{"id":5674,"date":"2012-04-28T08:13:07","date_gmt":"2012-04-28T06:13:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=5674"},"modified":"2016-07-30T18:18:49","modified_gmt":"2016-07-30T16:18:49","slug":"nebenjob-im-referendariat-sinnvoll-oder-voll-sinnlos-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/allgemein\/nebenjob-im-referendariat-sinnvoll-oder-voll-sinnlos-teil-2\/","title":{"rendered":"Nebenjob im Referendariat: sinnvoll oder voll sinnlos? &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5693\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/asvasv1.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"160\" \/>Hier also wie angek\u00fcndigt der 2. Teil des Artikels zum Thema &#8222;Soll man neben dem Referendariat jobben&#8220;.<\/p>\n<p>Wenn man nicht schon mit einem bestehenden Nebenjob ins Referendariat startet stellt sich nat\u00fcrlich die Frage wo man jobben m\u00f6chte. Am meisten profitieren tut man sicherlich davon, sich einen Nebenjob zu suchen, der auch einen gewissen juristischen Bezug aufweist (also klassischerweise vielleicht bei einer Anwaltskanzlei). <!--more-->Auch wenn die Kanzlei auf einem Gebiet t\u00e4tig ist, das f\u00fcr das Examen nicht relevant ist, so kann es sicher nicht schaden sich die Abl\u00e4ufe mal genauer anzuschauen und zudem den Lebenslauf damit auch etwas zu verfeinern. Ein Bekannter von mir hat zudem durch seine Nebenjobt\u00e4tigkeit in einer Kanzlei ein Vollzeitangebot direkt f\u00fcr den Anschluss an das Referendariat erhalten (das mag zwar vorkommen und kann f\u00fcr den ein oder anderen eine Motivation sein, aber direkt darauf setzen und insgeheim davon ausgehen w\u00fcrde ich davon auf keinen Fall und wer wei\u00df was in 2 Jahren \u00fcberhaupt ist, wo man selbst ist und wo man sein m\u00f6chte). \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Allerdings gibt es Nebenjobangebote nicht wie Sand am Meer und aus dem Bekanntenkreis haben viele die Erfahrung gemacht, dass Kanzleien schon ganz gerne Referendare einstellen&#8230;.allerdings bevorzugt f\u00fcr die Anwaltsstation und ohne Verg\u00fctung. Die Suche kann sich daher in die L\u00e4nge ziehen oder komplett erfolglos bleiben. Was die Jobsuche angeht so w\u00fcrde ich empfehlen zum einen das Internet zu durchforsten: d.h. Kanzleien in seiner Stadt zu suchen die man vom T\u00e4tigkeitsgebiet her interessant findet und erstmal anrufen und fragen ob eine Nebent\u00e4tigkeit prinzipiell m\u00f6glich ist und wenn ja, an wen man die Bewerbung schicken soll. Auch das schwarze Brett an der Uni kann sonst noch ganz hilfreich sein: ab und an haben Anw\u00e4lte (bevorzugt kleinere) Zettel aufgeh\u00e4ngt und suchen Hilfskr\u00e4fte.<\/p>\n<p style=\"border:1px solid; padding: 5px; margin: 2px 0px 10px 0px; line-height: 150%\">\n\t\t\t\tDie RefNews sind das Blog von Juristenkoffer.de - einem der ersten und mit weit mehr als 35.000 zufriedenen Kunden einem der gr\u00f6\u00dften Vermieter von Kommentaren in Deutschland. Bist Du bereits Rechtsreferendar, hast Dir aber noch keinen Juristenkoffer reserviert? 