{"id":2648,"date":"2010-09-28T07:24:13","date_gmt":"2010-09-28T05:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/?p=2648"},"modified":"2010-10-23T12:56:39","modified_gmt":"2010-10-23T10:56:39","slug":"fachanwaltschaften-zentrale-pruefung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juristenkoffer.de\/refblog\/nach-dem-referendariat\/fachanwaltschaften-zentrale-pruefung\/","title":{"rendered":"Fachanwaltschaften: Zentrale Pr\u00fcfung!?"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich nach dem 2. Staatsexamen als Rechtsanwalt selbst\u00e4ndig machen m\u00f6chte, kommt in der Regel nicht umhin, sich durch Fachanwaltschaften zu spezialisieren. Denn der Anwaltsmarkt ist eng und Fachanwaltstitel helfen dabei, sich\u00a0zuk\u00fcnftigen Mandanten zu empfehlen.<\/p>\n<p>Das Anwaltsparlament fordert nun eine Reform der abschlie\u00dfenden Pr\u00fcfung der Fachanwaltskurse. Bislang ist es Sache der Anbieter der Fachanwaltskurse, den Kandidaten die theoretischen Kenntnisse zu vermitteln\u00a0sowie Klausuren als Leistungsnachweise zu stellen und zu korrigieren.\u00a0<!--more-->Hinsichtlich der Sachverhalte der Klausuren sind die Anbieter vollkommen frei.\u00a0Die \u00a7\u00a7 4, 6 II der Fachanwaltsordnung stellen nur allgemeine Voraussetzungen auf. Danach ist erforderlich,<\/p>\n<blockquote><p>dass der Antragsteller sich mindestens drei schriftlichen\u00a0 Leistungskontrollen (Aufsichtsarbeiten) aus verschiedenen Bereichen des Lehrgangs erfolgreich unterzogen hat. Eine Leistungskontrolle muss mindestens eine Zeitstunde ausf\u00fcllen und darf f\u00fcnf Zeitstunden nicht \u00fcberschreiten.\u00a0 Die Gesamtdauer der bestandenen Leistungskontrollen darf f\u00fcnfzehn Zeitstunden nicht unterschreiten. Alle Aufsichtsarbeiten und ihre Bewertungen sind dem Antrag beizuf\u00fcgen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie immer bei solchen dezentralen Pr\u00fcfungen weisen Kritiker der momentanen Regelung darauf hin, dass die Abnahme der Leistungskontrolle zur Erlangung der theoretischen Kenntnisse durch die Anbieter der Kurse zu einem unterschiedlichen und nicht vergleichbaren Niveau der Pr\u00fcfungen f\u00fchre. Zudem liegt es durchaus nahe, dass es im Interesse der Anbieter liegt, eher wenige Kandidaten durchfallen zu lassen, um nicht zuk\u00fcnftige Bewerber abzuschrecken.<\/p>\n<p><strong>Reformvorschlag <\/strong><\/p>\n<p>Das Anwaltsparlament fordert daher ein Kontroll- und Pr\u00fcfungsrecht der Kammern. So sollen die Abschlussklausuren der Lehrg\u00e4nge in ganz Deutschland\u00a0einheitlich sein.\u00a0Eine unabh\u00e4ngige Aufgabenkommission erstellt die Klausuren samt L\u00f6sungsskizzen und Bewertungsmuster. Die drei einheitlichen f\u00fcnfst\u00fcndigen Klausuren\u00a0werden dann nicht mehr bei den\u00a0Anbietern der Fachanwaltskurse, sondern an festen Terminen zweimal pro Jahr im M\u00e4rz und September dezentral bei den jeweiligen Rechtsanwaltskammern geschrieben.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/p>\n<p>Ob diese Reform der Fachanwaltschaften letztlich umgesetzt wird, h\u00e4ngt davon ab, ob der Gesetzgeber der Anwaltschaft die geforderten Kompetenzen einr\u00e4umt. Wer sich f\u00fcr das F\u00fcr und Wider der Reform weitergehend informieren m\u00f6chte, findet dazu einen interessanten Artikel im <a href=\"http:\/\/anwaltverein.de\/downloads\/Anwaltsblatt\/Internetbeitrag\/2010\/05-2010Streitgespraech.pdf\" target=\"_blank\">Anwaltsblatt des DAV<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich nach dem 2. Staatsexamen als Rechtsanwalt selbst\u00e4ndig machen m\u00f6chte, kommt in der Regel nicht umhin, sich durch Fachanwaltschaften zu spezialisieren. 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