{"id":9495,"date":"2014-09-29T07:14:24","date_gmt":"2014-09-29T05:14:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=9495"},"modified":"2014-10-06T12:22:47","modified_gmt":"2014-10-06T10:22:47","slug":"schriftliches-examen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/examen\/schriftliches-examen\/","title":{"rendered":"Schriftliches Examen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7108\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/ubobol.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"145\" \/>Lang, lang ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe &#8211;\u00a0aber entgegen vermeintlicher Bef\u00fcrchtungen kann ich mitteilen, dass\u00a0ich das Examen, bzw. den schriftlichen Teil, zum Gl\u00fcck doch \u00fcberlebt habe&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&#8230; es ist deshalb an der Zeit, das ein oder andere vielleicht (oder besser hoffentlich) Interessante aus den vergangenen Wochen zu berichten. Aber der Reihe nach &#8230;<!--more--><\/p>\n<p><b>R\u00e4umlichkeiten und das Drumherum<\/b><\/p>\n<p>Viele Worte m\u00f6chte ich zum Examen selbst gar nicht verlieren &#8211; denn zu den gestellten Pr\u00fcfungsaufgaben gibt es genug Foren und Diskussionen.\u00a0\u00a0Zufrieden und gl\u00fccklich ist man nach Pr\u00fcfungen wahrscheinlich sowieso h\u00f6chst selten. Um so weniger, aufgrund der noch vorherrschenden Ungewissheit des Ausgangs derselben.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte aber sagen, dass ich doch ganz froh bin, dass ich in Hessen Examen geschrieben habe, denn nachdem, was ich jetzt von Kollegen anderer Bundesl\u00e4nder geh\u00f6rt habe, war das Drumherum hier doch recht angenehm:<\/p>\n<p>Wie ich bereits in einem meiner fr\u00fcheren Beitr\u00e4ge erz\u00e4hlt hatte, konnten wir im Vorfeld\u00a0auf einem Bogen unsere Wunschst\u00e4dte f\u00fcr die Anfertigung der Examensklausuren angeben. Soweit ich das beurteilen kann, ist dieser Wunsch bei allen Kollegen um mich herum auch erf\u00fcllt worden. Als wir am ersten Tag dann vor dem entsprechenden Raum standen, konnten wir dem \u00dcbersichtsplan entnehmen, welche Platznummer und damit welcher Tisch uns zugeteilt war. Diesen Platz durften wir dann gl\u00fccklicherweise komplett f\u00fcr uns vereinnahmen &#8211; weil er uns bis zur letzten Klausur &#8222;geh\u00f6rte&#8220;. Wir konnten also alle unsere Sachen &#8211; s\u00e4mtliche Gesetze und Kommentare, Schreibbl\u00f6cke, Stifte, Marker und was man sonst noch so braucht &#8211; dort lagern und mussten sie nicht t\u00e4glich hin und her schleppen. Auch, wenn die Koffer nicht im Raum bleiben durften, so konnten wir diese dennoch im gesamten Zeitraum in einer Ecke des Flures vor dem Raum deponieren.<br \/>\nDie Tische waren ausreichend gro\u00df, sodass alle B\u00fccher Platz fanden und auch mehrere Kommentare gleichzeitig aufgeschlagen genutzt werden konnten. Das war (zumindest bei mir) im ersten Examen ganz anders, da passte n\u00e4mlich neben dem Klausurblock und einem Gesetzestext so gut wie nichts mehr auf die Tischplatte und aller Rest musste unter dem Tisch gestapelt werden. Von Kollegen in anderen Bundesl\u00e4ndern wurde mir erz\u00e4hlt, dass dort jeden Morgen die Tische neu verlost wurden und deshalb immer alle Utensilien wieder mit nach Hause genommen werden mussten. Ich muss zugeben, dass ich schon froh war, dass wir feste Pl\u00e4tze hatten und ab dem zweiten Morgen auch immer erst 15 Minuten vor Pr\u00fcfungsbeginn da sein mussten, da jeder wusste, wo er hin musste. Das Herrichten des Arbeitsplatzes war damit schnell erledigt und wir haben immer p\u00fcnktlichst anfangen k\u00f6nnen mit der Bearbeitung.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4hrend der Pr\u00fcfungsphase &#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Bereits nach den ersten Tagen wusste ich &#8211; egal, wie viel Zeit noch gewesen w\u00e4re, die meisten der als Klausuraufh\u00e4nger genutzten Themen h\u00e4tte ich nie gezielt gelernt und\u00a0Spekulationen dazu, was einem in der n\u00e4chsten Klausur erwartet, entsprachen einem Fass ohne Boden&#8230; da also wissenstechnisch meiner Meinung nach an den Pr\u00fcfungsnachmittagen sowieso nichts mehr zu retten war, haben mich im Anschluss an die Klausuren in diesen Tagen haupts\u00e4chlich drei Dinge besch\u00e4ftigt:<\/p>\n<p><b>Verpflegung<\/b><\/p>\n<p>Meine &#8222;beste Freundin&#8220; an diesen 8 Tagen war &#8211; ihr werdet lachen &#8211; meine kurz zuvor erworbene neue Brotdose! In meiner Lieblingsfarbe und insbesondere mit zwei tollen Trenneins\u00e4tzen, sodass\u00a0sich drei separat bef\u00fcllbare F\u00e4cher ergeben. Jeden Abend habe ich mir dann ein tolles Nahrungspaket zusammengestellt mit belegten Broten, geschnittenem Obst und\/oder Gem\u00fcse, sowie Schokolade, M\u00fcsliriegeln, Traubenzucker&#8230; Bei den teilweise unversch\u00e4mt vielen Textseiten der Aufgaben, habe ich dann immer erstmal sch\u00f6n w\u00e4hrend des Lesens gefr\u00fchst\u00fcckt und mich f\u00fcr die kommenden Stunden eingestimmt. Mittags, wenn die Laune &#8211;\u00a0in Anbetracht der dahin rennenden Zeit und der noch viel zu vielen abzuarbeitenden Arbeitsschritte &#8211;\u00a0immer mehr in den Keller wanderte und die Konzentration nachlie\u00df, hat mich dann die Schokoladenration wenigstens nochmal etwas motiviert und \u00fcber die verbleibende Zeit gerettet.