{"id":4469,"date":"2011-11-14T16:58:34","date_gmt":"2011-11-14T15:58:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=4469"},"modified":"2012-01-20T16:20:28","modified_gmt":"2012-01-20T15:20:28","slug":"referendariat-in-owl-43-v1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/nrw\/referendariat-in-owl-43-v1\/","title":{"rendered":"Referendariat in OWL (43) &#8211; V1"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4475\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/MP7.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"160\" \/>Heute stand die verwaltungsrechtliche Gerichtsentscheidung auf dem Programm. Der Sachverhalt war dankbar (12 Seiten + 1 Blatt Kalender). Inhaltlich ging es nach allerlei abwegigen Rechtsmaterien in der F-AG (Wohnwagengesetz, IFG) mal um <strong>Baurecht<\/strong>.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger war seit 1978 Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks in D\u00fcsseldorf. Das Grundst\u00fcck lag in mitten einer kleinen, fast d\u00f6rflichen Siedlung. <!--more-->Um das Grundst\u00fcck des Kl\u00e4gers waren viele Wohnh\u00e4user (im Osten und Norden), sonst gab es noch einen Baubetrieb (mit nicht t\u00e4glicher Anlieferung), einen Gartenbetrieb, eine Pension, einen selbstst\u00e4ndigen Versicherungsmakler und einen Generatorh\u00e4ndler (ohne Betrieb der Ger\u00e4te vor Ort). Der Kl\u00e4ger meint, es handele sich um ein <strong>Dorf-\/Mischgebiet<\/strong>. Die Beklagte Stadt D\u00fcsseldorf meint, es sei ein <strong>allgemeines Wohngebiet<\/strong> (in der Klausur befand sich eine Skizze, die die Ergebnisse des Ortstermins verdeutlichte).<\/p>\n<p>Seit 1981 hatte der Kl\u00e4ger eine Baugenehmigung f\u00fcr einen Traktorstellplatz auf dem Grundst\u00fcck. Seit 2004 befindet sich Wohnbebauung um das kl\u00e4gerische Grundst\u00fcck. Ab 2011 hat sich der Kl\u00e4ger als Spediteur mit einem LKW selbstst\u00e4ndig gemacht. Da er nachts meist gegen 3:30 Uhr losf\u00e4hrt, f\u00fchlen sich die Anwohner gest\u00f6rt. Die Beklagte erl\u00e4sst deswegen eine <strong>Nutzungsuntersagungsverf\u00fcgung<\/strong> f\u00fcr die Nachtstunden (22:00 &#8211; 6:00 Uhr), wonach der Kl\u00e4ger sein Grundst\u00fcck nicht zum Abstellen eines LKW nutzen darf. Im allgemeinen Wohngebiet sei ein LKW-Stellplatz unzul\u00e4ssig; im \u00dcbrigen w\u00fcrden die Nachbarn unzumutbar gest\u00f6rt, weil der Parkplatz nach der Bayerischen Parkplatzl\u00e4rmstudie nicht die gebotenen 51 m Sicherheitsabstand zur Bebauung aufweise (sondern nur 10-12 m).<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger beruft sich auf Genehmigungsfreiheit (weil er von der 105 m2 gro\u00dfen Parkfl\u00e4che mit seinem LKW nur rund 80 m2 nutze) bzw. auf Bestandsschutz aufgrund seiner urspr\u00fcnglichen Genehmigung. Au\u00dferdem r\u00fcgt der Kl\u00e4ger, dass die Beklagte ihr Ermessen nicht umfassend ausge\u00fcbt habe. Sie habe sich nur auf das Fehlen atypischer Umst\u00e4nde berufen und sonst auf das Gesetz hingewiesen.<\/p>\n<p>Prozessual war das Problem eingebaut, dass der Kl\u00e4ger die <strong>Klage an das unzust\u00e4ndige Gericht<\/strong> (VG K\u00f6ln) gerichtet hat und die Klage dort auch innerhalb der Klagefrist einging. Beim zust\u00e4ndigen Gericht ging die Klage dagegen erst nach Ablauf der Klagefrist ein. Wiedereinsetzung ist nicht beantragt worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute stand die verwaltungsrechtliche Gerichtsentscheidung auf dem Programm. Der Sachverhalt war dankbar (12 Seiten + 1 Blatt Kalender). Inhaltlich ging es nach allerlei abwegigen Rechtsmaterien in der F-AG (Wohnwagengesetz, IFG) mal um Baurecht. Der Kl\u00e4ger war seit 1978 Eigent\u00fcmer eines Grundst\u00fccks in D\u00fcsseldorf. 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