{"id":4645,"date":"2011-12-19T12:41:25","date_gmt":"2011-12-19T11:41:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=4645"},"modified":"2012-04-04T14:14:27","modified_gmt":"2012-04-04T12:14:27","slug":"examenstermin-dezember-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/klausuren-examen\/examenstermin-dezember-2011\/","title":{"rendered":"Examenstermin Dezember 2011"},"content":{"rendered":"<p>Im Forum von juraexamen.com haben Referendare aus NRW, Baden-W\u00fcrttemberg sowie Berlin\/Brandenburg \u00fcber die Sachverhalte diskutiert. Diesmal liegen folgende Themen:<\/p>\n<p><strong>Z1-Klausur:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Kl\u00e4ger ist zum Zeitpunkt der Klageerhebung Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks samt Wohnhaus, Botengasse 1 in Gera. Zudem war er zu einem Drittel Miteigent\u00fcmer des unmittelbaren Nachbargrundst\u00fccks Botengasse 2. Der Beklagte war <!--more-->\u00a0Eigent\u00fcmer der anderen 2\/3 und kommt irgendwann auf den Kl\u00e4ger zu und bittet ihn, ihm sein Drittel zu verkaufen. Das passiert dann auch. Der Beklagte baut dann auf dem Grundst\u00fcck ein Hotel Wand an Wand an das Wohnhaus des Kl\u00e4gers, wie so \u00fcblich in der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Verkaufsverhandlungen kam die Idee auf, dass der Kl\u00e4ger ja das in dem Hotel entstehende Treppenhaus mitbenutzen k\u00f6nne, um so in das erste und zweite Obergeschoss seines Hauses zu gelangen. Diese Idee gef\u00e4llt dem Kl\u00e4ger, da er so die in seinem Haus vorhandene platzraubende Treppe abrei\u00dfen und daf\u00fcr ein Bad einbauen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Nachdem also das Hotel samt Treppenhaus steht und auch die entsprechende Durchbr\u00fcche zum Obergeschoss des Kl\u00e4gers vorgenommen wurden, rei\u00dft der Kl\u00e4ger seine eigene Treppe ab und baut sich ein Bad ein und nutzt nunmehr das Treppenhaus des Hotels vom Kl\u00e4ger. Soweit so gut.<\/p>\n<p>Im Kaufvertrag hat sich der Beklagte verpflichtet, dem jeweiligen Eigent\u00fcmer des Hauses Botengasse 1 eine so w\u00f6rtlich \u201eGrunddienstbarkeit\u201c einzur\u00e4umen. In der Folgezeit wird aber keine Grunddienstbarkeit im Grundbuch eingetragen.<\/p>\n<p>Es kommt wie es kommen muss: Zwischen den Parteien entsteht Streit. Der Kl\u00e4ger beschwert sich \u00fcber L\u00e4rm des Hotels und dem Beklagten geht die intensive Treppenhausnutzung des Kl\u00e4gers und seiner Ehefrau auf den Sender. Der Kl\u00e4ger fordert daraufhin unter Verweis auf den Kaufvertrag den Beklagten auf, die versprochene Grunddienstbarkeit im Grundbuch eintragen zu lassen. Dieser Aufforderung kommt der Beklagte jedoch nicht nach, sodass der Kl\u00e4ger schlie\u00dflich klagt und zwar<\/p>\n<p>a) auf Abgabe einer Erkl\u00e4rung dahingehend, dass er sich mit dem Kl\u00e4ger einig ist, das eine Grunddienstbarkeit vereinbart ist (so oder so \u00e4hnlich. dieser Antrag war elendig lang, da immer die genau grundbuchbezeichnung enthalten war und wie gesagt mir bis jetzt noch nicht ganz klar ist, was eigentlich der tiefere sinn dieses Antrags war) und<\/p>\n<p>b) eine Eintragung ins Grundbuch zu bewilligen und zu beantragen (so oder so \u00e4hnlich)<\/p>\n<p>Jetzt noch die Besonderheiten:<\/p>\n<p>Als der Kl\u00e4ger mit dem Beklagten den Kaufvertrag abschlie\u00dft, ist der Kl\u00e4ger noch nicht Alleineigent\u00fcmer des Grundst\u00fccks Botengasse 1 sowie des darauf befindlichen Hauses. Er ist nur h\u00e4lftiger Miteigent\u00fcmer, die andere H\u00e4lfte geh\u00f6rt zu diesem Zeitpunkt noch seiner Ehefrau. Der Beklagte tr\u00e4gt deshalb vor, es l\u00e4ge keine Einigung vor, da der Kl\u00e4ger insoweit \u00fcberhaupt nicht berechtigt gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Nach Klageerhebung verkauft der Kl\u00e4ger das Grundst\u00fcck nebst Wohnhaus an ein Ehepaar, wobei jeder Ehegatte wiederum h\u00e4lftig Miteigent\u00fcmer wird. In diesem Kaufvertrag gibt der Kl\u00e4ger an, es best\u00fcnde ein Nutzungsrecht des Treppenhauses und er weist die Eheleute auf das laufende