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Bei mir hat es sich aber so ergeben, dass ich den jetzigen Job schon kurz vor dem Referendariat begonnen habe und daher stellte sich die Frage nach der Nebenjobsuche bei mir zu Beginn des Referendariats nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftliche Hilfskraft<\/strong><\/p>\n<p>Ein Job als wissenschaftliche Hilfskraft zu finden ist meist noch schwieriger sofern man nicht schon in der Uni entsprechende Kontakte gekn\u00fcpft hat und den Prof irgendwie kennt. Stellen sind selten ausgeschrieben. Wen dies allerdings reizt, auch f\u00fcr den gilt: sofern der Lehrstuhl keine Anzeige ausgeschrieben hat, am besten trotzdem einfach mal anrufen und nett nachfragen. F\u00fcr eine T\u00e4tigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft muss neben dem Bedarf vom Lehrstuhl allerdings auf Seiten des Bewerbers auch die Note vom 1. Examen passen. \u00a0Das verlangt m.E. nun nicht zwingend ein Pr\u00e4dikatsexamen, aber ein gutes befriedigend sollte es doch schon sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Jobs gilt: Stellen sind vielleicht nicht (immer) explizit ausgeschrieben. Da man nichts zu verlieren, sondern h\u00f6chstens eher zu gewinnen hat, sollte man sich daher ruhig bewerben auch wenn man keine konkrete Stellenanzeige findet. Insbesondere kleinere Kanzleien inserieren &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; nur mal am schwarzen Brett an der Uni. Ich w\u00fcrde mir daher einfach ein paar Kanzleien, die vom T\u00e4tigkeitsfeld her f\u00fcr einen selbst interessant klingen, raussuchen und zun\u00e4chst telefonisch Kontakt aufnehmen. Mehr als zu sagen &#8222;tut mir Leid, aber wir suchen niemanden&#8220; k\u00f6nnen sie ja nicht, also nur Mut. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><strong>Kosten-Nutzen-Faktor<\/strong><\/p>\n<p>Jeder ist sich bewusst, dass die Zeit die f\u00fcr&#8217;s Jobben draufgeht anderweitig genutzt werden k\u00f6nnte. Es ist nicht unm\u00f6glich, bedarf aber doch einiger zeitlicher Organisation das Referendariat und den Nebenjob zeitlich unter einen Hut zu bringen. Am besten l\u00e4sst sich das Jobben nat\u00fcrlich vereinbaren wenn man sich die Arbeitszeit und die Arbeitstage frei einteilen und diese ggf sogar flexibel selbst \u00e4ndern kann. Dies h\u00e4ngt aber nat\u00fcrlich stark vom Arbeitgeber ab. Auch w\u00e4re es m.E. am besten in den Abendstunden oder an einem AG-Tag direkt im Anschluss zu arbeiten, da dieser Tag &#8211; zumindest f\u00fcr mich &#8211; sowieso &#8222;gelaufen&#8220; ist und ich mich an diesem Tag nicht mehr mit den Akten vom Ausbilder oder dem AG-Stoff erneut auseinandersetzen werde, mein Kopf aber auch nicht derart ausgebrannt ist, dass ich nichts produktives mehr zustande bringen k\u00f6nnte. Aber diese Flexibilit\u00e4t ist nicht immer m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Es empfiehlt sich daher zu gucken, wieweit man das ganze optimal planen kann. Mein Arbeitgeber ist da z.B. sehr flexibel und ich habe was das angeht wirklich einen Gl\u00fccksgriff gemacht. Ich kann in der Woche oder sogar am Wochenende arbeiten kommen. Da ich einen Schl\u00fcssel f\u00fcr das Geb\u00e4ude habe ist mir bei der Uhrzeit auch freie Hand gelassen: ich k\u00f6nnte zu humanen Zeiten arbeiten gehen, aber auch um Mitternacht w\u00e4re m\u00f6glich. Wichtig ist nur, dass die Arbeit die getan werden muss auch getan wird. Bei der Art und Weise bin ich da aber sehr frei in der Gestaltung. Das ist f\u00fcr mich nat\u00fcrlich ideal.