{"id":9035,"date":"2014-04-28T07:30:18","date_gmt":"2014-04-28T05:30:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=9035"},"modified":"2014-04-27T12:25:47","modified_gmt":"2014-04-27T10:25:47","slug":"start-in-das-neue-leben-als-referendar-die-ersten-8-wochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/allgemein\/start-in-das-neue-leben-als-referendar-die-ersten-8-wochen\/","title":{"rendered":"Start in das neue Leben als Referendar \/\/ die ersten 8 Wochen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-8790\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/erstertag-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"160\" \/>Liebe Leser,\u00a0zum M\u00e4rz habe ich den juristischen Vorbereitungsdienst im Land Niedersachsen beim OLG Oldenburg begonnen und freue mich auf die kommenden zwei Jahre! Gerne m\u00f6chte ich Euch davon hier berichten und hoffe, den ein oder anderen Tipp weitergeben zu k\u00f6nnen. Die Schlagworte meines ersten Blog-Artikels bei RefNews:<\/p>\n<p>Weichenstellung vor dem Ref. \/\/ alles Wichtige f\u00fcr die ersten Tage \/\/ R\u00fcckblick auf die ersten acht Wochen<!--more--><\/p>\n<p><strong style=\"line-height: 1.5em;\">Die Weichenstellung<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem 1. Staatsexamen stellt sich f\u00fcr die meisten von uns die Frage, wie es denn nun weitergeht. Ganz \u00fcberwiegend wird man nach dem bestandenen ersten Staatsexamen nun das Referendariat, den sog. juristischen Vorbereitungsdienst, ins Auge fassen. Dabei stellt sich zun\u00e4chst einmal die Frage nach dem &#8222;wo&#8220; und dann nach dem &#8222;wie&#8220;.\u00a0 F\u00fcr mich war bei der Standortauswahl eine Mischung unterschiedlicher Entscheidungsgr\u00fcnde massgeblich: die Qualit\u00e4t der Ausbildung und Betreuung der Referendare\u00a0am jeweiligen OLG, die Erreichbarkeit von Freunden und Familie, die Examensanforderungen des jeweiligen Bundeslandes sowie die Infrastruktur am jeweiligen Dienstort des Vorbereitungsdienstes. Informiert Euch bei Freunden und Bekannten unbedingt \u00fcber den f\u00fcr Euch in Betracht kommenden Standort, wenn m\u00f6glich fahrt einmal dort hin und macht Euch vor Ort selbst ein Bild. \u00dcberlegt Euch auch gut, wie ihr ggf. weite Entfernungen nach Hause, zur Familie und zum Partner oder der Partnerin bew\u00e4ltigen k\u00f6nnt. Und letztlich ist auch ein Blick auf die Statistik der Examensergebnisse nicht verkehrt, denn das 2. Staatsexamen ist ja nun mal unsere Berufszulassungspr\u00fcfung.<\/p>\n<p><strong>Bevor es losgeht&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal ein ganz praktische Frage, die ich mir selbst auch stellte \ud83d\ude09\u00a0 was zieht man denn am besten am ersten Tag an?? Im Anzug\/Kost\u00fcm oder leger? Hier gilt es, nicht zu \u00fcbertreiben, aber auch nicht zu sehr underdressed zu erscheinen. Man wird in der Regel alles richtig machen, wenn man Jeans, Hemd und Sakko anhat, f\u00fcr die M\u00e4dels ist eine Jeans\/dunkle Hose sowie eine Bluse sicherlich passend. Falls ihr keine genaue Anschrift mit Uhrzeit und Zimmernummer erhalten habt, fragt unbedingt rechtzeitig nach, wo und wann ihr kommen sollt. Falls man sich noch nicht so genau auskennt, weil man neu am Standort oder in der Stadt ist, empfiehlt es sich auch, am Tag vor Dienstantritt schonmal genau zu schauen, wohin man denn muss, so dass einem guten und stressfreien ersten Tag nichts im Wege steht.