{"id":7557,"date":"2015-07-29T07:58:18","date_gmt":"2015-07-29T05:58:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=7557"},"modified":"2015-07-26T20:21:24","modified_gmt":"2015-07-26T18:21:24","slug":"frist-fuer-die-bewerbung-um-einen-referendarplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/vor-dem-referendariat\/frist-fuer-die-bewerbung-um-einen-referendarplatz\/","title":{"rendered":"Frist f\u00fcr die Bewerbung um einen Referendarplatz"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7558\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/MP900309640.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"175\" \/>Im Forum &#8222;Zur letzten Instanz&#8220; wurde die Frage gestellt, ob es eine Frist gibt, bis wann man sich nach Bestehen des 1. Examens f\u00fcr einen Referendarplatz beworben haben muss, oder ob zwischen 1. Examen und Referendariat auch viele Jahre liegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Antwort darauf scheint landesabh\u00e4ngig zu sein. W\u00e4hrend wir im JAG des Landes NRW keine Frist entdecken konnten, gibt es aber zumindest in Baden-W\u00fcrttemberg und Th\u00fcringen entsprechende Regelungen.<!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.landesrecht-bw.de\/jportal\/portal\/t\/ff7\/page\/bsbawueprod.psml;jsessionid=1A477CEED8307AF342AE9A9BE432A3AB.jpa4?doc.hl=1&amp;doc.id=jlr-JAGBWrahmen%3Ajuris-lr00&amp;showdoccase=1&amp;documentnumber=1&amp;numberofresults=14&amp;doc.part=X&amp;doc.price=0.0&amp;paramfromHL=true#jlr-JAGBWV2P5 jlr-JAGBWV1P5\" target=\"_blank\">\u00a7 5 Abs. 2 JAG des Landes Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> lautet:<\/p>\n<blockquote><p>Die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst ist abzulehnen, wenn der Bewerber f\u00fcr den Vorbereitungsdienst ungeeignet oder, insbesondere wegen eines Verbrechens oder vors\u00e4tzlichen Vergehens, f\u00fcr den Erwerb der Bef\u00e4higung zum Richteramt nicht w\u00fcrdig ist. Die Aufnahme soll abgelehnt werden, wenn der Bewerber diese erst f\u00fcr einen Zeitpunkt nach Ablauf von vier Jahren seit Ablegung der Ersten juristischen Pr\u00fcfung beantragt, wenn er aus einem fr\u00fcher begonnenen Vorbereitungsdienst vorzeitig entlassen worden ist oder wenn er seine \u00dcbernahme aus dem Vorbereitungsdienst eines anderen Bundeslandes beantragt und hierf\u00fcr jeweils ein wichtiger Grund nicht vorliegt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lexsoft.de\/cgi-bin\/lexsoft\/justizportal_nrw.cgi?xid=306028,34\" target=\"_blank\">\u00a7 33 Abs. VI Nr. 1 der Th\u00fcrJAPO<\/a> lautet:<\/p>\n<blockquote><p>Die Aufnahme in den Vorbereitungsdienst soll versagt werden, wenn die Ablegung der ersten Pr\u00fcfung l\u00e4nger als vier\u00a0Jahre zur\u00fcckliegt, es sei denn, dass im Hinblick auf die zwischenzeitliche T\u00e4tigkeit des Bewerbers noch ein hinreichend enger Zusammenhang zwischen dem Rechtsstudium und der Ausbildung im Vorbereitungsdienst besteht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwar handelt es sich bei diesen Regelungen um Soll-Vorschriften. Bewirbt man sich aber in Baden-W\u00fcrttemberg oder Th\u00fcringen um einen Referendarplatz und liegt das 1. Examen mehr als 4 Jahre zur\u00fcck, muss man mit einer Ablehnung rechnen, wenn kein wichtiger Grund f\u00fcr diesen Zeitraum vorgebracht werden kann oder kein enger Zusammenhang zwischen Studium und Referendariat besteht.<\/p>\n<p>Sofern jemand der Leser wei\u00df, ob es entsprechende Regelungen auch f\u00fcr andere Bundesl\u00e4nder gibt, sind wir f\u00fcr einen Hinweis bei den Kommentaren zum Artikel dankbar!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Forum &#8222;Zur letzten Instanz&#8220; wurde die Frage gestellt, ob es eine Frist gibt, bis wann man sich nach Bestehen des 1. Examens f\u00fcr einen Referendarplatz beworben haben muss, oder ob zwischen 1. Examen und Referendariat auch viele Jahre liegen k\u00f6nnen. Die Antwort darauf scheint landesabh\u00e4ngig zu sein. 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