{"id":2864,"date":"2010-10-31T09:00:27","date_gmt":"2010-10-31T08:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=2864"},"modified":"2012-01-20T16:24:48","modified_gmt":"2012-01-20T15:24:48","slug":"referendariat-in-owl-16-strafrechtsag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/strafrechtsstation\/referendariat-in-owl-16-strafrechtsag\/","title":{"rendered":"Referendariat in OWL (16) \u2013 Strafrechts-AG"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/abaerba.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"162\" \/>Oft h\u00f6rt man die Empfehlung, ein Rep im Referendariat lohne sich eigentlich nur, wenn die AG schlecht sei. Nur wann ist eine AG schlecht? Um einen Vergleich zu erm\u00f6glichen, schildere ich mal die <strong>Inhalte aus meiner Strafrechts-AG<\/strong>:<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Einf\u00fchrungslehrgang <\/strong>(5 Termine): Anklageschrift, Einstellungsverf\u00fcgung, Ablauf der Sitzung beim Strafprozess. Es blieb beim \u00dcberblick; Unklarheiten wurden erst nach und nach in sp\u00e4teren AG-Terminen beseitigt. <!--more--><\/p>\n<p>&#8211; <strong>Theoretische Themen<\/strong> der AG: Einstellung des Verfahrens+Privatklage, Strafrechtsentsch\u00e4digung, Untersuchungshaft, Durchsuchung + Beschlagnahme, Strafurteil (obwohl eigentlich Thema der Fortgeschrittenen-AG)<\/p>\n<p>&#8211; Zu jeder Stunde musste eine <strong>Originalexamensklausur<\/strong> vorbereitet werden. Die L\u00f6sung wurde dann in der Stunde besprochen (ca. 2 Stunden und damit die H\u00e4lfte der AG-Sitzung). Fallbezogen wurden dann einige Probleme (z.B. Beweisverwertung, Rolle des Anwalts) angesprochen. Strukturiert war das nicht besonders. Was angesprochen wurde, hing im Wesentlichen von den Nachfragen der Referendare ab.<\/p>\n<p>&#8211; Aktenvortrag: Immer 3 Referendare mussten zum selben Aktenst\u00fcck Vortrag halten. Dauerte ca. 90 Minuten (20 Minuten lesen, bevor der erste Referent kommt; 3 x 15 Minuten Vortrag und 20 Minuten Pr\u00e4sentation der L\u00f6sungsschwerpunkte vom Ausbilder).<\/p>\n<p>&#8211; <strong>Klausuren<\/strong>: 2 Klausuren aus Sicht der StA (Anklageschrift) waren zu verfassen. Die Themen waren fair (einmal: Stra\u00dfenverkehrsdelikte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Zerst\u00f6rung der Blutprobe) und (andererseits: Brandstiftung, Verwertung einer Zeugenaussage, die durch die Bitte eines Polizisten, die Ehefrau des T\u00e4ters zu befragen, zustande gekommen ist)<br \/>\n<strong><br \/>\nFazit:<\/strong> Insgesamt war die AG aus meiner Sicht eher durchschnittlich. Literaturempfehlungen gab es selten (Alpmann-Schmidt-Skript bzw. einige \u00e4ltere JuS-Aufs\u00e4tze). Der Ausbilder war dennoch motiviert\u00a0 und bei der Benotung wohlwollend. Nachteilig fand ich, dass nach der ersten Woche das Lernpensum\u00a0 stark abgenommen hat. Theoretische Themen wurden kaum behandelt. Es war mehr ein Klausurenkurs, der durch teilweise Ausf\u00fchrungen zu den o.g.\u00a0 Themen erg\u00e4nzt wurde. Privat habe ich im materiellen Recht mit den Rengier B\u00fcchern und im neuen prozessualen Teil mit dem Buch von Chigulla\/Ernst (Verf\u00fcgungstechnik) und Weidemann\/Scherf (StPO) vorbereitet. Die B\u00fccher fand ich ganz hilfreich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oft h\u00f6rt man die Empfehlung, ein Rep im Referendariat lohne sich eigentlich nur, wenn die AG schlecht sei. Nur wann ist eine AG schlecht? Um einen Vergleich zu erm\u00f6glichen, schildere ich mal die Inhalte aus meiner Strafrechts-AG: &#8211; Einf\u00fchrungslehrgang (5 Termine): Anklageschrift, Einstellungsverf\u00fcgung, Ablauf der Sitzung beim Strafprozess. 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