<\/p>\n<p>B\u00fccher und Skripten w\u00fcrde ich vor dem Start nicht kaufen, denn oftmals erh\u00e4lt man im Unterricht Empfehlungen und Tipps. Aber wenn Ihr schonmal vorab einen Blick in die Themen reinwerfen m\u00f6chtet, empfiehlt es sich (jedenfalls in Norddeutschland\/Niedersachsen) das Skript von Kaiser (Die zivilgerichtliche Assessorklausur) in der Bibliothek auszuleihen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der ersten Tage gibt es jede Menge zu tun und zu erledigen, man ist froh um alles, was man bereits zuvor erledigt hat. Deswegen empfiehlt es sich Dinge wie die Anmeldung oder Ummeldung zur Krankenkasse, den Umzug, die An-und Abmeldung am Wohnort, Ummeldung des Telefonanschlusses, usw. m\u00f6glichst vor dem Dienstantritt zu erledigen. Da man sich mit dem Dienstantritt im \u00f6ffentlichen Dienst befindet, ist es wichtig, dass ihr m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig Eure Kontaktdaten und f\u00fcr die Besoldung Eure Kontodaten an das jeweils zust\u00e4ndige Landesamt f\u00fcr Besoldung und Versorgung (LBV) einreicht. Dazu wird in der Regel auch erforderlich sein, dass ihr Daten wie die Sozialversicherungsnummer und die Steuernummer bereit habt und einreicht. Wichtig f\u00fcr alle diejenigen die bisher privat versichert waren: Ihr m\u00fcsst Euch nun gesetzlich versichern! Falls ihr sp\u00e4ter wieder in die private Krankenversicherung zur\u00fcck wechseln m\u00f6chtet, empfiehlt es sich eine sog. Anwartschaft bei Eurer privaten Versicherung abzuschliessen. Das bedeutet letztlich, dass die private Krankenversicherung ruht und ihr sp\u00e4ter wieder in diese eintreten k\u00f6nnt. Hier gibt es unterschiedlich Modell, am effektivsten ist es, sich hier in einem Gespr\u00e4chstermin beraten zu lassen. Die Ruhensbeitr\u00e4ge sind nicht besonders hoch (ca. 12 Euro).\u00a0Empfehlenswert finde ich es, sich erg\u00e4nzend zur gesetzlichen Krankenversicherung dann in bestimmten Bereichen zus\u00e4tzlich zu versichern (bspw. Z\u00e4hne, Krankenhausaufenthalt), so dass man in diesen Bereich faktisch wie ein Privatpatient versichert bleibt.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick, die ersten acht Wochen sind geschafft<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten vier Wochen hier in Oldenburg waren durch die sog. verdichtete Eingangsphase gepr\u00e4gt, d.h. der Unterricht, der \u00fcblicherweise einmal die Woche stattfindet, nimmt w\u00e4hrend dieser Eingangsphase drei bis vier Tage in Anspruch. Nach dieser Eingangsphase ist es \u00fcblicherweise so, dass man einmal die Woche zum Unterricht kommt (das nimmt ungef\u00e4hr einen halben Tag in Anspruch) und dann einen bis zwei Termin beim Ausbilder hat (das ist die- oder derjenige Richter, dem man zugeteilt ist). Hier in Oldenburg hatte ich echtes Gl\u00fcck, die Ref.-Kollegen sind durchweg alle nett und es haben sich auch schon gute Kontakte ergeben. Zudem ist die Betreuung in der AG und durch die Ausbilder richtig gut! Nach der verdichteten Eingangsphase bekam ich vom Ausbilder dann auch gleich die ersten Akten zugeteilt. Die Spannung war nat\u00fcrlich gro\u00df und ich habe mich sofort am Nachmittag ans Aktenstudium gemacht. Es macht viel Spass die neu erlernten Arbeitstechniken anwenden zu k\u00f6nnen, aber nat\u00fcrlich muss man sich am Anfang erst einmal an die Umstellung vom Uni-Gutachten zum Urteil im Urteilsstil gew\u00f6hnen. Auch hierzu fand ich die Darstellung im Kaiserskript im Abschnitt &#8222;Entscheidungsgr\u00fcnde&#8220; hilfreich. Stolz konnte ich dann schliesslich mein erstes Urteil bei der Gesch\u00e4ftsstelle im Gericht abgeben. Super war es auch, dass ich schon mit dem Ausbilder mit in die Verhandlung durfte. Die bisherigen Wochen sind wie im Flug vergangen, wir haben hier unglaublich viel Neues gelernt, die an der Uni abstrakt erlernten Kenntnisse k\u00f6nnen nun endlich in der konkreten Rechtspraxis angewandt werden. Der Vorbereitungsdienst hier in Oldenburg war f\u00fcr mich bisher genau die richtige Entscheidung!<\/p>\n<p>Bis bald und herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser,\u00a0zum M\u00e4rz habe ich den juristischen Vorbereitungsdienst im Land Niedersachsen beim OLG Oldenburg begonnen und freue mich auf die kommenden zwei Jahre! 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