{"id":9715,"date":"2014-11-21T07:25:48","date_gmt":"2014-11-21T05:25:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=9715"},"modified":"2014-11-20T17:27:26","modified_gmt":"2014-11-20T15:27:26","slug":"die-zeit-rennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/zivilrechtsstation\/die-zeit-rennt\/","title":{"rendered":"Die Zeit rennt&#8230;.."},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4052\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/MP900409260-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Seit meinem letzten Eintrag auf dieser Seite ist viel Zeit vergangen. Leider. Mittlerweile habe ich die Zivilrechtsstation hinter mir gelassen und befinde mich nun seit gut zwei Wochen bei der Staatsanwaltschaft.<\/p>\n<p>Die Zivilstation hat mich zum Ende hin einige Nerven gekostet. Musste ich am Anfang nur einmal die Woche zu meinem Einzelausbilder, fand er es zum Ende ganz gut, wenn ich zweimal ins Gericht kam.<!--more--> Leider befand sich meine Einzelausbildung nicht an meinem Wohnort, sodass ich flei\u00dfig durch die Gegend fahren konnte &#8211; und das bei den ganzen Streiks der DB. Zu den Urteilen f\u00fcr meinen Einzelausbilder und den Klausuren in der AG, kamen auch noch Referate, Aktenvortr\u00e4ge und die Leitung einer Sitzung hinzu.<\/p>\n<p>Zu der Sitzungsleitung. Ich bin meinem Ausbilder wirklich dankbar, dass er es mir angeboten hat und irgendwie anscheinend auch an mich geglaubt hat, dass ich dies nicht vollkommen versemmel. Allerdings hatte ich einen Fall ohne jegliche Zeugen und ich sollte versuchen einen Vergleich zu erwirken. F\u00fcr das allererste Mal dann doch etwas schwieriger, als von mir gedacht. Die Vorhersage meines Ausbilders: &#8222;Wenn Sie nichts sagen, sagt auch kein anderer was&#8220;, bewahrheitete sich wirklich. Sprach ich die Anw\u00e4lte nicht direkt an, was sie von dem Vorschlag hielten, sagten sie wirklich nichts. Das war etwas ungewohnt und ich musste mich erst einmal daran gew\u00f6hnen, dass man quasi alle an die Hand nehmen muss. Mein Ausbilder lie\u00df mich aber nicht h\u00e4ngen und sprang f\u00fcr mich ein, wenn ich gar nicht mehr weiter musste.<br \/>\nAllerdings hatte ich auch zwei wirklich sehr nette Anw\u00e4lte vor mir sitzen. Keiner von beiden hatte Zeitdruck und zum Gl\u00fcck konnten sich beide noch sehr gut an ihre eigene Referendarszeit erinnern. Sie gaben mir auf jeden Fall das Gef\u00fchl, dass sie mitf\u00fchlen konnten und dies nahm mir etwas die Aufregung. Was mich aber komplett \u00fcberforderte war das Diktieren. Ich wei\u00df noch nicht, ob wir mal Freunde werden \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Mein Fazit zur Zivilrechtsstation: Vor Beginn meines Referendariats konnte ich mir gut vorstellen, Zivilrichterin zu werden. Obwohl meine AG-Leiterin und mein Einzelausbilder wirklich top waren, habe ich mich von dieser Zukunftsgestaltung etwas verabschiedet. Nicht, dass ich es unspannend fand. Aber die F\u00e4lle meist nur aufgrund der Aktenlage l\u00f6sen zu m\u00fcssen, da es oft keine Zeugen gab, &#8222;frustrierte&#8220; mich dann schon.<\/p>\n<p>In der Staatsanwaltschaft scheint es doch etwas aufregender zu werden. Nach der ersten Woche bekam ich auch gleich meine ersten Sitzungsakten zugeteilt und w\u00e4re am liebsten heimlich gestorben, da wir in der AG noch gar nicht wirklich soweit waren. Meine Einzelausbilderin nahm sich aber zum Gl\u00fcck sehr viel Zeit f\u00fcr mich, um mit mir die Akten durchzugehen. Wie es der Teufel will, wurde der Richter krank und mein kompletter Sitzungstag fiel somit flach. Viel Aufregung um nichts. Nat\u00fcrlich habe ich mich gefreut, andererseits h\u00e4tte ich das erste Mal auch gern gleich hinter mir gehabt. Die zweite Chance lie\u00df aber nicht lange auf sich warten. Ich wurde gleich wieder f\u00fcr den Sitzungsdienst eingeteilt und bin nun n\u00e4chste Woche mit meinen ersten Verhandlungen dran. Dar\u00fcber berichte ich nat\u00fcrlich zeitnah. Versprochen.<\/p>\n<p>Irgendwie habe ich gar nicht wirklich mitbekommen, dass mittlerweile schon Mitte November ist. Die Zeit vergeht wie im Flug. Was mich momentan etwas st\u00f6rt ist, dass man seine Woche nicht wirklich gut planen kann, da wir immer erst Dienstagabend\/Mittwochfr\u00fch erfahren, ob wir Sitzungsvertretung haben oder nicht. Dann muss auf die Schnelle ein Termin mit dem Einzelausbilder zum Aktenbesprechen gefunden werden, Arbeit f\u00fcr den Einzelausbilder, Lerngruppe und AG kommen hinzu und dann ist die Woche auch irgendwie schon wieder um. Aber was soll&#8217;s. In gut 4 Wochen habe ich mir erst einmal Urlaub genommen, um wenigstens noch die letzten Weihnachtsgeschenke, ganz ohne Aktenstress, besorgen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bis n\u00e4chste Woche.<\/p>\n<p>Claudia \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit meinem letzten Eintrag auf dieser Seite ist viel Zeit vergangen. Leider. Mittlerweile habe ich die Zivilrechtsstation hinter mir gelassen und befinde mich nun seit gut zwei Wochen bei der Staatsanwaltschaft. Die Zivilstation hat mich zum Ende hin einige Nerven gekostet. 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