{"id":8698,"date":"2014-01-27T12:45:59","date_gmt":"2014-01-27T11:45:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=8698"},"modified":"2014-01-27T12:51:49","modified_gmt":"2014-01-27T11:51:49","slug":"praxisnaher-unterricht-exkursionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/anwaltsstation\/praxisnaher-unterricht-exkursionen\/","title":{"rendered":"Speyer: Praxisnaher Unterricht \/ Exkursionen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"background: transparent;\">L<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-8026\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/MP900430959.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/>angsam aber sicher neigt sich das Semester dem Ende entgegen&#8230; nach vielen Veranstaltungen im H\u00f6rsaal, stand jetzt im Rahmen einzelner Projekt-AGs, Seminare oder Kolloquien nach der theoretischen Wissensvermittlung in den letzten Wochen noch Unterricht zum Anfassen auf dem Programm.<\/span><\/p>\n<p><strong>Arbeitsrecht \/ <span style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent;\">Badische Anilin und Sodafabrik<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background: transparent;\">Wir besuchten zB die BASF in Ludwigshafen.<!--more--><!--more-->\u00a0Zun\u00e4chst wurden wir vom Besucherservice empfangen und am so genannten Medientisch auf die Welt der BASF SE eingestimmt. Dieser Tisch war ein gro\u00dfer Touchscreen, an welchem interaktiv das Werksgel\u00e4nde einserseits im Ganzen und im Verh\u00e4ltnis zu verschiedenen gro\u00dfen Metropolen der Welt und andererseits die einzelnen Geb\u00e4ude im Detail angeschaut werden konnten. Es wurde uns erkl\u00e4rt, was alles zur BASF geh\u00f6rt, welche (Zwischen- und End-) Produkte von dem Unternehmen hergestellt werden und welche verschiedenen Berufe es unter dem Dach dieses Arbeitgebers vertreten sind. Anschlie\u00dfend mussten wir uns einen kurzen Sicherheitsfilm ansehen und dann durften wir in einen Reisebus einsteigen, der mit uns \u00fcber eine Stunde \u00fcber das Werksgel\u00e4nde fuhr, die verschiedenen Geb\u00e4ude und Rohre zeigte und erkl\u00e4rte, den Hafen und die dort vorhandenen Sicherungsanlagen vorf\u00fchrte, damit auch im Fall der F\u00e4lle von Missgeschicken beim Verladen von Waren auf die Containerschiffe kein \u00d6l in den Rhein gelangen kann. Allerdings muss ich gestehen, dass diese ganzen Produktionshallen irgendwie doch alle sehr gleich aussahen &#8211; viele Backsteingeb\u00e4ude mit vielen Rohren \u00fcberall. Das Werksgel\u00e4nde selbst war allerdings beeindruckend &#8211; riesig gro\u00df (mehr als 12 qkm) mit zahlreichen Stra\u00dfen die allesamt Namen hatten, die entweder auf Chemische Stoffe, Reaktionen oder bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten in diesem Bereich zur\u00fcckgingen, und einer eigenen Infrastruktur. Es gibt B\u00e4cker, einen Lebensmittelmarkt, einen Fris\u00f6r, einen Kindergarten &#8230; die Mitarbeiter k\u00f6nnen allerdings nur von gro\u00dfen Parkpl\u00e4tzen au\u00dferhalb des Werkgel\u00e4ndes mit BASF-Pendelbuslinien auf das Gel\u00e4nde. Nach dieser Rundfahrt verlie\u00dfen wir das Gel\u00e4nde dann wieder, weil dort haupts\u00e4chlich die Produktionsst\u00e4tten liegen und die Juristen au\u00dferhalb des Werkgel\u00e4ndes ein eigenes Haus haben. Dort wurden wir von der Betriebsratsvorsitzenden empfangen, die uns in einem Vortrag einen Einblick in die Aufgaben und T\u00e4tigkeitsbereiche gab und anschlie\u00dfend konnten wir in gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re rund um einen \u00fcppig gedeckten Tisch schlemmen und diverse Fragen stellen, die uns so in den Sinn kamen und schon immer interessierten. Das war Arbeitsrecht einmal anders und ein wirklich spannender Ausflug mit vielen interessanten Einblicken!<\/span><\/p>\n<p><strong>Energierecht \/ <span style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent;\">Stadtwerke Speyer<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background: transparent;\">Au\u00dferdem besuchten wir mit einem Kurs die Stadtwerke in Speyer (SWS), wo wir vom Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer h\u00f6chstpers\u00f6nlich empfangen wurden und einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Aufgabenbereiche geboten bekamen. Kurz aber pr\u00e4gnant verdeutlichte er in einem Vortrag, wo die Probleme von Stadtwerken im heutigen Energiezeitalter sind, wo die Spannungsfelder im Allgemeinen und bei den Stadtwerken