{"id":4179,"date":"2011-09-12T07:11:53","date_gmt":"2011-09-12T06:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=4179"},"modified":"2012-01-20T16:21:57","modified_gmt":"2012-01-20T15:21:57","slug":"referendariat-in-owl-34-die-unbekannte-examensaufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/nrw\/referendariat-in-owl-34-die-unbekannte-examensaufgabe\/","title":{"rendered":"Referendariat in OWL (34) &#8211; Die unbekannte Examensaufgabe"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4185\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/ubobol.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/>Die Arbeitsgemeinschaft im Referendariat besteht im Wesentlichen aus dem Schreiben von ausgemusterten Examensklausuren. Kurz vor dem Ende der AG, die Klausuren liegen im November an!, habe ich bereits <strong>7 Aktenordner voll mit diesen Klausuren<\/strong>. Eigentlich m\u00fcsste man dann ungef\u00e4hr erahnen k\u00f6nnen, was in den Klausuren auf einen zukommen wird. Das ist m.E. aus zwei Gr\u00fcnden jedoch alles andere als sicher, was ich nachfolgend etwas begr\u00fcnden will: <!--more--><\/p>\n<p>1. besteht ein &#8220; <strong>Trend<\/strong>&#8220; in den Examensklausuren\u00a0 darin, dass die <strong>Klausuren insgesamt immer schwieriger werden<\/strong>. W\u00e4hrend vor einigen Jahren die Zul\u00e4ssigkeit von Klagen meist unproblematisch war, kommen dort nun h\u00e4ufig 1-2 Einstiegsprobleme vor. Die sind meist zwar leicht durch einen Blick in den Kommentar\u00a0 zu l\u00f6sen; die Bearbeitung dieses &#8222;Schlenkers&#8220; kostet jedoch Zeit, die man nicht unbedingt im \u00dcberfluss hat. Auch ist mein Eindruck, dass Klausuren neueren Datums eher mehrere Beteiligte oder Sachverhaltsvarianten haben. Wenn man dann erst nach 2 Stunden mit dem Klausurenschreiben anf\u00e4ngt, wird es sehr schwer das ganze noch zu einer runden Klausur fertig zu machen.\u00a0 Das gilt umso mehr, wenn noch voll ausformulierte Schrifts\u00e4tze an das Gericht oder Schreiben an den Mandanten verlangt werden. Das gab es alles fr\u00fcher nicht.<\/p>\n<p>Warum das so ist, kann man nur mutma\u00dfen. Ich halte den Erkl\u00e4rungsansatz f\u00fcr naheliegend, dass die jungen Proberichter, die die Klausuren f\u00fcr das OLG Hamm erstellen, ihren eigenen Kenntnisstand als Ma\u00dfstab f\u00fcr die Musterl\u00f6sung heranziehen und diesen dann auch von ihren nachfolgenden Referendarskollegen verlangen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>2. habe ich im gesamten Referendariat, das im M\u00e4rz 2010 begonnen hat, <strong>keine Klausur geschrieben, die aus 2009, 2010 oder 2011 gewesen ist<\/strong>. Die Klausuren waren meist aus den Jahren 2004 &#8211; 2008, im Verwaltungsrecht oftmals noch aus den 90er Jahren. Unter dem Gesichtspunkt der schwerer werdenden Klausuren hat man damit am untauglichen Objekt trainiert. Vielleicht ist aus diesem Grund der Hinweis im Kaiser-Skript, Die Zivilrechtsklausur, Rn.7, zu befolgen, dass man die &#8222;alten&#8220; Klausuren in 4 1\/2 Stunden schaffen muss, wenn man die &#8222;neuen&#8220;\u00a0 innerhalb der Zeitbegrenzung von 5 Stunden schaffen will. Vom Pr\u00fcfungsamt k\u00f6nnte man jetzt erwarten, dass auch neue Klausuren &#8211; zumindest der Jahre 2009 und 2010\u00a0 &#8211; mal offengelegt werden, um sich \u00fcber das derzeitige Anforderungsprofil informieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr das Zur\u00fcckhalten der neuen Klausuren ist (wohl) derjenige, dass &#8222;<strong>im Rheinland&#8220;\u00a0 eine CD mit\u00a0 ausgemusterten Klausuren (2004 &#8211; 2008) einem AG-Leiter abhanden gekommen ist <\/strong>(oder der AG-Leiter die CD einfach an eine h\u00fcbsche Blondine ausgeliehen hat \ud83d\ude09 ) und diese nun unter den Referendaren kursiert. Diese Version der Geschichte haben mehrere AG-Leiter geschildert, um sich f\u00fcr die wenig aktuellen Klausuren zu entschuldigen. M\u00f6glicherweise ist an dieser Geschichte also etwas dran. Logisch ist das alles jedoch nicht. Wenn es diese omin\u00f6se CD wirklich gibt, sollten doch gerade neuere Klausuren\u00a0 in den AGs geschrieben und benotet werden, damit die Leute mit der CD nicht noch einen Vorteil daraus ziehen k\u00f6nnen. Hier ist also zu hoffen, dass sich das LJPA eines besseren besinnt und mal wieder neuere Klausuren herausgibt. Das w\u00fcrde auch die Spekulationen etwas eind\u00e4mmen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeitsgemeinschaft im Referendariat besteht im Wesentlichen aus dem Schreiben von ausgemusterten Examensklausuren. Kurz vor dem Ende der AG, die Klausuren liegen im November an!, habe ich bereits 7 Aktenordner voll mit diesen Klausuren. Eigentlich m\u00fcsste man dann ungef\u00e4hr erahnen k\u00f6nnen, was in den Klausuren auf einen zukommen wird. 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