Verfahren hin. Auf die R\u00fcge des Beklagte, dem Kl\u00e4ger fehle nunmehr die Aktivlegitimation, beruft dieser sich auf <a title=\"Ver?u?erung oder Abtretung der Streitsache\" href=\"http:\/\/recht.jurbib.de\/zpo\/265\" target=\"_blank\">\u00a7 265 ZPO<\/a>, der Beklagte meint <a title=\"Ver?u?erung eines Grundst?cks\" href=\"http:\/\/recht.jurbib.de\/zpo\/266\" target=\"_blank\">\u00a7 266 ZPO<\/a> sei einschl\u00e4gig, die Klage bereits unzul\u00e4ssig. Der Kl\u00e4ger stellt die Klage derart um, dass die im Antrag zu a) geforderte Willenserkl\u00e4rung nunmehr gegen\u00fcber den neuen Eigent\u00fcmern abgegeben werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Der Beklagte betont, eine Grunddienstbarkeit zu Gunsten jedes Eigent\u00fcmers sei nie gewollt gewesen, sondern nur ein Nutzungsrecht f\u00fcr den Kl\u00e4ger und dessen Ehefrau. Darauf sei auch bei den Vertragsverhandlungen wert gelegt worden, weshalb der Notar aufgefordert worden sei, eine entsprechende Klausel im Kaufvertrag aufzunehmen (die war im Wortlaut im Sachverhalt wiedergegeben).<\/p>\n<p>Der Notar wird vom Beklagten als Zeuge benannt, vom Kl\u00e4ger im Termin aber nicht von der Schweigepflicht entbunden, dann aber trotzdem angeh\u00f6rt. <a href=\"http:\/\/recht.jurbib.de\/bnoto\/18\" target=\"_blank\">\u00a7 18 BNotO<\/a> war abgedruckt und auf den sollte eingegangen werden (regelt die Schweigepflicht des Notars).<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Z2-Klausur<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>In der zweiten Klausur ging es um eine Anwaltsklausur aus Kl\u00e4gersicht. Der klagende Werkunternehmer hatte mithilfe eines Subunternehmers ein Werk erstellt. Der Besteller (= Beklagte) will nicht zahlen und beruft sich auf M\u00e4ngel. Der Mandant bringt bestimmte Beweise an, dass der Mangel weder von ihm noch vom Subunternehmer zu vertreten ist. Der Mandant hatte zun\u00e4chst selbst eine Klage verfasst und ist dann zur m\u00fcndlichen Verhandlung nicht erschienen. Die Einspruchsfrist l\u00e4uft am Tag des Klausurenschreibens ab (2.12.). In der Zweckm\u00e4\u00dfigkeit musste wohl auch er\u00f6rtert werden, ob dem Subunternehmer der Streit zu verk\u00fcnden ist. Der Sub hat n\u00e4mlich angek\u00fcndigt, den Hauptunternehmer auf seinen Werklohn zu verklagen&#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Z3-Klausur<\/strong><\/p>\n<p>Leider sind zu dieser Klausur keine Infos zu finden<\/p>\n<p><strong>Z4-Klausur<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Anwaltsklausur Angriffssicht<\/p>\n<p>Mandantin kauft ein Platincollier Wert 20.000 \u20ac f\u00fcr 12.000 \u20ac bei einer Firma e.K Inhaberin R zusammen mit einem Ring f\u00fcr 6.000\u20ac und Zahlt 9k bar und l\u00f6st f\u00fcr den Rest eine Gutschrift ein.<\/p>\n<p>Paar Tage sp\u00e4ter wird das Teil zum k\u00fcrzen zur\u00fcckgebracht.<br \/>\nEinen Tag sp\u00e4ter sagt R: Verk\u00e4uferin hats f\u00fcr Wei\u00dfgold gehalten dabei ists Platin, daher Anfechtung des KV.<\/p>\n<p>Danach gabs erstmal Urlaub, als die Mandanten ihre bl\u00f6de Kette wiederhaben will gabs mittlerweile ne Gesch\u00e4fts\u00fcbernahme des W<\/p>\n<p>W verweist auf R, R verweist unter Hinweis auf 25 HGB auf W und erhebt son bisl versteckt eine dolo agit Einrede. Niemand will jedoch irgendwas ersetzen<\/p>\n<p>W hat die Kette angeblich schon weiterverkauft<\/p>\n<p>Mandantin m\u00f6chte Herausgabe oder Wert 20k haben, mindestens aber ihren Kaufpreis<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>S1-Klausur<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Erste Tat:<br \/>\n1. Anmelden web.de unter falschem Namen, web.de gibt namen nicht an dritte weiter und hat keine Konsequenzen<\/p>\n<p>2. Anmelden bei ebay unter falschem Namen, ebay f\u00fchrt SCHUFA durch und account darf nicht weitergegeben werden, ausf\u00fchrlich zum Thema R\u00dc 11\/2010 auf Seite 716 mit den Entscheidungen KG NStZ 2010, 576 und OLG Hamm JuS 2009, 662<\/p>\n<p>3. Verkauf einer Motors\u00e4ge \u00fcber ebay, Geld einsacken, nie war die S\u00e4ge gesehen<\/p>\n<p>Prozessual