{"id":278,"date":"2009-02-05T18:33:15","date_gmt":"2009-02-05T16:33:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=278"},"modified":"2009-04-25T00:23:34","modified_gmt":"2009-04-24T22:23:34","slug":"examen-niedersachsen-februar-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/klausuren-examen\/examen-niedersachsen-februar-2009\/","title":{"rendered":"Examenstermin Februar: 3. Zivilrechtsklausur (Nds)"},"content":{"rendered":"<p>Im <a href=\"http:\/\/forum.jurawelt.com\/viewtopic.php?f=50&amp;t=29356&amp;st=0&amp;sk=t&amp;sd=a&amp;start=15\" target=\"_blank\">Jurawelt-Forum<\/a> findet sich eine gute Zusammenfassung der heutigen Aufgabe in Niedersachsen, die anders war als die heutige Klausur in NRW:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Der in L\u00fcneburg wohnende Kl\u00e4ger begehrt von der in Hannover wohnenden Kl\u00e4gerin vor dem Amtsgericht Celle die Zahlung von 1.000 EUR.<\/p>\n<p>Ende November besuchte der Kl\u00e4ger mit zwei Freunden jeweils Freund1=36 Jahre und Freund2=42 Jahre) den Weichnachtsmarkt in Celle. Sie hatten auf dem Weg dorthin schon einiges getrunken. Dort standen sie dann an einem Gl\u00fchweinstandstehtisch. Der Kl\u00e4ger bemerkte die Beklagte an einem weiteren Tisch, die dort mit zwei anderen Frauen (davon Freundin1=37 Jahre) stand. Er begab sich zu ihr. Als er auf sie zuging, kam es zu einer Ber\u00fchrung, jedenfalls ber\u00fchrten seine H\u00e4nde ihren Oberk\u00f6rper. Die Beklagte schubste ihn daraufhin weg. Der Kl\u00e4ger fiel auf die rechte K\u00f6rperseite zwischen den Stehtischen zwischen denen auch Kabel verlaufen. Als er am Boden lag trat die Beklagte ihn mit ihrem beschuhten Schuh. Am Ende dieses Vorfalls hatte der Kl\u00e4ger eine geschwollene Oberlippe und eine abgebrochene Krone seines rechten oberen Schneidezahns. Die \u00dcberkronung beim Zahnarzt f\u00fchrte zu Kosten iHv 1.000 EUR f\u00fcr Zahnarzt- und Behandlungskosten.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger behauptet, er habe Schmerzen davongetragen. Vor allem sei er aber auf dem Weg zur Beklagten \u00fcber die Kabel gestolpert. Er habe sich nur aufst\u00fctzen wollen. Au\u00dferdem habe die Beklagte ihm die ganze Zeit zugel\u00e4chelt, weshalb er \u00fcberhaupt auf sei zugegangen sei. Die Krone sei ihm rausgefallen, weil sie ihm ins Gesicht getreten habe. Vor diesem Vorfall sollen er und seine Freunde jeweils nur 2 Gl\u00fchweine ohne Schuss getrunken haben.<\/p>\n<p>Er beantragt, die Beklagte zu verurteilen, an den Kl\u00e4ger 1.000 EUR zu zahlen und Vers\u00e4umnisurteil &#8230; zu erlassen.<\/p>\n<p>Die Beklagte beantragt, die Klage abzuweisen.<\/p>\n<p>Sie meint, das angerufene Gericht sei \u00f6rtlich unzust\u00e4ndig. Au\u00dferdem behauptet sie, sie habe den Kl\u00e4ger nur zuf\u00e4llig angeschaut, weil sie auf der Suche nach ehemaligen Schulkameraden war. Auch als der Kl\u00e4ger auf sie zuging, habe sie ihn nur angesehen, weil sie bef\u00fcrchtet habe, er wolle sie anrempeln. Der Kl\u00e4ger sei auch sehr betrunken gewesen. Er habe sie mit seinen H\u00e4nden an den Oberarmen umfasst und versucht sie an sich zu ziehen, als er direkt vor ihr gestanden habe. Dazu habe er seinen Kopf nach rechts unten geneigt und versucht sie gegen ihren Willen zu k\u00fcssen. Sie habe ihn au\u00dferdem nichts ins Gesicht getreten, wo genau, kann sie nicht sagen, aber sie behauptet, sie habe ihn gegen die Brust getreten. Das habe sie nur deshalb getan, weil sie sicher gehen wollte, dass er sich ihr nicht nochmal n\u00e4hert. Au\u00dferdem bestreitet sie, dass der Kl\u00e4ger Schmerzen gehabt habe.<\/p>\n<p>Hierzu erkl\u00e4rt der Kl\u00e4ger, er mache sich den Vortrag der Beklagten hilfsweise zu eigen. Er ist ferner der Ansicht, dass sie auch zur Zahlung verpflichtet sei, wenn ihr Vortrag zutreffe. Er meint, dass ihm in jeden Fall 1.000 EUR jeweils als Schadensersatz oder als Schmerzensgeld zustehen. Aus Kostengr\u00fcnden wolle er aber nur 1.000 EUR geltend machen, egal ob aus Schadensersatz oder als Schmerzensgeld. Au\u00dferdem sei die Reaktion der Beklagten in jedem Falle unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gewesen.<\/p>\n<p>Die Klage vom 29.12.2008, eingegangen am 2.1.2009, wurder der Beklagten am 8.1.2009 zugestellt. Die Erwiderung ging am 9.1.2009 bei Gericht ein. Au\u00dferdem wurde Beweis erhoben \u00fcber den Vorfall durch Vernehmung der Zeugen Freund1, Freund2 und Freundin1, s. Sitzungsprotokoll von xx.yy.zz.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Aufgabe war dann, ein Relationsgutachten mit vorangestellter Sachverhaltsschilderung zu entwerfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jurawelt-Forum findet sich eine gute Zusammenfassung der heutigen Aufgabe in Niedersachsen, die anders war als die heutige Klausur in NRW:<\/p>\n<p>Der in L\u00fcneburg wohnende Kl\u00e4ger begehrt von der in Hannover wohnenden Kl\u00e4gerin vor dem Amtsgericht Celle die Zahlung von 1.000 EUR.<\/p>\n<p>Ende November besuchte der Kl\u00e4ger mit zwei Freunden jeweils Freund1=36 Jahre und Freund2=42 Jahre) den Weichnachtsmarkt in Celle. Sie hatten auf dem Weg dorthin schon einiges getrunken. 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