Speyer im Besonderen liegen und was alles auch zu den SWS geh\u00f6rt, das einem zun\u00e4chst vielleicht nicht unbedingt vor Augen ist (Spa\u00dfbad bademaxx z.B.). Nach diesen Einf\u00fchrung machten wir uns auf den Weg mit diversen Pkw in Kolonne, um zun\u00e4chst eine Hackschnitzelanlage zu besichtigen. In dem Betriebsgeb\u00e4ude roch es nach Menthol und war ziemlich laut, wobei wir das revidierten, nachdem die Klappen und T\u00fcren der Anlage mal ge\u00f6ffnet wurden, denn dann war es wirklich laut &#8211; sodass das eigene Wort nicht mehr zu verstehen war. \ud83d\ude09<\/span><\/p>\n<p><span style=\"background: transparent;\">Danach besuchten wir noch die Kl\u00e4ranlage die durch Nutzung von Kl\u00e4rgas und Deponiegas von der angrenzenden M\u00fclldeponie in zwei Blockheizkraftwerken eigene Energie erzeugt. Wir konnten durch die Glasscheibe auch Chemiker im Labor beobachten, die Wasserproben nahmen und die Qualit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcften. In direkter Nachbarschaft war noch die ehemalige Hausm\u00fclldeponie, die heute ein Sonnenberg ist, weil dort nach Stilllegungs- und Rekultivierungsarbeiten auf dem M\u00fcllberg Sonnenkollektoren aufgebaut wurden, die einen Jahresverbrauch an Strom von 132 Einfamilienh\u00e4usern erzeugt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"background: transparent;\">Nach diesen kurzen Ausflug zum Energierecht in der Praxis, befassten wir uns mit der Sch\u00f6pfung neuer Energie eines jeden Einzelnen von uns &#8211; wir wurden zum Abschluss der Veranstaltung von unserem Dozenten zum Mittagessen im Domhof in Speyer eingeladen! In netter Runde und bei leckeren Energiehappen gab es noch interessante Gespr\u00e4che, bevor mit diesem Abschlussausflug wieder eine Veranstaltung endete und damit um so deutlicher war, dass die Zeit in Speyer in wenigen Tagen vorbei ist&#8230;.<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent;\">Internationale Schiedsgerichtsbarkeit \/ Verhandlungssimulation<br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background: transparent;\">Au\u00dferdem fand noch eine Blockveranstaltung, veranstaltet vom entsprechenden Fachbereich von Gleiss Lutz Stuttgart, statt. In der Branche namhafte Praktiker reisten f\u00fcr diese zweit\u00e4gige Veranstaltung aus Stuttgart, Z\u00fcrich oder sogar vom entfernten Washington an, um uns die internationale Schiedsgerichtsbarkeit nahe zu bringen. In verschiedenen Vortr\u00e4gen in deutscher und englischer Sprache bekamen wir einen \u00dcberblick \u00fcber die Vereinbarung von Schiedsverfahren, dem Ablauf eines solchen Verfahrens, der Problematik der Wahl von passenden Schiedsrichtern, die verschiedenen Schiedsorganisationen und deren eigene Schiedsordnungen und letztlich noch einen Exkurs zur Vollstreckung der erzielten Schiedsspr\u00fcche. In leider sehr kleiner Teilnehmerbesetzung, daf\u00fcr aber bei um so intensiverer Betreuung, wendeten wir nach jeder Unterrichtseinheit die gewonnen Informationen direkt auf kleine Fallbeispiele an, die dann im Plenum diskutiert wurden. Zum Abschluss der Veranstaltung simulierten wir dann in zwei Gruppen noch ein Verfahren vor einem OLG \u00fcber einen Antrag zur Vollstreckbarerkl\u00e4rung eines Schiedsspruches. Es wurde viel diskutiert und argumentiert und alles, was wir in den zwei Tagen geh\u00f6rt hatten, versucht irgendwie einzubringen, um die jeweils andere Partei und den Senat (die angereisten Anw\u00e4lte) vom eigenen Standpunkt zu \u00fcberzeugen. Es war eine wirklich spannende Einf\u00fchrung in das Feld der Schiedsgerichtsbarkeit, war eine tolle Gelegenheit zu \u00fcberpr\u00fcfen, wie gut die eingestaubten Englischkenntnisse noch sind und es ging hei\u00df her und war \u00e4u\u00dferst am\u00fcsant, aktiv zu werden und die neuen Kenntnisse umzusetzen. Diese Veranstaltung kann allen nur w\u00e4rmstens empfohlen werden! Zum kr\u00f6nenden Abschluss gab es noch Teilnahmebescheinigungen, die durch die Teilnahme an einer freiwilligen Abschlussklausur noch zu einem qualifizierten Zertifikat aufgewertet werden konnten. <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langsam aber sicher neigt sich das Semester dem Ende entgegen&#8230; nach vielen Veranstaltungen im H\u00f6rsaal, stand jetzt im Rahmen einzelner Projekt-AGs, Seminare oder Kolloquien nach der theoretischen Wissensvermittlung in den letzten Wochen noch Unterricht zum Anfassen auf dem Programm. 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