsexamen folgt daraus ein nüchterner Arbeitsauftrag: weniger Sammeln abstrakter Sonderprobleme, mehr Training an vollständigen Aktenauszügen und gerichtlichen Entscheidungssituationen. Der Beitrag eignet sich deshalb besonders für Referendarinnen und Referendare kurz vor der Zivilrechtsklausur, aber auch für Arbeitsgemeinschaften, die Klausurbesprechungen stärker an typischen Prüfererwartungen ausrichten wollen.

Der Artikel wurde am 27. Juli 2026 von veröffentlicht. Marcus war Referendar am LG Dortmund in Nordrhein-Westfalen.