<\/p>\n<p>Allerdings ist es daher auch \u00f6fters mal so, dass ich am Wochenende arbeite weil die Woche mit AG\/Aktenbearbeitung gef\u00fcllt ist und ich die Nebenjobt\u00e4tigkeit dann auf einen anderen Tag vor mir herschiebe, insbesondere weil ich ja wei\u00df, dass ich keine festen Zeiten\/Tage habe. Am Wochenende ist es dann nat\u00fcrlich etwas anstrengender zur Arbeit zu fahren (gerade jetzt wo das Wetter besser wird), \u00a0anstatt sich auf den Rasen zu legen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Aber gut: man muss halt Kompromisse machen. Es soll jetzt auch nicht den Eindruck erwecken als h\u00e4tte ich gar keine Freizeit neben dem Referendariat. Dem ist nicht so. Es ist nur halt doch anders als ich anfangs dachte und ich treffe Freunde verst\u00e4rkt an Tagen an denen ich zuvor schon bei Gericht war (also z.B. im Anschluss an die AG) und habe selten einen Tag wirklich &#8222;komplett&#8220; frei. Letztes Wochenende habe ich z.B. den Samstag gearbeitet und mich den Sonntag dann an meine Akte gesetzt. Es l\u00e4sst sich alles unter einen Hut bringen, keine Frage. Aber so locker-flockig und das ich nicht w\u00fc\u00dfte wohin mit meiner Freizeit ist es halt doch nicht und gegen etwas mehr Freizeit h\u00e4tte ich nichts einzuwenden, gerade weil ich zum &#8222;richtigen&#8220; Lernen bisher irgendwie noch gar nicht gekommen bin. Es bedarf doch etwas Organisation damit es rund l\u00e4uft und es l\u00e4uft halt nicht von alleine.<\/p>\n<p><strong>Das Examen kommt in gro\u00dfen Schritten n\u00e4her<\/strong><\/p>\n<p>Im Hinblick auf das 2. Examen muss man auch sagen: Es ist sicherlich sch\u00f6n und kann auch eine wertvolle Erfahrung f\u00fcr einen selbst sein wenn man nebenbei noch jobbt: sowohl, um intensivere Einblicke in das T\u00e4tigkeitsgebiet zu erhalten und zu sehen, ob man sich eine Vollzeitarbeit in diesem Bereich sp\u00e4ter prinzipiell auch f\u00fcr sich selbst vorstellen kann (gilt nat\u00fcrlich verst\u00e4rkt f\u00fcr Nebenjobs mit juristischem Bezug , wer nebenbei kellnert und dann in Erw\u00e4gung zieht nach dem 2. Examen vollzeitm\u00e4\u00dfig zu kellnern, der m\u00f6ge damit gl\u00fccklich werden, aber das meinte ich halt in erster Linie so nicht \ud83d\ude09 ) und insbesondere auch f\u00fcr den Lebenslauf (wobei ich sagen muss, dass ich von diesem reinen Lebenslauf-Pushing ehrlich gesagt gar nichts halte: entweder ich jobbe weil ich das Geld brauche und habe idealerweise Spa\u00df dabei oder ich bin zwar nicht unbedingt auf das Geld angewiesen, aber habe einfach von mir aus die Motivation nebenbei noch etwas anderes sehen\/machen zu wollen).<\/p>\n<p>Allerdings sollte man sich durchaus bewusst sein: was z\u00e4hlt ist sp\u00e4ter die Examensnote. Im Hinblick darauf und weil die Zeit doch schneller rumgeht als man denkt und weil ich in der &#8222;hei\u00dfen Phase&#8220; genug Zeit zum Lernen haben m\u00f6chte, habe ich auch beschlossen nur bis zum Ende der dritten Station zu jobben (d.h. also nur das erste Jahr w\u00e4hrend des Referendariats). Ab der Anwaltsstation (idealerweise finde ich vielleicht sogar eine Kanzlei die eine Verg\u00fctung zahlt) m\u00f6chte ich dann keine Doppelbelastung mehr haben. Das w\u00e4re zeitlich ab n\u00e4chstem Februar. Zum Ende diesen Jahres\/Anfang n\u00e4chsten Jahres werde ich dann also mit dem Nebenjob aufh\u00f6ren. Ich denke, dass dies, besonders in Anbetracht dessen dass das 2. Examen schon n\u00e4chstes Jahr im Oktober ansteht, eine gute Planung ist wenn ich somit die letzten 6-9 Monate neben der Anwaltsstation nicht noch den Nebenjob habe und die Freizeit die ich dann habe entweder f\u00fcrs Lernen nutze oder verst\u00e4rkt als Freizeitausgleich. Zudem wei\u00df ich ja auch nicht, wie oft ich bei der Kanzlei dann antanzen muss und wie die Arbeitsbelastung in dieser Station sein wird.