angedickt mit einer Durchsuchung fahrl\u00e4ssig zur Nachtzeit, die auf einem anderen Durchsuchungsgrund aufgebaut war, nen bisl Spontan\u00e4u\u00dferung und Belehrungspflichtverletzung, dazu Bankgeheimnis und Sparkassenmitarbeiter als \u00f6ffentlich Bediensteter(54 StPO)<\/p>\n<p>2. Tat rein materiellrechtlich da volles Gest\u00e4ndnis<\/p>\n<p>Angeschuldigter arbeitet im Casino und macht da am Wochenende die Kasse allein und soll das Geld innen Safe stopfen&#8230; hat ca 23k Asche und f\u00e4llt auf den sogenannten Wash\/Wash Trick herein, dass hei\u00dft er l\u00e4sst sich das Geld gelinde gesagt ziemlich doof abnehmen&#8230; Hatte aber felsenfest gedacht, dass er das Geld zur\u00fcckbek\u00e4me aber Pustekuchen<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>S2-Klausur<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Revisionsklausur<\/p>\n<p>Prozessual: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Mitwirkung eines Staatsanwalts, der in einem fr\u00fcheren Strafverfahren gegen den Angeklagten als Richter am Start war; Beiordnung eines Pflichtverteidigers<\/p>\n<p>Materiell: Urkundenf\u00e4lschung, F\u00e4lschung technischer Aufzeichnungen, Betrug, Meineid (mit der Besonderheit, dass Belehrung nicht vorgenommen wurde\/Vereidigungsverbot bestand), Strafvereitelung, Strafzumessungsfehler, Berufsverbot<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>V1-Klausur<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Urteilsklausur, es ging um eine Anfechtungssituation<br \/>\nKl\u00e4gerin betreibt irgendwelche Einrichtungen und hat daf\u00fcr von der Beklagten, eine beliehene Gesellschaft 18.500 Tacken bekommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/landkreis-hildburghausen.de\/media\/custom\/1602_615_1.PDF\" target=\"_blank\">http:\/\/landkreis-hildburghausen.de\/media\/custom\/1602_615_1.PDF<\/a><\/p>\n<p>Unter Nummer 6 ist der Verwendungsnachweis geregelt, nach 6.5 m\u00fcssen Originalunterlagen vorgelegt werden, das war durch den Zuwendungsbescheid dahingehend modifiziert, dass die Originalunterlagen auf schriftliche Anforderungen kommen m\u00fcssen<\/p>\n<p>Kl\u00e4gerin bekommt dann einen Wisch, sie hat 2 Wochen Zeit und das nach 2 Jahren. Sie meint das kriegt sie nicht hin und jammert rum, eine Einrichtung sei zugemacht und jemand hat alles nur in Kartons geschleudert und sie brauche mehr Zeit zum ordnen. Fristverl\u00e4ngerung wird abgelehnt und Widerruf+Erstattung nach kurzer Zeit beschieden<\/p>\n<p>Kl\u00e4gerin legt unbegr\u00fcndeten Widerspruch ein will dann wieder Fristverl\u00e4ngerung wird ebenfalls abgelehnt und Widerspruch irgendwann abgewiesen. Nach beendung des beh\u00f6rdlichen Verfahrens hatte sie dann wirklich mal ihre Unterlagen zusammen<\/p>\n<p>Vortrag: Beklagte sei privatrechtlich, d\u00fcrfe garnicht zur\u00fccknehmen, Verwirkung, Entreicherung, au\u00dferdem sei keine Auflage sondern ein Auflagenvorbehalt gegeben<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>V2-Klausur<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Alkoholverbot in der letzten \u00d6rechts-Klausur.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Forum von juraexamen.com haben Referendare aus NRW, Baden-W\u00fcrttemberg sowie Berlin\/Brandenburg \u00fcber die Sachverhalte diskutiert. Diesmal liegen folgende Themen: Z1-Klausur: Kl\u00e4ger ist zum Zeitpunkt der Klageerhebung Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks samt Wohnhaus, Botengasse 1 in Gera. Zudem war er zu einem Drittel Miteigent\u00fcmer des unmittelbaren Nachbargrundst\u00fccks Botengasse 2. Der Beklagte war<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[69],"tags":[],"class_list":["post-4645","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-klausuren-examen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4645"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4645\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5468,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4645\/revisions\/5468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}