<\/p>\n<p><b>Bewegung und frische Luft<\/b><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der schriftlichen Pr\u00fcfungen sa\u00dfen wir in einem Kellerraum, sodass das Wetter eigentlich nicht von Belang war, f\u00fcr den Rest des Tages war ich aber doch froh, dass\u00a0das Wetter\u00a0\u00fcberwiegend ganz gut\u00a0 war, denn nach meiner Heimkehr war ich meistens doch weniger gut gelaunt bis ziemlich frustriert und bin deshalb immer als erstes eine ordentliche Runde Radfahren gewesen, um mich etwas abzureagieren, frische Luft und frischen Wind zu genie\u00dfen und noch etwas Tageslicht zu tanken. Abzureagieren trifft es f\u00fcr manche Tage tats\u00e4chlich ziemlich gut &#8211; ich habe mich dann allein durch die Felder und W\u00e4lder bewegt und ab und an auch mal so richtig sch\u00f6n vor mich hin geflucht&#8230; \ud83d\ude09 Danach war die Laune dann meistens deutlich besser und\u00a0ich\u00a0auch k\u00f6rperlich etwas ausgepowert, sodass ich mich dann auch wieder unter Menschen trauen konnte&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n<p><b>Schlafen<\/b><\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich neige ich zum Gl\u00fcck nicht zu Schlafproblemen. Normalerweise schlafe ich tief und fest, wie ein Stein und bin mir nicht mal sicher, dass eine neben mir explodierende Bombe dies \u00e4ndern k\u00f6nnte. Diese Erz\u00e4hlungen von der inneren Uhr und eigenst\u00e4ndigem p\u00fcnktlichen Wachwerden immer zur gleichen Zeit ohne Wecker, halte ich grunds\u00e4tzlich f\u00fcr ein Ger\u00fccht &#8211; auf mich jedenfalls hat das noch nie zugetroffen. Unter drei Weckern geht normalerweise nichts&#8230;\u00a0 aber bei so au\u00dfergew\u00f6hnlichen, alles entscheidenden Terminen, von denen das weitere Leben wohl entscheidend abh\u00e4ngt, neige ich irgendwie doch dazu (das war w\u00e4hrend des 1. Examens bereits \u00e4hnlich), vor lauter Sorge, den Wecker nicht zu h\u00f6ren und deshalb zu verschlafen, nur einen sehr leichten Schlaf zu haben und viel zu fr\u00fch &#8211; deutlich vor dem Wecker! &#8211; die Augenlider aufzuschlagen&#8230;<\/p>\n<p>Um (als konditionierte und \u00fcberzeugte Sp\u00e4t-ins-Bett-Geherin und Sp\u00e4t-Aufsteherin) also trotzdem auf eine ausreichende Stundenanzahl und damit zum wohlgepriesenen gesunden Schlaf zu kommen, gab es abends immer viel Kr\u00e4utertee (soll angeblich ja beruhigend, entspannend\u00a0und gesund sein) und dann wahlweise noch ein Gl\u00e4schen Rotwein oder dergleichen, um dann fr\u00fch ins Bett zu fallen und m\u00f6glichst direkt schlafen zu k\u00f6nnen&#8230;.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich war ich heilfroh, als endlich die achte und letzte Klausur geschafft war und ich mit meinem Rollkoffer diesen Ort endlich wieder endg\u00fcltig verlassen konnte&#8230;\u00a0\u00fcbrigens war mein Trolley mit Ausma\u00dfen, die die Vorgaben f\u00fcr eine Mitf\u00fchrung als Handgep\u00e4ck noch gut erf\u00fcllen, deutlich schwerer, als mein diesj\u00e4hriges Urlaubsgep\u00e4ck! Der Koffer (seinerseits Markenzeichen ultraleicht) gef\u00fcllt mit Gesetzen und Kommentaren hat stolze 22 kg auf die Waage gebracht, w\u00e4hrend mein 16 kg Urlaubsgep\u00e4ck &#8211; wovon sogar ein guter Teil \u00fcberfl\u00fcssig war, wie sich ja h\u00e4ufig sp\u00e4ter herausstellt &#8211;\u00a0deutlich leichter war&#8230;<\/p>\n<p>Damit ist also wieder eine Etappe geschafft (egal wie, jedenfalls erstmal abgehakt!) und inzwischen ist die Wahlstation in vollem Gange &#8211; aber dazu dann im n\u00e4chsten Beitrag mehr&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lang, lang ist es her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe &#8211;\u00a0aber entgegen vermeintlicher Bef\u00fcrchtungen kann ich mitteilen, dass\u00a0ich das Examen, bzw. den schriftlichen Teil, zum Gl\u00fcck doch \u00fcberlebt habe&#8230; \ud83d\ude09 &#8230; es ist deshalb an der Zeit, das ein oder andere vielleicht (oder besser hoffentlich) Interessante aus den vergangenen Wochen zu berichten. 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