<\/p>\n<p>Wer sich einen Nebenjob sucht, sollte sich also \u00fcberlegen wie lange er diesen aus\u00fcben will. Am besten jobbt man dann nat\u00fcrlich auch direkt mit Beginn des Refs und guckt schonmal vor dem Refstart nach links und rechts und bewirbt sich zeitig, denn wenn man &#8211; so wie ich &#8211; das letzte halbe bis dreiviertel Jahr nicht mehr jobben m\u00f6chte k\u00e4me es sicherlich etwas doof beim Arbeitgeber an wenn man nach 3-4 Monaten wieder aufh\u00f6rt weil man erst ab der Staatsanwaltschaftsstation angefangen hat und dann nach der Verwaltungsstation schon wieder aufh\u00f6ren m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Es besteht nat\u00fcrlich ggf. auch die M\u00f6glichkeit die Stundenzahl herunterzuschrauben oder nur einige Zeit vor dem schriftlichen Termin zu pausieren oder f\u00fcr die ganzen Harten: einfach die ganze Zeit durchjobben. Die 32 Std sind ja nur der maximal erlaubte Umfang. F\u00fcr mich steht jedoch fest, insbesondere da ich die Stundenzahl momentan komplett aussch\u00f6pfe, dass ich dies ab n\u00e4chstem Jahr nicht mehr machen m\u00f6chte neben dem Referendariat und ich mich dann lieber neben der Station und der Freizeit die man nat\u00fcrlich auch nicht vergessen sollte, auf das Examen vorbereiten m\u00f6chte. Es hei\u00dft zwar nicht zwangsl\u00e4ufig, dass das Examen unter dem Jobben leiden muss. F\u00fcr das 1. Examen habe ich in der gesamten Examensvorbereitung bis kurz vor dem Termin nebenbei gearbeitet und es hat dem Examen nicht geschadet (es lernt ja sowieso niemand 24\/7 und das Jobben war dann auch ein guter Ausgleich zum Rep). Aber gerade dadurch, dass man diese reine Examensvorbereitungszeit wie f\u00fcr das 1. Examen nicht mehr hat und ich nicht absch\u00e4tzen kann wie intensiv das Lernen noch wird und wie Arbeitsintensiv auch die weiteren Stationen werden, ist mir dann ggf. erh\u00f6hter Freizeitausgleich oder halt die zeitliche M\u00f6glichkeit entspannter Lernen zu k\u00f6nnen wichtiger, als noch 2 halbe Tage oder einen ganzen Tag f\u00fcr das Jobben zu opfern und ein paar Kr\u00f6ten mehr auf dem Konto zu haben. Zudem wei\u00df ich ja auch nicht wie das in den n\u00e4chsten Stationen mit der Aktenarbeit, die man mit nach Hause bekommt, weitergeht. Auch sowas kostet Zeit und hat man in der Vorbereitungszeit f\u00fcr das 1. Examen nicht noch &#8222;nebenbei&#8220; gehabt. Da ich auf das Geld auch nicht dringend angewiesen bin (es ist nat\u00fcrlich sch\u00f6n, geht aber die paar Monate auch ohne und wie gesagt: vllt verg\u00fctet in der Anwaltsstation sogar die Kanzlei bei der ich dann bin die Arbeit auch ein wenig) will ich mich dann auch nicht hinterher \u00e4rgern und setze da nun einfach Priorit\u00e4ten. Meine Planung ist also eine Kosten-Nutzen-Abw\u00e4gung und ich bin mit mit dieser Planung soweit auch recht zufrieden. \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Gehalt und Lohnsteuerkarte<\/strong><\/p>\n<p>Man sollte sich zudem \u00fcberlegen ob man bis oder \u00fcber 400 \u20ac jobben will (h\u00e4ngt nat\u00fcrlich auch vom Stundenlohn ab ob man \u00fcberhaupt die 400 \u20ac-H\u00fcrde knackt). In der Regel bekommt man bei Nebenjobs bis 400 \u20ac direkt brutto = netto aufs Konto. Da die Verg\u00fctung sehr stark, je nach Arbeitsfeld stark variiert, an der Uni die Verg\u00fctung z.B. schon tarifvertraglich geregelt ist, es bei Kanzleien auch auf die Gr\u00f6\u00dfe der Kanzlei mit ankommt, kann ich nicht viel dazu sagen, was nun als &#8222;angemessener&#8220; Stundenlohn anzusehen ist&#8230;vielleicht nur soviel: bei einem angebotenen Stundenlohn, den auch eure 13-j\u00e4hrige Nachbarin f\u00fcr Chemienachhilfe bekommt, w\u00fcrde ich wohl verhandeln oder gehen (es sei denn ihr Stundenlohn ist extrem gut \ud83d\ude00 ). Man sollte zwar keine zu hohen Erwartungen haben, sich aber auch nicht unterbuttern lassen. Man hat immerhin einen universit\u00e4ren Abschluss erworben und das sollte auch schon ein wenig honoriert werden. Es muss nat\u00fcrlich auch einleuchten, dass kleinere Kanzleien i.d.R. weniger bezahlen werden\/k\u00f6nnen, als gr\u00f6\u00dfere. Ich w\u00fcrde daher nicht zwangsl\u00e4ufig nur auf das Geld schielen, sondern eine Kanzlei, dessen T\u00e4tigkeitsgebiet ernsthaft darin liegt das einen interessiert, dann einer anderen Kanzlei vorziehen, die vielleicht 2 Euro mehr bezahlt. Aber das muss nat\u00fcrlich jeder selbst wissen. Aus meiner eigenen Erfahrung und meinem Umfeld schwanken die Stundenl\u00f6hne (wie auch die Arbeitsbelastung im Nebenjob) sehr stark und in der Bandbreite zwischen 9\u20ac und 19\u20ac ist so fast alles vertreten. Ich w\u00fcrde sagen, der Durchschnitt liegt bei ca. 13\u20ac\/Stunde.<\/p>\n<p>Beachten solltet ihr zudem, dass ein Nebenjob \u00fcber 400\u20ac auf Lohnsteuerklasse 6 (da ihr Steuerklasse 1 f\u00fcr das Referendariat habt und f\u00fcr eine weitere T\u00e4tigkeit dann Steuerklasse 6 anf\u00e4llt) l\u00e4uft. Die Abz\u00fcge die ihr auf Lohnsteuerklasse 6 habt sind aber zu hoch bemssen (die Abz\u00fcge betragen fast 50%). Diese k\u00f6nnt ihr euch dann aber zum Gro\u00dfteil zu Beginn des n\u00e4chsten Jahres mit der Einkommensteuererkl\u00e4rung zur\u00fcckholen. Das ist unkomplizierter als es klingt und wenn man sich einmal reingefuchst hat ist es auch nicht so schwierig die Einkommensteuererkl\u00e4rung zu machen (notfalls halt mal Freunde\/Eltern fragen, irgendwer wird euch da sonst schon helfen, aber mit Mitte 20 sollte man das vielleicht auch mal gemacht haben). Vor allem lohnt es sich in dem Fall halt wirklich. Wer auf das Geld verzichtet ist selbst schuld. Nebenjobs unter 400\u20ac m\u00fcssen eigentlich nicht auf Lohnsteuerklasse 6 laufen. Mir ist aber von einigen bekannt, bei denen die Arbeitgeber das trotzdem so regeln&#8230;weil es f\u00fcr die Buchhaltung wohl einfacher ist und &#8222;einfach so gemacht wird&#8220;. Die Abz\u00fcge kriegt man dann im Rahmen der Einkommensteuererkl\u00e4rung nat\u00fcrlich erst recht zur\u00fcckerstattet, da bis 400\u20ac der Verdienst brutto = netto ist.<\/p>\n<p>Soviel und soweit zum Thema Nebenjob!\u00a0Hoffentlich helfen euch die Gedanken bei eurer Entscheidung, ob ihr selbst neben dem Referendariat einen Job annehmen wollt oder nicht.<\/p>\n<p>Eure Emily*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier also wie angek\u00fcndigt der 2. Teil des Artikels zum Thema &#8222;Soll man neben dem Referendariat jobben&#8220;. Wenn man nicht schon mit einem bestehenden Nebenjob ins Referendariat startet stellt sich nat\u00fcrlich die Frage wo man jobben m\u00f6chte. 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